Kaufen oder nicht kaufen? Das ist hier die Frage. Christian trifft C64-Sammler Jürgen „Weasel“ Brunner und spricht über den ersten „offiziellen“ Commodore 64 seit über 30 Jahren. Skeptisch – ist das Gerät wirklich das Geld wert? Wie ausgereift ist es – zwischen der Übernahme der Marke Commodore im Frühjahr und der Auslieferung dieses C64 Ultimate vergingen ja nur ein paar Monate. Aber andererseits: Einige Gründe und warum dieser C64 verdammt gut werden könnte. Eben ziemlich ultimativ gut.
Es gibt Momente im Leben eines IT-Veteranen, da steht man vor Entscheidungen wie früher als Schüler und befragt ein Gänseblümchen: Sie liebt mich, sie liebt mich nicht. Kaufen, nicht kaufen. In meinem Fall geht es um den neuen Commodore 64 Ultimate – das erste offizielle Commodore-Gerät seit mehr als drei Jahrzehnten. Drei Editionen, Preise zwischen 300 und 500 Euro, und eine Frage, die mir keine Ruhe lässt: Hat das Ding Kinderkrankheiten, oder ist es ready to go? Ist es seinen Preis wert? Ist in der kurzen Zeit seit die Marke Commodore übernommen wurde überhaupt die Entwicklung eines guten, neuen Retro Computers möglich?

Spoiler vorne weg: Wäre er komplett neu, dann sicher nicht. Aber das Ding ist brandneu und doch auch wieder nicht. Aber lasst uns erzählen.
Unser Teilzeit-Digisaurier und C64 Experte: Jürgen „Weasel“ Brunner
Um Antworten zu finden, habe ich mir Verstärkung geholt: Jürgen „Weasel“ Brunner. Seinen ersten C64 bekam er im zarten Teenageralter – und dann hat er irgendwie nicht mehr damit aufhören können. Noch einer und noch einer. Heute besitzt Jürgen eine beachtliche Sammlung, kennt die Szene wie seine Westentasche und hat seit Weihnachten 2025 einen Commodore 64 Ultimate zu Hause stehen. Und zwar in der Starlight Edition. Mehr zu den Versionen später noch.

Wir Jürgen an den C64 geriet? „Ich bin in der Schule damit in Berührung gekommen“, erklärt er. „Schulkameraden hatten so ein Gerät. Ich bin dann immer zu Freunden gefahren und dann haben wir verschiedene Spiele gespielt.“ Und auch erste Programme probiert. Das Ergebnis? Instant love. „Ich fand das immer unglaublich als Schüler: ich habe jetzt einen Computer programmiert… Irre!“ Die Faszination, die in diesem Satz mitschwingt, kennen wir bestimmt alle noch. Selbst wenn wir nur den Dreizeiler mit
10 Print „Hallo“
20 Goto 10
geschrieben haben um dafür zu sorgen, dass der 64iger permanent „Hallo“ auf den Bildschirm schrieb…
Das alles kenne ich. Diese klassische Erfahrung: Ich habe keinen eigenen Rechner, aber ein Kumpel hat einen. Oder im Kaufhaus steht einer an dem man rumprobierte. So fing es bei vielen von uns an. Aber bei Jürgen gab es eine Art Zwischen-Moment wo er – aus heutiger Sicht – sozusagen Fremd ging ;-)
Der Texas Instruments und das erste Listing
Es gab also noch eine Erfahrung vor dem 64iger. „Ein sehr guter Freund von mir, ein Nachbar, hat sich einen Texas Instruments Rechner ausgeliehen“, erinnert er sich.
„TI-99?“, hake ich nach. „Genau, die TI-99. So ein Kasten mit Tastatur, eigentlich ohne Laufwerk. Da war auch sonst nichts dabei.“

