Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Computerhelden (15): Tobias Groten, der digitale Pionier aus dem schönen Ahaus

Als mich die Agentur, für dich kurz nach der Jahrtausendwende tätig war, zu einem Neukunden nach Ahaus schickte, fragte ich: Ahaus, wollt ihr mich veräppeln? Denn unsere Neukunden aus den Bereichen IT und Telekommunikation saßen doch eher in München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Aber, Ahaus? Am Rande des Münsterlandes, beinahe schon jenseits der niederländischen Grenze? So lernte ich Tobit und seinen Vater kennen: Tobias Groten. Dass Tobit mit einem ausgesprochen netten und kollegialen Kommunikationsleiter namens Dieter van Acken ausgestattet war, lernte ich den digitalen Pionier beim ersten Mal gar nicht kennen. Und weil Tobias Grote nie viel Zeit hat, beschränkten sich unsere Begegnungen auch später auf kurze Momente. Computerhelden (15): Tobias Groten, der digitale Pionier aus dem schönen Ahaus weiterlesen

Computerhelden (14): John McAfee – ein Leben wie ein Thriller

[Titelbild: John McAfee 2013 (Foto: Gage Skidmore via Wikimedia – siehe Bildnachweis unten)] McAfee ein Held? Willst du mich veräppeln? Bevor wir die Frage aufrollen, was genau denn einen Helden ausmacht, sei über den notorischen John gesagt: Ja, er war der erste, der sich ernsthaft mit der Gegenwehr gegen Computerviren befasst hat. Weil er aber ganz offensichtlich ein äußerst unsteter Charakter ist, sehen viele den Helden hinter seiner Schurkenseite nicht. Ganz wie manchmal der Cop im Film scheinbar korrupt ist, sich aber doch einmal heldenhaft benimmt. Computerhelden (14): John McAfee – ein Leben wie ein Thriller weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (2)

[Hier geht’s zum ersten Teil der kleinen Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer.] Auch wenn bei der Entwicklung der ersten Hifi-Stereo-Kopfhörer im Vordergrund gestanden haben mag, die Musik möglichst nah am Hirn zu präsentieren, so zeigt die Darstellung in Filmen und auf Fotos in den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren, dass Kopfhörer schon auch als Mittel der individuellen Abschottung eingesetzt wurden; also zum Ausblenden der bösen akustischen Welt da draußen. Wieder aufgegriffen haben das Thema erst vor wenigen Jahren Hörakustiker. Die Idee war, Kopf- oder auch Ohrhörer nicht dazu zu verwenden, Musik an den Mann bzw. die Frau zu bringen, sondern unerwünschte Geräusche auszusperren, sodass eine beinahe lautlose Entspannung möglich wird. Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (2) weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (1)

Ich gestehe: Als ich die ersten Apple-Fan-Boys und -Girls mit den abgesägten Zahnbürstenköpfen in den Ohren rumlaufen sah, musste ich regelmäßig grinsen. Inzwischen gehört ein Paar Melanomania-1-Earbuds von Cambridge Audio zu meinem Lieblings-Gadgets. So wie vorher mein erstes Bluetooth-Headset vom Typ Sony WH-CH500. Und davor ein ebenfalls drahtloser Soundblaster Jam von Creative. Und davor ein feines AKG-Teil … und so weiter. Denn mehr als bei wohl allen anderen Mensch-Maschine-Schnittstellen ist bei Kopf- und Ohrhörern das Bessere des Guten Feind. Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (1) weiterlesen

Fast vergessen (4): ESCOM – Computer vom Orgelschmitt

Zufälle gibt’s… Das englische Wort für Tastatur ist bekanntlich „keyboard“, wobei es im englischen nicht nur die Eingabeeinheit eines Computers meint, sondern auch die Tasten eines Pianos oder einer Orgel. Der Zufall will es, dass zwei Männer, die beide die deutsche Computerszene der Achtziger- und Neunzigerjahre entscheidend geprägt haben, beide von den Tasteninstrumenten kamen. Während VOBIS-Boss Theo Lieven zeit seines Lebens ambitionierter Amateur am Flügel blieb, war ein gewisser Manfred Schmitt auf dem Weg Konzertpianist zu werden als ihn die Aussichten auf möglicherweise brotlose Kunst zu den Ingenieurwissenschaften brachten. Was als Orgelschmitt begann, mauserte sich über die Jahre als ESCOM und war kurz davor zu den fünf umsatzstärksten PC-Hersteller der Welt zu werden. Fast vergessen (4): ESCOM – Computer vom Orgelschmitt weiterlesen

Internethelden (13): Kim Schmitz aka Kimble aka Kim Dotcom

Manchmal sind vermeintliche Schurken in Wirklichkeit Helden. Und manchmal ist es umgekehrt. Über das wirkliche Leben des schweren Kerls, der nachweislich 1974 in Kiel geboren wurden, wissen wir nicht viel. Dass man ihn gemein hin eher als Schurken denn als Helden sieht, hat er selbst zu verantworten, denn das öffentliche Bild als Bad Boy hat er eigenhändig und methodisch geprägt. Ich hatte nur einmal bei irgendeinem Web-Kongress anfangs der Nullerjahre die Gelegenheit, ihm persönlich zu begegnen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Dabei lernte ich ihn als freundliche, höflichen jungen Mann kennen. Internethelden (13): Kim Schmitz aka Kimble aka Kim Dotcom weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Speicherkarte

Es ist ein einziges Chaos! Hätten die ganzen Hersteller sich nicht einigen können wie die Anbieter von Akkus? Also: drei verschiedene Formfaktoren mit verschiedenen Kapazitäten. Nein, konnten sie nicht, stattdessen gingen die Kollegen Sony, Toshiba, Panasonic, SanDisk etc. pp. gerade am Anfang der Erfolgsgeschichte dieses Speichermediums strikt getrennte Wege. Immerhin hat sich nun doch eine Art Standardisierung bei den SD-Karten herausgebildet – aber die stellen eben nur eine Form der Speicherkarte dar. Nähern wir uns dem Thema einmal historisch: Kleine Weltgeschichte der Speicherkarte weiterlesen

Kleine Weltgeschichte des Computerdruckers (2): Über Laserdrucker und Seitenbeschreibungssprachen

Im Prinzip ist solch ein Laserdrucker auch nicht mehr als ein umgemodelter Fotokopierer. Okay, das stimmt nicht so ganz, aber immerhin ist das Prinzip, nachdem die Farbe aufs Papier kommt, identisch. Dieses wird elektrostatisch so aufgeladen, dass die ultrafeinen Tonerpartikel nur an den aufgeladenen Stellen haften bleiben. Die sogenannte „Elektrofotographie“ funktioniert so, dass ein „elektrisches“ Abbild einer Vorlage erzeugt wird, nach dessen Muster das Papier dann aufgeladen wird. Mit den zugehörigen Patenten hat sich das Unternehmen Rank Xerox (daher auch der Name „Xerografie“) seinerzeit dumm und dusselig verdient. Kleine Weltgeschichte des Computerdruckers (2): Über Laserdrucker und Seitenbeschreibungssprachen weiterlesen