Alle Beiträge von Rainer Bartel

Praxis: So funktioniert die eigene Familien-Cloud

Was eine Cloud ist, wissen heute die meisten Internet-User und nutzen meist mehrere davon – oft ohne es überhaupt zu wissen. Das gilt für Apples iCloud, das allfällige Google-Konto und diverse Dienste im Web. Dass man aber eine private Familien-Cloud über ein NAS einrichten kann, ist weniger bekannt. Hat man eine solche Datenwolke eingerichtet, können alle Familienmitglieder von überall aus auf alle Familiendaten zugreifen, die zudem automatisch synchronisiert werden – eine feine Lösung, um allen Familienmitgliedern Fotos, Videos und Dokumente zur Verfügung zu stellen. Wenn man das NAS dazu bringt, dies Daten auch über das Internet anzubieten, hat man eine Familien-Cloud. Und dann können Mutti, Papa und die Kinder Bilder, Filme oder Dokumente auch dann genießen und nutzen, wenn sie nicht zuhause sind. Eine solche NAS-Cloud einzurichten, ist gar nicht schwer. Praxis: So funktioniert die eigene Familien-Cloud weiterlesen

Computerhelden (6) – Peter Norton, das Gesicht der Utilities

Wenn es ein Gesicht gibt, dass für eine ganze Ära der Computerei rund um den PC gibt, dann ist es das von Peter Norton. Leider bin ich ihm nie persönlich begegnet. Nur einmal während der Comedex 1987 huschte er an mir vorbei – zu schnell, um ihn aufzuhalten und um ein Interview zu bitten. Dabei war damals beinahe der interessanteste aller Promis der Szene- Interessanter als Bill Gates und Steve Jobs allemal, denn im Vergleich zu Peter Norton waren die so langweilig wie die Mehrzahl der Nerds, die zu Business-Männern geworden waren. Norton war dagegen weltoffen, gebildet, beinahe intellektuell, den Künsten zugetan und mit einer Afroamerikanerin verheiratet. Ich hätte ihn so gern so viel gefragt. Aber so ubiquitär sein Porträt damals und bis heute war und ist, so selten trat Peter Norton öffentlich auf. Computerhelden (6) – Peter Norton, das Gesicht der Utilities weiterlesen

Praxis: Alexa macht das Home smart

Die frühen Adoptierer, die sich schon im Winter ein Amazon Echo gekauft haben, um mit Alexa eine persönliche Assistentin zu haben, sind reihenweise frustriert. Genauer: Sie fragen sich, zu was das System eigentlich gut ist, außer sich Musik nach Maß zu wünschen. Denn das Abfragen von Nachrichten und Wetter oder das Anlegen von Einkaufslisten per Spracheingabe ist nicht wirklich das Gelbe vom künstlichen Intelligenz-Ei. Und so schweigen sich viele User und Alexa schon seit Wochen gegenseitig an. Dabei lässt sich die junge Dame mit einem zweiten Gerät und ein bisschen Arbeit zur Herrscherin über alle Smarthome-Elemente im Haus und über JEDES Gerät machen, zu dem es eine handelsübliche Fernbedienung gibt. Der Schlüssel dazu heißt Broadlink RM Pro (Link leider nicht mehr vorhanden). Praxis: Alexa macht das Home smart weiterlesen

Praxis: Die Wikipedia richtig nutzen

Nicht ohne Grund keimt immer wieder die Meinung auf, die lexikalischen Fakten der Wikipedia seien mit Vorsicht zu genießen. Unbeeindruckt davon klicken oder tippen Hinz und Kunz nach einer Suche gern auf den Link zur Mitmach-Enzyklopädie und nehmen das dort Gelesene für bare Münze. Bei – um es mal so auszudrücken – „altem“ Wissen, das sich schon seit Jahrhunderten durch die Lexika schleppt, ist das auch ungefährlich. Will man aber etwas wissen, was sich in den vergangenen zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren ereignet hat, wird’s kritisch. Ganz besonders übrigens seitdem des die Wikipedia-App gibt. Die hat den Nachteil, dass nach dem Antippen nur ein sehr kleiner Brocken Info aus Smartphone ausgeliefert wird, der ohne Lesen des gesamten Artikels leicht missverstanden werden kann. Und dann sind da noch die diversen Propagandisten der verschiedenen religiösen und politischen Richtungen, die Wikipedia fröhlich für ihre Zwecke missbrauchen. Heißt: Wer wirklich Fakten aus dem digitalen Großlexikon ziehen will, sollte ein paar Dinge beachten und ein paar Funktionen kennen. Praxis: Die Wikipedia richtig nutzen weiterlesen

Was zur Hölle… ist denn eigentlich Twitch?