Sündhaft teuer, diese Dinger. Aber das war Jürgen damals noch nicht bewusst, denn der Rechner war ja nur ausgeliehen. „Mein Freund hat sich den selber von einem Freund ausgeliehen und hat ihn mir dann vorbeigebracht. Wir haben uns am Fernseher hingesetzt, das Ganze angesteckt und haben aus der beiliegenden Anleitung ein kleines Spiel abgetippt.“
Ein BASIC-Spiel. Ein Zahlenratespiel. „Das Listing war eigentlich für uns gefühlt recht lang, aber wenn du das erste Mal vor so einer Tastatur sitzt…“ Jürgen und sein Freund saßen im Schlafzimmer von Jürgens Eltern, weil das der einzige Fernseher war, an den man so etwas anschließen konnte, ohne Ärger zu provozieren, weil jemand anders im Haushalt fernsehen wollte. Übrigens in einer Zeit wo es primär nur zwei Programme gab ;-)
Apropos Zwei: „Wir haben dann mit einem Zwei-Finger-System diese BASIC-Sachen da rein gehackt – also abgetippt.“ erinnert sich Jürgen. „Dieses kleine Programm Zeile für Zeile da hineingeschrieben. Und dann dieser Moment – das erste Mal fertig getippt zu haben und quasi zu sehen, dass da was funktioniert. Dass plötzlich ein Programm startet und ein Spiel startet, was man selber abgetippt hat. Da hat es bei mir Klick gemacht.“
Listings – Fluch und Segen einer ganzen Generation
An dieser Stelle schaltet sich der digitale Hannes ein, um mal kurz zu erklären, was Listings überhaupt waren:
„Wer kennt das noch? Die guten alten Listings. Für alle, die zu jung dafür sind und für alle, die das Wort verdrängt haben: Listings, das waren seitenweise Programmcode in Computerzeitschriften. Und wenn du in den 80er Jahren ein neues Spiel oder Tool für deinen C64 wolltest, gab es oft nur einen Weg: abtippen. Zeile für Zeile, stundenlang.“
Das hieß Zeitschrift aufschlagen, C64 anwerfen und lostippen. POKE, PEEK, DATA. Manchmal Hunderte Zeilen voller kryptischer Befehle und Werte.

Ein einziger Tippfehler? Syntax Error. Und dann durfte man suchen, manchmal tagelang.
Man kann es so zusammenfassen: Der zentrale Punkt der Listings war sicherlich auch, dass es ein legaler Weg war Programme (unter anderem Spiele) zu bekommen, die man eben abtippen musste. Das Angebot die Listings auf Diskette oder Kassette zu bekommen, was im Lauf der Zeit die Zeitschriften als Service zusätzlich verkauften scheiterte meist an den Finanzen ;-)
„Aber wenn das Programm dann endlich lief“, so Hannes, „dieses Gefühl – das war besser als Weihnachten. Listings waren Fluch und Segen zugleich. Nervig wie die Hölle, aber auch der Einstieg in die Programmierung für eine ganze Generation.“
„Und ihr habt keinen Fehler beim Abtippen gemacht?“, frage ich Jürgen etwas ungläubig.
„Das doch bestimmt“, gibt er lachend zu. „Das waren so ein, zwei kleine Fehler. Da hat man dann noch mal reingeschaut, manchmal kam natürlich vielleicht eine Error-Meldung. Aber es waren Kleinigkeiten. Und dann hat es funktioniert. Und dieser Moment – das war für mich so: Ich habe jetzt einen Computer programmiert!“

