Die schicke Netatmo-Wetterstation

Was zur Hölle… muss jetzt auch noch die Wetterstation digital sein?

Und ich dachte schon, ich wär mit meiner Funkwetterstation ganz vorne dran… Als alter Hobbymeteorologe war das schon ein Riesenfortschritt, nicht mehr morgens auf den Balkon tappern zu müssen, um zu wissen wie’s Wetter ist. Stattdessen stehen insgesamt drei Messkistchen auf den Terrassen, während im Arbeitszimmer die Zentrale auf dem Schreibtisch hockt. Allerdings: Mehr als Temperatur und Feuchte senden die Kästchen nicht, den Luftdruck muss die Indoor-Station gefälligst selbst messen. Aber eben drahtlos! Gut, allzu weit weg dürfen die Messapparate nicht von der Zentrale stehen, und bei Kälte fallen die Sender auch schon mal aus. Und dann kam Netatmo

Die olle Hama-Wetterzentrale...
Die olle Hama-Wetterzentrale…
Beim Hersteller handelt sich um ein französisches Start-up, das allerhöchsten Wert auf Ästhetik legt. Alle Teile des inzwischen recht breiten Repertoires sind einfach nur schick. Es gilt der Apple-Effekt: Schön, aber teuer. Die Wetterstation mit je einem Messmodul für draussen und drinnen schlägt schon mit mehr als 150 Euro zu Buche. Der Regenmesser sowie ein ergänzendes Innenmodul kosten jeweils rund 80 Euro. Dafür können diese Geräte auch eine Menge. Und – das ist das Beste an der Sache – alle Werte und Daten können auf dem Smartphone per App abgefragt werden. Nun ist das kein Alleinstellungsmerkmal, denn es gibt am Markt schon einige ähnliche Systeme … die allesamt nicht mal 50 Euro kosten.

Der Netatmo-Regenmesser
Der Netatmo-Regenmesser
Während die anderen App-Messfühler ganz klassisch Temperatur und Luftfeuchte melden, können die Netatmo-Module deutlich mehr: Sie messen die Luftqualität! Sowohl das Innen-, als auch das Aussenmodul sind in der Lage, den CO2-Anteil in PPM zu messen und bei erhöhten Werten zu warnen. Für Wetterfrösche unerlässlich ist der Regenmesser, der exakt ermittelt, wie viel Niederschlag pro Quadratmetern untergekommen ist. Und das Windmesser-Modul zeichnet – sofern es richtig angebracht ist – alle Luftbewegungen auf.

Der Netatmo-Windmesser
Der Netatmo-Windmesser
Dabei liegt die Betonung auf dem Wort „Aufzeichnung“. Alle Werte aller Module werden nämlich in die Netatmo-Wolke übertragen, aus der sich die App zieht, was der Anwender wissen will. Und weil die Messwerte in der Cloud gespeichert werden, eignen sich diese Wettergeräte für die Langzeitbeobachtung. Besser noch: Sobald eine gewisse Menge Daten gespeichert sind, ist die App in der Lage, überraschend treffende Wetterprognosen für die allernächste Umgebung abzugeben. Was mich dazu bringt, mir eine Netatmo-Wettermaschinerie mit allem Zipp und Zapp zum Geburtstag zu wünschen, sind nicht nur diese Features, sondern dass sich die App mit Alexa versteht – alle Werte können per Sprachbefehl an die Amazon-Assistentin abgefragt werden. Wenn das nicht die Zukunft der Heimdigitalisierung ist, was dann?

Comments

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3 Gedanken zu „Was zur Hölle… muss jetzt auch noch die Wetterstation digital sein?“

  1. Danke für den spannenden Bericht! Gibt es eigentlich auch die Möglichkleit mehr als ein Außenmodul anzuschließen? Jede normale Funk-Wetterstation setzt auf 1-X Außensender und einen zentralen Innensensor, nur Netatmo dreht das um…

    1. Kann man so nicht sagen: Bei Netatmo gibt es keinen „zentralen Innensensor“ – die Zentrale ist das Smartphone mit der App, und es können beliebig viele Innen- und Außensensoren angeschlossen werden.

    2. Insgesamt muss man auch sagen: der Markt der Wetterstationen ist ziemlich breit gefächert. Auch was Ausstattung und Preise betrifft. Also: einfach mal umschauen. Da findet eigentlich jeder was für seine Bedürfnisse ;-)

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