Alle Beiträge von Rainer Bartel

Die Glotze ist tot. Es lebe das Streaming!

kinokinoMit viel Prominenz aus Film, Funk und Fernsehen beging der US-amerikanische Streaming-Dienst Netflix Mitte September 2014 seinen Deutschlandstart. Auch die Medien griffen dieses Ereignis auf und taten teilweise so, als sei es völlig neu, dass man sich Filme und Serien auf den Computer, das Tablet oder das Smart-TV streamen lassen könnte. Denn schon seit mehr als drei Jahren gibt es Anbieter, die dem linearen Fernsehen von gestern mit einer echten Alternative beikommen. Das Prinzip ist simpel: Im Web (oder einer entsprechenden) App sucht man sich aus, was man sehen möchte und bestellt den entsprechenden Film oder die gewünschte Serienfolge. Dann bezahlt man und kann sich das Wunschvideo anschauen. Das bieten in Deutschland u.a. Videoload (Angebot der Telekom), Maxdome, Watchever, Sky Snap, Amazon Instant Video (ehemals Lovefilms) und ungefähr acht speziellere Dienste (z.B. Alleskino). Während man aber z.B. bei Videoload immer nur einzelne Filme buchen kann, lassen sich Netflix, Maxdome, Watchever, Sky Snap und Prime Instant Video (Amazon) per Monats-Flatrate und im Abo nutzen.
Flatrate bedeutet hier: Wer eine solche Monatspauschale gebucht hat, kann in diesem Zeitraum so viele Filme anschauen wie er/sie will. Dies immer in Form eines Abos – Laufzeiten und Kündigungsfristen unterscheiden sich dabei genauso wie die Preise. Die Glotze ist tot. Es lebe das Streaming! weiterlesen

Hilfe! Meine Steckdose surft im Internet!

Eine intelligente Steckdose von Belkin - Haussteuerung für 50 Euro
Eine intelligente Steckdose von Belkin – Haussteuerung für 50 Euro
Mein Onkel Harald war das, was man heute einen Technik-Freak nennen würde. Weil wir über die späten Fünfziger- und frühen Sechzigerjahre reden und er keinen Führerschein hatte, konnte er diese Leidenschaft nur an einer langen Reihe von immer neuen Fernsehapparaten abarbeiten. Ja, Onkel Harald, kaufte jedes Jahr einen neuen Fernseher – und sein Bruder, mein Vater, bekam die abgelegten Kisten. Weil Onkel Harald zudem leicht gehbehindert war, musste es natürlich sofort eine Fernbedienung sein als es die gab. Die erste ihrer Art bestand aus einem zigarettenschachtelgroßen Kasten mit vier Knöpfen und einem Drehschalter und war mit einem rund zwei Meter langen Kabel mit der Glotze verbunden. So konnte Onkel Harald die Kiste an- und ausschalten, die Lautstärke verändern und zwischen den damals noch gar nicht vorhandenen Programmen hin und her schalten. Denn das Zweite Deutsche Fernsehen startet ja erst 1963 – da hatte der Onkel längst eine drahtlose Fernbedienung. Hilfe! Meine Steckdose surft im Internet! weiterlesen

Mein erstes Handy – Ericsson GH 172

Eine Inkunable der Mobiltelefoniererei: Ericsson GH 172 von 1992
Eine Inkunable der Mobiltelefoniererei: Ericsson GH 172 von 1992

Dieser Tage jährt sich das Datum, an dem Mannesmann die Lizenz für das D2-Netz bekam, zum fünfundzwanzigsten Mal – ein wahrlich historisches Ereignis, denn es verhalf dem digitalen Mobiltelefonieren in Deutschland zum Durchbruch. Allerdings erst drei Jahre später, wie der allererste Kunde in diesem Artikel der RP-Online in einer Anekdote erwähnt. Mannesmann wurde bekanntlich von einem Top-Manager für ein Linsengericht verkauft, sodass bis heute Vodafone hierzulande für das D-Netz steht. Der Verfasser dieses Beitrags war eher zufällig in unmittelbarer Nähe dieser Ereignisse, denn zwischen 1992 und 1994 kooperierte er mit der Düsseldorfer Werbeagentur “Company Pro” (die heute “Cadvertising” heißt). Und genau dort wurden die Karten verfertigt, die zeigten, wo das D-Netz bereits hinstrahlte; sowie natürlich der ganze Grafikkram, den das neue Produkt erforderte. Mein erstes Handy – Ericsson GH 172 weiterlesen