Alle Beiträge von Rainer Bartel

Kleine Weltgeschichte der Touch-Bedienung (1)

Aufmacherbild: (c) SRI International/Wikimedia Commons

Am Anfang war der Befehl. Und der Befehl war klar. Jedenfalls wenn er richtig eingetippt wurde. Denn die erste Benutzeroberfläche eines Computers bestand aus einer Befehlszeile, in die per Tastatur eine Anweisung eingegeben wurde. Davor gab es ja weder Benutzer, noch Oberfläche, sondern Männer und Frauen in weißen Kitteln, die den Computer mit Lochkarten oder Bändern fütterten. Eine Touch-Bedienung? Wer hätte das gebraucht. Damals. Die Idee eines persönlichen Computers aber brachte gleichzeitig das Konzept der Benutzeroberfläche als Mensch-Maschinen-Schnittstelle hervor: Der Mensch (Anwender, Benutzer, User…) sollte der Maschine (Computer, Rechner, Kiste…) mitteilen können, was die Kiste für den Anwender tun sollte. Und der Anfang davon war Science Fiction…. Kleine Weltgeschichte der Touch-Bedienung (1) weiterlesen

Was zur Hölle… Sind Handytickets sinnvoll?

Die Silbe „-los“ beherrscht ja schon lange die ganze digitale Welt. Vor gar nicht so langer Zeit träumte man vom papierlosen Büro, und mit dem Einzug des E-Commerce wollen alle das bargeldlose Bezahlen. Wenn es eine absolut alterstaugliche Anwendung gibt, in der sich die Träume verwirklichen, dann ist es das Handyticket. Bezahl wird online, und anstatt einen Fahrschein in der Hosentasche zu haben, findet sich auf dem Display des Smartphones ein grafischer Code, der als Ticket gilt. Kommt die Kontrolle, zeigt man einfach das Phone mit diesem Bild vor und ist fein raus. Was zur Hölle… Sind Handytickets sinnvoll? weiterlesen

Software-Saurier der Steinzeit (3): Datenbanken

Das absolute Bäh-Wort in den fröhlichen Zeiten der Homecomputer hieß: Datenverarbeitung. Wer wollte schon Daten verarbeiten? Die Kids am 64er, die hatten Peeks und Pokes, Sprites und Kommaachtkommaseins, die hatten mit Daten nichts am Hut. Die wollten daddeln und fummeln, was Eigenes erfinden. Kreativ sein. Die waren neugierig und kreativ. Die wollten nicht arbeiten, schon gar nicht mit Daten. Deshalb waren Datenbankprogramme so ziemlich das Uninteressanteste auf der Welt für die Jungs an den Commodores, Ataris, Tandys und wie sie alle hießen, die kleinen Computer. Dass dann eine merkwürdige Company namens Ashton-Tate im Jahr 1982 so etwas wie dBase II für CP/M auf den Markt brachte, riss folgerichtig niemanden vom Hocker. Und heute? Heute ist alles irgendwie Datenbank. Zwar wird der Begriff „Datenverarbeitung“ immer noch gern vermieden, weil er sich so beamtisch anhört, aber das Lagern von Daten zum Zwecke der Wiederauffindung bildet quasi die Basis für alles, was wir mit und rund um dieses Internet tun. Software-Saurier der Steinzeit (3): Datenbanken weiterlesen