Alle Beiträge von Christian Spanik

Als Vermittler zwischen Analog & Digital bin ich in den 80 bis 00er Jahren als ZDF/3Sat Computerexperte und Buchautor aktiv gewesen. Dann habe ich ein paar Jahre geschlafen - und fast ein paar Trends endgültig verpennt. Heute? Heute bin ich als Vermittler, Moderator und Filmemacher mit Spaß wieder dabei: aber vor allem bei IT-Forschung, Entwicklung und Zukunft. Ich versuche viel mitzukriegen - aber nicht jeder digitalen Sau die durchs Dorf getrieben wird nachzulaufen.

Ein Livestream weil was passiert ist – kein Programm

Samstag morgen. Hamburg. Schanzenviertel. Facebook Livestream. Großer Sender. Die Nacht nach den Krawallen in Hamburg beim G20 Gipfel. Wir sehen zwei Leute, die wir normalerweise Gaffer nennen würden, die durch die Lücken eines Gitters in einen zerstörten Laden reinschauen, um einen Blick auf das Chaos zu erhaschen. Und die Handykamera der reportierenden Person des Senders macht Sekunden später – genau das gleiche. Der Sender gafft für uns alle… Das ist schade. Gut für Clicks. Aber falsch für Programm-Macher. Falsch für Journalismus und Medien. Und – egal ob groß oder klein – praktisch alle Medien haben in diesen Tagen im Livestream genau das gleiche gemacht.

Aber es gibt auch eine gute Seite dieser Medien-Geschichte. Man kann was lernen daraus, wenn man Programm-Macher ist statt Stream-Ablieferer. Ein Livestream weil was passiert ist – kein Programm weiterlesen

Journalismus in Zeiten der Digitalisierung

Über dieses Thema kann man lange sprechen. Bei unserer #NeuDig Radreise auf den Spuren der Digitalisierung in Deutschland begleitete uns Thomas Pyczak spontan einige Kilometer mit dem Rad. Dabei und am Abend bei unserer Livesendung aus dem Hotelzimmer sprachen wir mit Thomas über Journalismus, Medien und Verlage. Heute und in Zukunft. Das er – als ehemaliger Chef von Chip und Verlagsmanager bei Burda – dazu einiges an Gedanken hat, war uns klar. Hier einige seiner besten Statements aus der Sendung.

Thomas Pyczak über sich selbst

Über sich selbst schreibt er in seinem Blog:

„Mein Name ist Thomas Pyczak. Ich bin Autor, strategischer Storyteller und Reisender. Meine Romane Ende der Welt und Starnberg. Marrakesch. Starnberg sind im Juni 2016 erschienen, ganz ohne Verlag und großes System. Digital und als Taschenbücher. Sie spielen an Schauplätzen und in Kulturen, die ich mit meiner Frau besucht habe. Die mich faszinieren. Zu denen ich gern Brücken schlagen möchte. Als ehemaliger Verlagsmanager und Chefredakteur hat das Erzählen für mich noch eine Business-Seite. Wie nutze ich die Magie von Storytelling, um andere zu überzeugen, sie mitzunehmen? Das ist die Ausgangsfrage von Tell Me!, meinem Buch über Storytelling, das Ende Mai 2017 beim Rheinwerk-Verlag erschienen ist. Zu diesem Thema schreibe ich auch einen Blog , gebe Workshops, bin Storytelling-Sparringspartner.“

Webvideopreis: Marmeladen-Oma kocht Webvideoszene ein

Vor gar nicht langer Zeit, an einem gar nicht weit entfernten Ort: beim Webvideopreis in Düsseldorf. Da habe ich mich gefragt: Hätte Julien das Potential erkannt – auch wenn es nicht seine Mutter ist? Hätte Dagi sie ungeschminkt vor die Kamera gelassen? Hätten Dennis und Benni sie ins World Wide Wohnzimmer eingeladen? Ich meine bevor ihr fast 4000 Leute aus der Youtube Szene stehende Ovationen schenkten…  Die Marmeladen-Oma ist 85. Und ich finde beim Webvideopreis hat sie die Webvideoszene ganz schön eingekocht. Rezept: Man nehme eine Kamera, eine gute Idee und eine Portion back-to-the-roots. Also: wieder zurück in eine besondere Art der Freiheit! Statt nach vorne in die Perfektions-Sackgasse… Ich glaube darum ging es in Düsseldorf beim Webvideopreis 2017. Frage: ist der Webvideopreis eine Fessel? Webvideopreis: Marmeladen-Oma kocht Webvideoszene ein weiterlesen