Neulich fragte mich ein Kollege, der wie ich die Sechzig schon überschritten hat, was denn eigentlich dieses „Darknet“ sei. Mir gelang es, ihm eine Erklärung zu liefern, der er folgen konnte. Aber er fragte nach: Gehört dieses Twitch auch dazu? Wie er denn darauf käme, wollte ich wissen. Ja, sagte er, das sei doch auch so was Verbotenes mit Gewaltspielen und Poker und so… Da wurde mir klar: Exakt am Thema „Gaming“ trennen sich die Silver Surfer von den Digital Natives. Während wir in Ehren ergrauten Computerfreaks etwa auf Höhe von Super Mario oder bestenfalls Doom stehengeblieben sind, leben die Jüngeren so selbstverständlich mit jeder Art Computergames wie wir seinerzeit mit dem Fernsehen – also dem linearen Fernsehen, wo man rechtzeitig auf dem Sessel sitzen musste, um den Beginn einer Sendung nicht zu verpassen. Was zur Hölle… ist denn eigentlich Twitch? weiterlesen

Computerhelden (5): Gary Kildall, das missverstandene Genie

Nachdem Gary Kildall seine Firma Digital Research für kolportierte 120 Millionen Dollar an Novell verkauft hatte, pflegte er ein Leben im Luxus seiner Hobbys und Leidenschaften. Leider gehörte dazu auch die Vorliebe für den Alkohol. Und die brachte ihn letztlich im Alter von nur 52 Jahren um. In welchem Zustand er am Abend des 11. Juli 1994 in der Franklin Street Bar & Grill in Monterey auftauchte, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass er mit dem Motorrad vorgefahren war und Lederklamotten mit Harley-Davidson-Schriftzug trug. Ob er nun vom Stuhl gefallen, eine Treppe hinabgestürzt ist oder von Biker- oder Harley-Hassern verprügelt wurde, weiß niemand. Jedenfalls landete er im Krankenhaus und verstarb drei Tage später an den Folgen einer Hirnblutung. Da hatte er sich – nicht ganz freiwillig – aus der Computerindustrie zurückgezogen, tief enttäuscht darüber, dass sein Wirken so wenig anerkannt wurde. Computerhelden (5): Gary Kildall, das missverstandene Genie weiterlesen

Debatte: Kauft eigentlich noch jemand Tablet-PCs?

Wer hätte das zu Zeiten des großen iPad-Hype gedacht? Aber tatsächlich sinken die Absatzzahlen von Tablet-PCs seit 2013 deutlich. Damals konnten die Hersteller von Apple bis Samsung gut 220 Millionen Stück an die Frau und den Mann bringen; im Jahr 2016 waren es nur noch rund 185 Millionen. Dem Vernehmen nach haben gerade die ehemaligen Marktführer zugunsten von Billiganbietern Federn lassen müssen. Und dass die Neuvorstellungen inzwischen kaum noch einen Anwender interessieren, macht die Sache noch deutlicher. Fragt sich nur: Wie kommt’s? Debatte: Kauft eigentlich noch jemand Tablet-PCs? weiterlesen

CeBIT 2017: Das Ende der IT wie wir sie kannten…

Schuld sind die Medien. Die sind ja bekanntlich an allem schuld. Die Berichterstattung zur diesjährigen CeBIT kann als Musterbeispiel für diese steile These dienen. Wer im Jahr 2017, also rund vier Jahre nach Kanzlerin Merkels Neuland-Spruch, CeBIT-Berichte immer noch mit schwarzen Bildschirmen, über die giftgrüne Zeichen flutschen, illustriert, ist genauso raus wie die Kollegen, die nicht anders können, als sich über „künstliche Intelligenz“ lustig zu machen oder Drohnen für lebensgefährlich zu halten. Ebenfalls raus ist aber auch das Gros der Fachjournalisten, die seit 30 oder mehr Jahren brav jeden März nach Hannover pilgern, um den Ottos da draußen, die wir Normalverbraucher nennen, die IT-Welt zu erklären. Die Insassen der letztgenannten Gruppe waren es, die von der Ankündigung, der CeBIT finde zukünftig im Juni statt, bis aufs Mark geschockt waren und gar nicht aufhören konnten, diese Entscheidung zu analysieren, zu debattieren und auch zu kritisieren. Und der Rest von uns? Dem ging das alles gepflegt am Heck vorbei. CeBIT 2017: Das Ende der IT wie wir sie kannten… weiterlesen