Eizo - der Topmonitor anno 2017

5 Supermonitore, die wir alle haben wollten

So wie der Drucker der natürliche Feind des Computeranwenders ist, kann man heutzutage den Monitor als Stiefkind von Digitalien betrachten. Das war mal anders. Über Jahrzehnte diskutierten die Freaks über Auflösungen, Bildschirmdiagonalen, Anschlüsse und überhaupt die Frage, wie man dem Computer ein ansehnliches Bild entlockt. Und weil der Fortschritt in der IT eine rasende Sau ist, hat sich über die Zeit der Anspruch der Käufer so lange geändert, bis praktisch jedes Display zufriedenstellend nutzbar ist. In der Ära der Flachbildschirme gibt es keine Supermonitore mehr, die jeder von haben will. Aber früher…

1. Commodore 1802 – Der Bunte, den man sich gönnen wollte

Commodore 1802, der Bunte
Commodore 1802, der Bunte
Als der Commodore 64 in den frühen Achtzigern zum Volkscomputer wurde, waren viele Fans vor allem davon begeistert, dass der Brotkasten bunte Bilder erzeugen konnte. Das war bei manchen anderen Kisten nicht der Fall. Also wünschte sich die 64er-Gemeinde einen Monitor, der diese Farbgrafik sauber auf einen einigermaßen großen Bildschirm bringen konnte. Am Anfang war das der 1702, aber die Verkaufszahlen von 1801 und 1802 übertrafen seinen Erfolg bei Weitem. Als dann mit dem Amiga der 1084 (damals für rund 600 DM) kam, rüsteten nicht weniger C64-Freunde auf diese vielseitige Röhrenkiste um.

2. Apple Portrait Display – Der Hochkante für den Computerarbeiter

Apple Portrait Display, der Hochkante
Apple Portrait Display, der Hochkante
Wer in den Achtzigerjahren Textschaffender war, dachte in DIN A4 und Zeitungsseiten, also hochkant. Da die üblichen Monitore aber das Bild im Querformat zeigten, wünschten sich nicht wenige Computerarbeiter – besonders die im Bereich Desktop Publishing tätigen – einen Bildschirm im Hochformat. Apple experimentierte bereits 1989 mit einem ersten Modell, das nicht nur hochkant daherkam, sondern feinste Graustufen darstellen konnte. Wenig später wurde dann das Portrait Display für schlappe 1.100 US$ zum Traumgerät. Übrigens: Dazu musste für den Mac II zwingend eine spezielle Grafikkarte für rund 600 US§ angeschafft werden. Der Hersteller Radius zog nach und hatte ein Bündel aus Monitor und Karte für um die 900 US$ im Angebot.

3. NEC Multisync FE-Serie – Die Zauberhaften, die jeder mochte

NEC Multisync FE-Serie, die Zauberhaften
NEC Multisync FE-Serie, die Zauberhaften
Über viele, viele Jahre prägten die Röhrenmonitore aus dem Hause NEC die Szene der PCs. Noch heute tun die massiven und schweren Kisten in manchem mittelständischen Betrieb Dienst – auch weil gerade die Geräte der FE-Serie schier unkaputtbar sind. So wie niemand entlassen wurde, der IBM-Maschinen kaufte, so konnte auch ein Einkäufer seines Jobs sicher sein, wenn er sich für NEC-Bildschirme entschied. Der anhaltende Erfolg des Herstellers (der auch OEM-Kisten für mehrere Dutzend anderer Marken baute) lag vor allem daran, dass die Ingenieure dort kontinuierlich und konsequent ihre Hausaufgaben machten und auf jeden Fortschritt in der Technologie der Grafikkarten schnell und angemessen reagierten.

4. Samsung-TFT-Bildschirme – Die ersten flimmerfreien Augenschoner

Samsung-TFT-Displays, die Flimmerfreien
Samsung-TFT-Displays, die Flimmerfreien
Als auf der CeBIT 1995 (oder 1996) am Stand von Samsung, einem Hersteller, den damals noch wenige Computerfans auf dem Schirm hatten, die ersten LC-Displays live und in Farbe zu bestaunen waren, ahnten die Experten: Diese Technologie wir den CRT-Monitor ablösen. Und zwar schnell und radikal. Schon ein Jahr später hatten praktisch alle Anbieter in den Bereichen PC und Unterhaltungselektronik Flachbildschirme im Portfolio. Die Vorteile lagen auf der Hand: Bei einem LC-Display flimmert nichts, und man spart jede Menge Platz auf dem Schreibtisch. Weil sich aber die Technologie in Lichtgeschwindigkeit ausdehnte, wurde der Markt ab etwa 1999 mit den flachen Dingern in den unterschiedlichsten Größen nahezu überschwemmt. Die Preise verfielen, und die Röhrenmonster landeten rasch auf dem Müll.

5. iMac mit Retina-Display – Schärfer als die Realität

iMac mit Retina-Display, der Scharfe
iMac mit Retina-Display, der Scharfe
Glaubenskriege zwischen Anhängern der guten, alten Windows-PC-Welt und den Apple-Mac-Jüngern toben heute nur noch selten, zu sehr haben sich die Welten funktional angeglichen. Weil aber der Mac in seinen verschiedenen Inkarnationen schon immer der Liebling der Grafikdesigner und angrenzender Berufsgruppen ist, spielen die Bildschirme im Apple-Universum traditionell eine wichtige Rolle. So war die Begeisterung groß, als die Bande aus Cupertino 2014 den ersten iMac mit Retina-Display präsentierte. Denn dieses gewaltige Ding zeigte die Bilder (beinahe) schärfer als die Wirklichkeit je sein kann. Der Bedarf an so viel Auflösung, Farbigkeit und Schärfe hat viel damit zu tun, dass die Darstellung von Bewegtbildern auf dem Monitor eines Computers immer wichtiger wurde.

Der Abschied vom Desktop

Zur Zeit sieht es so aus, als gehe die Ära der Computermonitore langsam ganz zu Ende, denn der Anteil der Desktop-PCs an allen digitalen Devices sinkt seit Mitte der Nullerjahre rasch und gleichmäßig. Bei einem mobilen Gerät – sei es ein Laptop, Notebook oder Tablet – stellt sich die Frage nach der Auswahl des geeigneten Sichtgeräts nicht – das ist nämlich einfach eingebaut. Und weil die Technologie der Grafikadapter sich fast noch rasanter entwickelt hat als die eigentliche Computertechnologie, betrifft die Frage nach dem Display ohnehin nur noch Gamer und Leute, die am Rechner intensiv an Videos arbeiten. Die finden ein breites Angebot an tollen LCDs bis hin zu Monstern mit 30 und mehr Zoll Bildschirmdiagonale, die in der Lage sind, das wiederzugeben, was das Grafikmodul liefert.

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