Wir diskutieren in unserer Sendung (die ihr übrigens auf unserem Youtube-Kanal in voller Länge sehen könnt) noch ein wenig die Erfahrungen die Hannes und ich so mit Listings machten und kommen dabei auch auf das Thema der „Sicherheitskopien“, die oft privat getauscht wurden. Und auf die legendären Intros. All das könnt ihr im Video oder Podcast nachhören oder sehen. Denn wir wollen jetzt zu unserem Hauptthema kommen. Den C64 Ultimate und wie gut er ist.
Die drei Editionen des Commodore 64 Ultimate
Jürgen hat sich sehr früh einen besorgt der zu Weihnachten geliefert wurde. Und er schwärmt von den Lichtern im Inneren und den Optionen die er damit sieht…
„Daraus entnehmen wir schon, dass du die zweite Variante hast“, sage ich, denn das kann der Ultimate erst ab der transparenten Starlight Edition. Welche Unterschiede gibt es insgesamt zwischen den drei Geräte-Varianten?
BASIC Beige Edition (ab ca. 300 Euro)
„Die BASIC Edition ist die typische Brotkasten-Version des C64, wie sie jeder von uns kennt und wie wir sie von damals gewohnt waren“, erklärt Jürgen. „Das ist Absicht, dass man damit angefangen hat, dass man einfach klassisch mit dem gleichen Design anfängt, so wie der 64er damals ausgeschaut hat. Nicht nur die Form, sondern auch die Farben.“
Starlight Edition (ab ca. 350 Euro)
„Die Starlight Edition ist eine Variante mit transparentem Gehäuse“, fährt Jürgen fort. „So wie heutzutage ja solche Sachen immer mehr sind – PCs haben bunte Lüfter drin oder irgendwelche Bauteile leuchten in bunten Farben. Das ist so ein bisschen die Anlehnung daran, und es sieht natürlich auch brutal schön aus. Auch die Tastatur von der Starlight Edition, die ich habe, ist transparent mit transparenten, farbigen Tasten, sodass die LEDs durchleuchten können. Wenn es einen stört, kann man das natürlich auch ausschalten. Aber es sieht dann echt schön aus, muss man sagen.“ Nur sind dann leider auch die Tasten etwas schwerer zu erkennen. Das muss jeder für sich selber ausprobieren, denke ich so für mich, als ich die Bilder sehe.

Founders Edition (ab ca. 450 Euro)
„Und dann die Founders Edition“, übernehme ich. „Die ist auch in Anlehnung an den damaligen goldenen C64 designed, den es früher gab, oder??“
„Genau“, bestätigt Jürgen. „Um den millionsten Verkauf des C64 zu feiern, hat Commodore damals eine goldene C64-Edition rausgebracht. Das war ein goldenes Gehäuse mit goldener Tastatur. Es war vergoldet – also mit Goldfarbe, nicht mit echtem Gold.“
Hier schaltet sich Hannes kurz ein, um das korrekt zu erklären: „Der goldene C64 von 1986 war nicht wirklich mit echtem Gold überzogen, sondern sein Gehäuse wurde mit einer goldfarbenen Lackierung versehen und auf eine Acrylplatte montiert, um den millionsten in Deutschland verkauften C64 zu feiern. Es gab viele Fälschungen, bei denen nur Goldfarbe aufgetragen wurde. Die echte goldene Edition hatte ein goldfarbenes Gehäuse – innen und außen in einer speziellen Lackierung –, eine weiße Tastatur, graue Funktionstasten und eine individuelle Seriennummer auf dem Typenschild.“

