Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (4): Roh oder entwickelt – die Dateiformate

Wenn Fotoprofis die RAW-Daten aus ihrer Kamera mit einem geeigneten Programm bearbeiten und dann als TIFF– oder JPEG-Datei speichern, sprechen sie gern davon, dass sie das Bild „entwickelt“ haben. Der Begriff stammt aus der analogen Fotografie. Da fällt das Licht bekanntlich durch das Objektiv auf einen mit einer lichtempfindlichen Substanz beschichteten Film und löst dort eine chemische Reaktion aus. Diese erzeugt das negative Abbild des Motivs. Aber: Die Negative auf dem Film müssen vor der Weiterverarbeitung entwickelt werden; d.h. die aufgezeichneten Bilder müssen chemisch so behandelt werden, dass erneuter Lichteinfall nichts mehr verändert. Erst von einem entwickelten Film können sogenannte Abzüge gemacht werden, also positive Bilder, die dem aufgenommenen Motiv entsprechen. Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (4): Roh oder entwickelt – die Dateiformate weiterlesen

Computerhelden (25): Andreas von Bechtolsheim, Bastler und Unternehmer

Nur zweimal bin ich Andreas von Bechtolsheim begegnet, und nur einmal habe ich mit ihm gesprochen. Es dürfte auf der CeBIT 1987 gewesen sein, kaum ein Jahr nach dem enorm erfolgreichen Börsengang seiner Firma Sun Microsystems. Schon als ich ihm gegenüberstand, war klar: Der ist eine Nummer zu groß für den kleinen Redakteur einer kleinen Computerzeitschrift aus dem kleinen Deutschland. Ein Interview sollte es werden, aber mir fiel keine schlaue Frage ein. Der Ändy, wie ihn nicht nur seine Freunde nennen (sollen), spulte ein paar Visionen ab und sagte: „That’s it. Noch Fragen?“ Als ich stumm blieb, reichte er mir die Hand und sagte zum Abschied einfach „See you“. Freundlich war er, aber auch ungeduldig. Und vermutlich war die Begegnung nur eine winzige Störung in seiner unternehmerischen Tour über die Messe. Computerhelden (25): Andreas von Bechtolsheim, Bastler und Unternehmer weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (3): Vom Fotografierkästchen zur DSLR – die Formatfaktoren

War die Sony Mavica noch als Fotoapparat erkennbar, scheinen einige Anbieter in den Neunzigerjahren nicht so recht gewusst haben, wie denn eine digitale Kamera aussehen soll. Da kamen Dinger raus wie Apples Quicktake oder die Chinon ES-3000 (beide von 1995), die eher Fotografierkästchen waren. Das waren die Geräte für den „Massenmarkt“, also für uns Endverbraucher:innen. Kameras, die auf Profis zielten, sahen dagegen genau aus wie ihre analogen Vorbilder. Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (3): Vom Fotografierkästchen zur DSLR – die Formatfaktoren weiterlesen

Die Zukunft betrachtet mit dem Wissen der Vergangenheit. Die Vergangenheit betrachtet mit dem Blick auf die Zukunft.