#NeuDig: Von Neuland nach Digitalien – wir wollen es wirklich tun!

2016 ist ein besonderes Jahr für mich. Vor genau 20 Jahren habe ich mich für kommende Generationen zur Lachnummer gemacht. Im Fernsehen. Bundesweit. Im ZDF. Ohne es zu ahnen… Und das hat Folgen bis heute. Zum Beispiel die Idee zu dieser besonderen Reise: von Neuland nach Digitalien – kurz: #NeuDig. Eine Reise durch Deutschlands digitale Geschichte. Nur mit dem Rad und der Bahn. Denn es soll nicht zu schnell gehen, auf der digitalen Spurensuche. Und euch bitte ich, dabei zu sein und mitzuhelfen.

Es gibt eine Frage, die mich in diesem Jahr sehr bewegt:

„Kann man einen Fehler, eine Granaten-Fehleinschätzung von vor 20 Jahren so viele Jahre später wieder ausbügeln? Kann man – mit der Erfahrung dieser Jahre – es besser machen im Blick nach vorne?“

Im Sommer 2016 wird sich also dieser Auftritt von mir im ZDF Morgenmagazin genau zum zwanzigsten Mal jähren. Ein Auftritt im Fernsehen der noch heute – freundlich ausgedrückt – für viel Heiterkeit sorgt.

Mein digitaler Grabstein – aber auch ein Stück deutscher Digital-Realität

MGG-Wuerzburg
Zwei Digisaurier wollen es wissen…

Ein Auftritt der aber auch, wenn man ihn sich heute anschaut – deutlich macht wo wir standen und stehen. Digital in Deutschland. Weil er zeigt wo wir herkommen. Wie wenig Fantasie wir hatten damals. Alle. Wie sehr es Neuland war. Unvorstellbar. Und doch Digitalien werden sollte. Und darum wollen wir nun mit euch gemeinsam dieses Projekt starten und es besser machen: Hinter #NeuDig verbirgt sich eine Deutschlandreise. Nur mit dem Rad und der Bahn. Denn es soll nicht zu schnell gehen, auf der digitalen Spurensuche.
Wir, das sind übrigens erstmal die Digisaurier Martin Goldmann und ich. Unterstützt von unseren Kollegen bei www.digisaurier.de und hoffentlich vielen jungen und älteren Freunden. Und dieses Stück Film aus 1996 ist ein perfekter Anlass dafür.

Der TV-Aufttritt als Computerexperte im ZDF, da bin ich mir sicher, wird mein digitaler Grabstein sein. Dieses Video wird wohl noch Menschen zum Lachen bringen, wenn ich schon länger nicht mehr da bin. Und das ist auch gut so.
Denn mal ehrlich: was sollte man 1996 antworten auf die Frage:

„Christian, was ist dieses Internet und lohnt es sich, wenn man sich dazu Zugang verschafft?“

Michael Hölting zu mir im ZDF Morgenmagazin

Meine Gedanken zu diesem denkwürdigen Fernsehmoment im ZDF habe ich hier aufgeschrieben. Wer lesen will, der lese.

Eine Zeitreise durch Deutschlands Digitalisierung – erzählt mit digitaler Technik

Wasser-Radeln
Rad und Bahn – unsere Reisemittel

Aber jetzt geht es um etwas anderes, für das dieser damalige Auftritt eben nur der Anlass ist. Nicht zuletzt weil viele Leute zu mir gesagt haben: „Christian, du musst da mal einen Update dazu machen. “ Okay. Ihr habt es gewollt. Wir machen es. #NeuDig startet.
Von Neuland nach Digitalien – das ist unser Motto bei diesem Projekt. Wir wollen – in mehreren Etappen – quer durch Deutschland radeln und fahren und dabei nach alten und neuen Punkten suchen, die für die Digitalisierung im Land entscheidend waren, sind oder sein könnten. Ob Labor, Forschungseinrichtung oder mittelständischer Unternehmer – egal.

„Wir wollen nicht im Auto durch Deutschland cruisen – wir wollen uns den Weg nochmal erarbeiten. Mit dem Rad und mit der Bahn auf den Spuren der Digitalisierung in Deutschland. Und mit dem Blick für das kommende – das gerade erst entsteht. Langsam reisen – mit Zeit zum nachdenken und erzählen.“

Martin-Konrad-Christian
Wo es möglich ist: Zeitzeugen treffen. Und Macher von morgen…

Schon vor ein paar Tagen fragten wir euch: was wären solche Orte? Wo müsste man vorbeischauen? Die Reaktion war enorm. Von München über Braunschweig bis Sömmerda, von Heinz Nixdorf über Theo Lieven bis Konrad Zuse wurden schon Vorschläge gemacht. Und wir haben gerade erst angefangen zu sammeln.

Das Projekt soll auf jeden Fall 12 Monate lang gehen. Dabei machen wir uns immer wieder auf die Reise. In Etappen mit Rad und Bahn – denn Digitalisierung in Deutschland ging oft hektisch, aber brauchte ihre Zeit. Vielleicht zurecht? Vielleicht war das aber auch eine entscheidende Schwäche?

Bloggerbank (1 von 1)
Bloggen vom Straßenrand – aber mitten aus dem Geschehen

Egal – auch wir wollen uns die nötige Zeit nehmen. Denn man wird sie brauchen, zum Beispiel um über das Gesehene nachzudenken. Begegnungen zu verarbeiten und einzusortieren. Alleine schon um es besser zu machen als vor 20 Jahren. Um es zu schaffen über den Tellerrand hinauszusehen.