„Die Founders Edition ist auch ein goldenes Gehäuse“, erklärt Jürgen weiter. „Ein transparentes Gehäuse, so leicht bräunlich. Durch die LEDs kann man es dann in Gold beleuchten. Es hat auch eine vergoldete Tastatur – allerdings auch nur Farbe, kein echtes Gold. Aber es sieht fürs Regal super schön aus und unterstützt das gesamte Projekt dieses Relaunches von Commodore. Und es ist auch limitiert.“ Jürgen hat sich übrigens auch so einen bestellt.
„Wie unterscheiden sich die Preise?“, frage ich.
„Die BASIC Edition liegt bei rund 300 Euro, die Starlight Edition bei 350 und die Founders Edition zwischen 400 und 450 Euro.“
„Man kann also sagen: Die BASIC ist so ein bisschen für Leute, die sagen: Ich will einfach nur damit spielen, ich will diese alten Zeiten wiederhaben“, fasse ich zusammen. „Die Starlight schon für diejenigen, die sagen: Ich will schon auch, dass die Leute sehen, dass ich dieses spezielle Gerät habe. Und die Founders ist eigentlich mehr fürs Regal?“
„Man kann sie benutzen, es ist ein vollwertiger 64er“, stellt Jürgen klar. „Ich werde meine allerdings nicht benutzen. Ich werde sie mir wirklich ins Regal stellen, zum Anschauen und manchmal einfach einschalten und gucken….“ An seinem Lächeln sieht man, wie sehr er sich schon auf diese Momente freut.
Von Gideon zum Commodore 64 Ultimate
Aber warum – um den Punkt vom Anfang dieses Artikels aufzugreifen – ist der Ultimate zwar ein brandneuer C64 – aber dennoch eigentlich ein bewährter „aktueller“ 64iger bei dem man kaum Kinderkrankheiten befürchten muss? Das hat mit der Geschichte des Rechners zu tun. Darum wollen wir jetzt erzählen: wie kam es überhaupt zu diesem Gerät? Die Geschichte ist spannender, als man denkt. Sie beginnt mit einem Mann namens Gideon Zweijtzer.
„Gideon hatte schon vorher das 1541 Ultimate Modul gemacht“, erklärt Jürgen. „Die alte 64iger Floppy?“ frage ich erstaunt. „Genau – er baute eine Cartridge-Lösung, die Diskettenlaufwerke nachbildete.“ Damit konnte man Disketten-Images erzeugen und dann in den 64iger laden. „Es war wohl erstmal eine Art öffentliches Hobby Projekt, dass die Community faszinierte und finanzierte.“ Gideon hat dann über seine Webseite sozusagen Crowdfunding betrieben, Bestellungen eingesammelt und immer wieder in Kleinserien produziert. „Und nachdem das Ding so prima funktionierte entstand ein ganz anderer Bedarf: “ Irgendwann kam die Idee: Warum machen wir nicht gleich den kompletten C64?“

Das Ergebnis war der Ultimate 64 – ein FPGA-basiertes Board, das den kompletten Commodore 64 nachbildet. Aber eben nicht als Emulator, sondern als besondere Art der Hardware-Implementierung.
Das Zauberwort – besser als Emulatoren und flexibel wie Software: FPGA
„Was ist ein FPGA?“, frage ich nach. Klingt eher nach einem Formular für irgendwas. Aber in der Langform steht das für „Field Programmable Gate Array“ – auf deutsch in etwa übersetzt mit „feldprogrammierbares Gatter-Array“. Ich gebe es ehrlich zu: Nach dem ich diese Definition gehört habe, hat mich das auch nicht wirklich weitergebracht. Zum Glück gibt es Jürgen ;-)
„FPGA ist ein programmierbarer Chip“, erklärt er mir. „Man kann quasi in Hardware nachbilden, wie die originalen Chips des C64 funktioniert haben. Das heißt, es ist keine Software-Emulation, wo ein Programm versucht, das Verhalten nachzuahmen. Sondern die Logik der originalen Chips wird direkt in Hardware nachgebaut. Deswegen ist die Kompatibilität auch so wahnsinnig hoch – über 99 Prozent.“ Und nur nebenbei: Das 1541U war ebenfalls natürlich bereits auch schon ein FPGA-basiertes Projekt.

