Eigentlich wollten wir nur testen, ob eine Liveschalte ins Oldenburger Computermuseum technisch funktioniert. Ob das Bild stabil bleibt. Ob der Ton passt. Ob man überhaupt vernünftig reden kann, wenn Thiemo mit dem Telefon durch die künftigen Ausstellungsräume für den großen Event und die Sonderausstellung „50 Jahre Apple“ läuft. Spoiler: Es hat funktioniert – und aus dem Test wurde eine komplette Sendung.
Der Grund: Was Thiemo uns dabei gezeigt hat, war einfach zu gut, um es nicht zu veröffentlichen. Denn es gibt einen erstaunlichen Blick hinter die Kulissen des Museums und was viele helfende Hände von freiwilligen und ehrenamtlichen Menschen in so einem Computermuseum auf die Beine stellen können. Hier der kurze Artikel mit den wichtigsten Infos und Dingen die da kommen werden. Am Ende könnt Ihr Euch auch das „Live-Video“ ansehen, das eigentlich nur ein Techniktest werden sollte. Ungeschminkt ;-) Inklusive absaufendem Handy-Akku und abgebrochener Schalte. Aber das meiste war schon „im Kasten“ ;-)
50 Jahre Apple – und das OCM baut dafür eine Zeitreise
Das Oldenburger Computermuseum plant eine große Sonderschau zum 50. Geburtstag von Apple. Und während wir zugeschaltet sind, läuft der Aufbau auf Hochtouren. Thiemo führt uns durch Räume, in denen noch Klebestreifen auf dem Boden die künftigen Stationen markieren. Stationen meint zum Teil aufwändige Bauten, um den Besuchern ab April für ein halbes Jahr eine wie wir finden unglaubliche Zeitreise zu ermöglichen. Und auch wenn vieles noch nicht im Bau ist – trotzdem kann man bereits erahnen, was hier entsteht.

Die Zeitreise beginnt 1976 mit einer nachgebauten Apple-Garage, bei den Eltern von Steve Jobs, dem Ausgangspunkt von allem. Dann geht es weiter zur West Coast Computer Faire 1977, wo Apple den Apple II der Welt vorstellte. Und dann kommt das Herzstück der Ausstellung: ein begehbarer Macintosh im Maßstab 14 zu 1. Fünf Meter hoch, mit einem Macintosh-Mainboard als bedruckter PVC-Folie auf dem Boden. Man läuft also buchstäblich durch die Platine des Originals. Auf der Rückseite sollen – wie beim echten Mac von 1984 – die Unterschriften des Entwicklerteams zu sehen sein. Als Relief herausgearbeitet und mit Licht von unten angestrahlt, damit die schön plastisch wirken.

Wer den Macintosh durchquert, landet im Schaudepot, wo Geräte aus den Jahren 1985 bis 1987 klassisch museal ausgestellt sind. Und wer noch nicht kapiert hat, dass er gerade durch einen riesigen beigen Computer gelaufen ist – der versteht es spätestens, wenn er ihn von dieser Frontseite von außen sieht. Denn reingelaufen ist man von der Seite… Clever gedacht, finden wir.
Apple Talks, ein kleines Kino und prominente Gäste
Die Ausstellung läuft ab April 2026 ein halbes Jahr. Alle 14 Tage gibt es sogenannte Apple Talks: Themenabende mit wechselnden Gästen – ehemaligen Apple-Mitarbeitern, Sammlern, Experten. Für die Eröffnung hat Thiemo bereits Charlotte Erdmann gewonnen, Autorin der wenigen deutschen Bücher über Apple und exzellente Kennerin der Geschichte.

Den Abschluss bildet ein kleines Kino mit zehn Plätzen. Dort sollen Steve-Jobs-Keynotes gezeigt werden – für eine Generation, die Jobs nie live erlebt hat. Und auch NeXT und Pixar bekommen ihren Platz, in sogenannten Vertiefungsräumen abseits der Hauptachse. „Ich lief immer wieder Gefahr eine Steve Jobs Ausstellung zu konzipieren.“, erzählt Thiemo. Es war schwer für ihn – auch als Apple Fan – das nicht zu machen. Aber: Es er hat es geschafft, indem er eben bestimmte Nebenstränge der Geschichte hier auslagerte. Für die, die es interessiert ist also was da. Alle anderen können sich auf Apple konzentrieren.
Es gibt noch viel mehr zu erzählen: Einen Apple-Store Nachbau, die Idee den alten Apple I im Museum wieder zum laufen zu bringen und so weiter… Aber am besten Ihr guckt Euch das Video an. Und wir wollen nächste Woche nochmal ins Museum schalten und sehen wo das Team dann steht und was man dann schon sehen kann. Also am besten unseren Youtube Kanal besuchen, abonnieren und reinschauen… Das lohnt sich auch noch aus einem anderen Grund. Im April oder Mai werden wir aus dem Museum senden…
Wir kommen vorbei
Ich habe während der Schalte einfach nur mit offenem Mund gestaunt, was man dort alles auf die Beine stellt. Wahnsinn. Und das is keine Übertreibung. Was das Team dort hinstellt, ist beeindruckend – und eindeutig mit viel Herzblut gemacht.
Auch darum werden wir auf jeden Fall hinfahren. Im Rahmen der DigitSaurierOnTour Idee, die dieses Jahr im Mittelpunkt unserer Aktivitäten steht. Ende April oder Anfang Mai, planen wir einen Besuch – und wollen von dort aus eine Sendung produzieren. Sobald der Termin feststeht, geben wir Bescheid. Und wer dann auch in Oldenburg ist: vielleicht sieht man sich.
Oldenburger Computermuseum: computermuseum-oldenburg.de