Wie bezahlt ihr das? Wer macht mit? Wie geht das?

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Wir brauchen euch, eure Ideen und Kontakte

Spannende Fragen – auf die wir ebenfalls noch Antworten suchen. Wir werden Partner und Sponsoren brauchen. Medien die Lust haben uns ganz oder teilweise zu begleiten. Viele Menschen die unsere Reisegeschichten teilen und weitertragen. Vorschläge? Ideen? Freiwillige? Nur her damit: meldet euch bei uns. Mail, PN, Telefon – wer will kann sogar noch ein Fax oder einen Brief schicken ;-) Stichwort: #NeuDig
Ab sofort werden wir jeden Dienstag über unsere Kanäle im Netz über das Fortschreiten des Projektes berichten. Was klappt. Was schief geht. Kurz: Ob wir es packen oder nicht.

#NeuDig: Und was wird man davon sehen?

Bloggen-in-Wartmansroth
„Nur“ ein Blog oder doch mehr? Man wird sehen…

Sicher ist schon mal: wir werden live von der Reise bloggen. Der Hashtag #NeuDig ist ja schon mal klar. Das Motto „Von Neuland nach Digitalien“ auch, Und berichten heißt: In Wort und Bild. Also: Fotos, Videos, Texte, Audios… Kurz: alles was on the road so geht. Wir haben letztes Jahr bei unserer kleinen Digisaurier-Spaß-Radreise Erfahrungen gesammelt, dieses Jahr bei der CeBIT und anderen Gelegenheiten vieles verbessert und neue Techniken gefunden und genutzt. Also: man wird uns auf und zwischen den Etappen live folgen können.
Wir wollen Orte und Menschen besuchen – also werden wir auch Pausentage einplanen, an denen wir an einem Platz bleiben. Um Zeitzeugen zu treffen und euch Geschichten zu erzählen.

Stefan von der Cafemeile in Obernbreit ist ein Analog-Saurier.
Stefan von der Cafemeile in Obernbreit ist ein Analog-Saurier.

Wir wollen Menschen einladen uns ein paar Stunden oder Kilometer zu begleiten. Mit uns darüber zu reden, wo es gut und vielleicht auch nicht gut gelaufen ist auf diesem digitalen Weg. Welche Geschichten sie erlebt haben. Oder welche Pläne, Gedanken und Ideen sie haben. Als Mittelständler, Unternehmer, Journalisten, Forscher oder auch als Angestellter irgendwo, wo es digital wurde oder gerade wird. Das können bekannte Menschen sein aber auch welche, von denen ihr vielleicht nie gehört habt. Wie Stefan aus Obernbreit, den wir letztes Jahr kennen lernten. Der IT-Aussteiger… Es geht also um Macher und Nutzer all der digitalen Dinge, die in diesen Jahren mit mehr oder weniger Erfolg entstanden sind. Gewinner und vielleicht auch Verlierer. Wir sind selbst gespannt, welche Geschichten uns erwarten und was wir euch erzählen können.

„Wir suchen die digitalen Geschichten aus Deutschland. Die Gewinner und Verlierer. Die Macher und Nutzer, die was zu erzählen haben – von gestern, von heute und von morgen.“

Ob es dann ein Buch (in welcher technischen Form auch immer) eine TV-Dokumentation, eine DVD oder dergleichen geben wird? Wenn es nach uns geht: ja. Finden wir Partner dafür? Wir werden es probieren.

Unsere Bitte an euch: dabei sein ist alles!

Ihr seht – es gibt viel zu tun. Was wir von euch brauchen? Unterstützung: sei es durch das reine dabei sein über Facebook, Twitter und Co – denn je mehr Nutzer umso besser für das Projekt. Wir brauchen euch als Helfer beim Finden von Orten, Menschen und Geschichten bis hin zu Ideen oder Kontakten zur Finanzierung und Umsetzung des Projektes.
Unsere Bitte: erzählt diese Idee anderen Menschen, die so ein Projekt ebenfalls auf die eine oder andere Art unterstützen oder voranbringen könnten. Teilt sie in Facebook, twittert darüber oder schickt es über Mailverteiler, die euch sinnvoll erscheinen.
Helft uns Deutschlands digitale Geschichte zu erzählen – ohne euch geht das nicht.
Und eines ist schon mal klar: heute können wir euch alle bitten diese Reise zu eurer Reise zu machen. Das ging vor 20 Jahren nicht. Und alleine weil wir das heute einfach tun können – ohne daß wir uns so ein System damals auch nur im Ansatz ausmalen hätten können – alleine deshalb hat es sich schon gelohnt – dieses Internet. Und ja: es hat sich auch gelohnt sich Zugang dazu zu verschaffen.

Schottland_Neues-Dreh (6 von 9)
Ein bisschen verrückt das alles? Na und?

Ein bißchen verrückt zu sein hilft bei solchen Ideen. Ein bißchen verrückt zu sein hat ja auch bei der Digitalisierung geholfen, wie wir selber erfahren haben und vor gar nicht so langer Zeit auch aus berufenem Mund bestätigt bekamen.

Darum unser Bitte an euch:

Stay hungry, stay foolish, stay tuned. Von Neuland nach Digitalien: unsere #NeuDig Reise beginnt jetzt.

3 Gedanken zu „#NeuDig: Von Neuland nach Digitalien – wir wollen es wirklich tun!“

  1. dein auftritt als experte im zdf war genial. heute schmunzeln wir. damals war das für ganz viele doch noch neuland.

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