Der Ultimate 64 von Gideon gibt es schon seit Jahren. Die Community schwört darauf. Man konnte die Platine kaufen und in ein altes C64-Gehäuse einbauen. Mit allen Original-Anschlüssen, plus HDMI, USB, Ethernet, WiFi.
Allerdings: Es war auch immer Fleißarbeit, wenn man ein solches Gerät haben wollte: „Fans mussten sich immer alle Einzelteile für den Bau eines kompletten Ultimate64 dann selbst zusammensuchen und selbst bauen, um einen kompletten „neuen alten C64“ mit Gehäuse, Keyboard etc. zu erhalten. Egal, ob sie dies durch andere zum Beispiel Kickstarterprojekte für z.B. neue Brotkasten-Cases dann erreichten oder alte gebrauchte 64er über ebay kauften und das alte Mainboard gegen das U64 ersetzten.
„Aber dann kam Christian ‚Perifractic‘ Simpson ins Spiel“, fahre ich fort, denn über diese Geschichte (und meine persönliche Skepsis dabei) hatte ich auch hier beim Digisaurier als Video und als Artikel schon berichtet.
Der YouTuber, der Commodore kaufte
Christian Simpson betreibt den erfolgreichen YouTube-Kanal „Retro Recipes“. Im November 2024 wollte er eigentlich nur eine Lizenz von Commodore BV bekommen, um Community-Projekte machen zu können.
Die Antwort? „Wir verkaufen Ihnen lieber gleich die ganze Firma.“
Für einen niedrigen siebenstelligen Betrag – irgendwo zwischen 1 und 5 Millionen Dollar – übernahm Simpson im Juni 2025 alle 47 Original-Warenzeichen von Commodore. „Aber er hat das nicht einfach gemacht – er hat vorher via Video auch die Community gefragt, ob er das tun soll…“ erinnere ich mich.
„Genau. Die war zum grötßten Teil sehr angetan von der Idee. Und er fing an das Projekt umzusetzen. Und er hat sich wirklich die besten Leute geholt, die es auf dem Markt zum Thema gibt“, sagt Jürgen anerkennend. „Bill Herd, der den C128 designed hat. Albert Charpentier, der Co-Designer der VIC-Chips, oft als ‚Vater des C64‘ bezeichnet. Michael Tomczyk, der mit Jack Tramiel zusammengearbeitet hat. David Pleasance von Commodore UK. Und natürlich Gideon selbst.“ Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Die Idee: Ein offizieller Commodore 64, basierend auf Gideons bewährtem Ultimate 64 Elite-II Board. Nur eben komplett fertig, mit Gehäuse, Tastatur, Netzteil, Handbuch – ready to go.
Kinderkrankheiten? Fehlanzeige!
Und damit kommen wir zur alles entscheidenden Frage: Hat das Gerät Kinderkrankheiten?
„Nein“, sagt Jürgen ohne zu zögern. „Das ist ja der Punkt: Das ist keine komplett neue Entwicklung. Der Ultimate 64 von Gideon gibt es schon seit Jahren. Die Platine ist erprobt. Die Community schwört darauf. Es ist ein ausgereiftes, bewährtes System.“

Das ist tatsächlich der geniale Schachzug: Commodore hat nicht versucht, das Rad neu zu erfinden. Sie haben die beste verfügbare Lösung genommen – den Ultimate 64 Elite-II – und daraus ein fertiges Produkt gemacht.
„Wenn du dir selber einen Ultimate 64 zusammenbauen würdest, dann würdest du oder müsstest du auf jeden Fall sehr viel mehr Geld zahlen als jetzt“, rechnet Jürgen vor. „Allein – nur als Beispiel – die letzte Platine von Gideon hat 250 Euro gekostet. Nur die Platine, ohne Tastatur, ohne Gehäuse, ohne alles. Jetzt kostet die BASIC Edition 300 Euro, also gerade mal 50 Euro mehr, und es ist alles drin.“ Durch die größeren Stückzahlen kann einfach günstiger produziert werden.
Übrigens: Im Video erzählt Jürgen noch die unglaubliche Geschichte der Tastatur des C64 Ultimate. Ihr denkt, was soll man da erzählen? Lasst euch überraschen. Hochtechnisch mit Laser vermessen und hoch spannend was sich da ein Fan alles „angetan“ hat um die beste Lösung zu bauen. Die eben jetzt auch im Ultimate drinnen ist.

Die Weihnachts-Story – wenn eine Firma Herz zeigt
Eine Geschichte muss ich noch erzählen, weil sie zeigt, mit wie viel Herzblut Commodore an die Sache rangeht.
Die Produktion hat im Herbst 2025 angefangen. Weihnachten stand vor der Tür. Commodore hatte grundsätzlich gesagt: Wir wollen die neuen Geräte rausbringen, und wir wollen versuchen, dass es zu Weihnachten funktioniert.
Es wurde relativ knapp vom Zeitplan her. Es gab Vorbestellungs-Möglichkeiten, und manche Leute hatten mehrere Geräte bestellt – eine BASIC und eine Starlight, oder alle drei.
„Commodore hat dann gesagt: Okay Leute, ihr habt alle vorbestellt, wir respektieren natürlich die Vorbestellungen“, erzählt Jürgen. „Die Produktion läuft auf Hochtouren für die BASIC Edition und die Starlight Edition. Aber wir wollen, dass möglichst viele Leute von der gesamten Userschaft, die bestellt haben, die Möglichkeit haben, zu Weihnachten ein Gerät unterm Weihnachtsbaum zu haben.“
Die Lösung? Wer zwei oder drei Geräte bestellt hatte, bekam auf jeden Fall eins aus seiner Bestellung zu Weihnachten. Die anderen wurden nachträglich verschickt, wenn wieder Geräte zur Verfügung standen.

„Commodore wollte möglichst breit ausliefern, an möglichst unterschiedliche Leute, damit möglichst viele dieses Feeling wieder erleben können – wie vor 40 Jahren, als ein 64er unterm Weihnachtsbaum lag.“ Und die zusätzlichen Versandkosten? „Sie haben gesagt: Für euch entsteht kein weiterer Kostenpunkt. Die zusätzlichen Versandkosten übernehmen wir.“ „Das rechne ich Commodore wirklich hoch an“, sagt Jürgen. „Sie haben das transparent kommuniziert, haben gesagt: Die Leute nehmen es uns nicht übel, aber wir wollen möglichst viele Leute beliefern.“
Die Founders Edition – goldene Probleme, goldene Lösungen
Apropos Auslieferung: Die Founders Edition wird noch nicht ausgeliefert. „Die hatte ja sowieso ein Problem mit der Lieferung“, sage ich. „Die gibt es noch gar nicht, oder?“
„Noch nicht“, bestätigt Jürgen. „Aber die Kommunikation ist wirklich sehr gut, alles ist transparent. Es gab – ist inzwischen gelöst, laut dem letzten Newsletter – Probleme mit der Färbung der Gehäuseteile in diesem Gold gab. Die Farbe ist wohl abgeblättert in den ersten Versuchen. Jetzt haben sie eine Lösung gefunden, das stabil zu produzieren. Deswegen hat sich diese Produktion ganz hinten eingereiht, weil Commodore zwar auch davon ausgeht, dass die Founders Edition keine Edition ist, die tagtäglich benutzt wird. Aber sicher stellen will, dass man sie benutzen kann.“
Deswegen lag der Fokus auf der BASIC und der Starlight Edition – das sind die ersten Geräte, die ausgeliefert werden. „Die Founders Edition ist ja auch sehr begrenzt“, sage ich.
„Ich habe 5.000 Stück gehört.“ sagt Jürgen. Ein Zuschauer im Youtube Kanal weist uns darauf hin, dass es 6.400 Stück sind. Passt, oder? ;-)

Wie es weiter geht mit dieser Serie? Unboxing im Detail!
Meine Waagschale einen neuen 64iger zu kaufen – dass kann ich jetzt schon sagen – neigt eindeutig in Richtung ja. Darum Vielen Dank an dieser Stelle für den Weg, den Jürgen uns beschrieben hat, für das Wissen, das er uns vermittelt hat. Und wir verabreden uns gleich für die Fortsetzung dieses Talks. Da geht es um das Unboxing und darauf, was alles im Karton war und was Jürgen dort für sich festgestellt hat. Und was seine 10jährige Tochter überraschendes machte, als sie den neuen 64iger in Aktion sah…
Und hier findet ihr übrigens das ausführliche Video auf unserem Youtube Kanal.
Und hier geht es zu unserem Podcast – da sind die aktuellen Folgen auch verfügbar…