Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Computerhelden (17): Alan Turing, der Vordenker der Informatik

Eigentlich gehört der britische Mathematiker Alan Turing zusammen mit der Computerprophetin Ada Lovelace in die erste Reihe der Informatik-Ruhmeshalle – beide sind die wahren Vordenker*innen all dessen, was wir heutzutage mit Computern anstellen können. Neben diesen beiden Gigant*innen erscheinen Charles Babbage und auch Konrad Zuse lediglich wie Bastler. Denn Turing und Lovelace haben die theoretischen Grundlagen für die Digitalisierung gelegt. Beide haben aufregende Leben gelebt, für Alan Turing mit einem tragischen Ende. Computerhelden (17): Alan Turing, der Vordenker der Informatik weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Computermusik – vom Oszillator bis zur Beatbox-App

Möglicherweise zählen die Erfindungen von Mikrofon und Lautsprechers zu den fundamentalsten Innovationen in der Kulturgeschichte. Genauer: die Entwicklung der Schallwandlung im Umfeld des Telefons nach Alexander Graham Bell. Verrückt genügt liegt diese Epoche gerade einmal 120 Jahre zurück, in der jemand auf die Idee kam, Schall in elektrische Impulse zu verwandeln und umgekehrt. Kaum klappte das, kam 1874 ein gewisser Elisha Gray mit seinem „Musikalischen Telegraphen“ um die Ecke, in dem Oszillatoren Schwingungen erzeugten, die dann nach dem Verfahren der Schallwandlung in Musik umgesetzt werden konnten. Der Weg zum Telharmonium, dem ersten elektrischen Musikinstrument von 1897, war dann nicht mehr weit. Kleine Weltgeschichte der Computermusik – vom Oszillator bis zur Beatbox-App weiterlesen

Verlorenes Wissen (6): Von Peeks & Pokes und was man damit macht

Bei jedem C64-Veteranen stellen sich die Ohren auf, wenn er die Wörter „Peek“ und „Poke“ hört. Und wer damals in den frühen Achtzigern seinen Brotkasten selbst programmierte, kriegt nostalgische Gefühle. Unter den interessierten und/oder engagierten C64-Usern galten die Burschen, die ihr Maschinchen mit Peek- und Poke-Befehlen steuerten, als Helden. Denn die waren schon im C64-BASIC enthalten – man musste nur wissen, wo in der Memory-Map die richtigen Adressen lagen, die man sinnvoll peeken und poken konnte. Dieser direkte Zugriff auf die Hardware erlaubte es, dem Commodore bestimmte Grafik- und Soundeffekte abzuringen und generell das Input-Output-Verhalten zu beeinflussen.

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Kleine Weltgeschichte der Drohne als Spiel-, Sport- und Hobbygerät

Seit ungefähr 12 Jahren erst sind Drohnen ein Thema, mit denen Leute wie ich und du etwas anfangen können. Wobei schon die heute flächendeckend verwendete Bezeichnung „Drohne“ eigentlich schon falsch ist, denn damit sind ganz generell unbemannte Fahrzeuge gemeint. Wir aber denken bei dem Begriff durch weg an Fluggeräte. Die heißen offiziell „unmanned aerial vehicle“, kurz: UAV, und sind im militärischen Bereich schon seit Jahrzehnten im Einsatz – man denke nur an den zweiten Golfkrieg 1991/92 im Irak, wo Drohnen zum ersten Mal als taktische Waffen Teil der Operationen waren. Erst mit dem Aufkommen der elektronischen Steuerung von Multicoptern wurde die Drohne zum Spiel-, Sport- und Hobbygerät. Kleine Weltgeschichte der Drohne als Spiel-, Sport- und Hobbygerät weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Stifteingabe – vom Schreiben, Zeichnen und Malen auf dem Bildschirm

Die Geschichte des Menschen als Künstler beginnt mit dem Stift. Schon die Höhlenmenschen malten ihre niedlichen Tiere mit Holzkohlestiften an die Felswände. Die Babylonier ritzten ihre Keilschrift mit einem Pen in die weiche Tontafel. Und die Mönche vor Gutenberg schrieben die Texte der heiligen Schrift mit Tinte und Feder ab. Und bis weit in die Sechziger haben die ABC-Schützen ihre Buchstaben noch mit dem Kreidegriffel auf die Schiefertafel gekratzt. Das heißt: Der Mensch braucht den Stiftmehr als die Tastatur. Womit wir beim Computer sind… Kleine Weltgeschichte der Stifteingabe – vom Schreiben, Zeichnen und Malen auf dem Bildschirm weiterlesen

Internethelden (14/15): Paul Baran und Donald Davies – die Erfinder des Packet-Switchings

Es ist eine Binsenweisheit: Alles Digitale wird entweder vom Militär oder der Pornoindustrie vorangetrieben. Jedenfalls galt dieser Merksatz bis weit in die Nullerjahre hinein, als das Erotik-Business für rasante Weiterentwicklungen in Sachen Grafik und Video sorgte. Die Kriegsindustrie war dagegen von Anfang an dabei und ist es immer noch. Wie jeder Digisaurier weiß, war das Arpanet der Vorläufer des Internets wie wir es kennen. Dieses Netz wurde ab 1968 im Auftrag der US Air Force vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in enger Kooperation mit dem US-Verteidigungsministerium (US DoD) entwickelt und Ende 1969 gestartet. Die Grundlagen für das Projekt wurden allerdings schon fast zehn Jahre früher und ganz woanders entwickelt, nämlich bei der RAND Corporation und am National Physical Laboratory (NPL) in Großbritannien. Internethelden (14/15): Paul Baran und Donald Davies – die Erfinder des Packet-Switchings weiterlesen

Fast vergessen (5): Tandy TRS-80 und die deutschen RadioShack-Filialen

Der Verfasser dieses Beitrags war nie ein Bastler, auch wenn er in seiner Jugend gern das legendäre Magazin „Hobby“ las und sich an den dort vorgestellten Innovationen erfreute. In seiner Klasse aber gab es einen Typ, der virtuos mit dem Lötkolben umging. Dem brachte man defekte Transistorradios und Tonbandgeräte zur Reparatur, und er bekam sie fast immer hin. Elektronikbastler nannte man solche Nerds. An diesen Klassenkameraden musste der Autor denken, als im Jahr 1977 um die Ecke in einem winzigen Laden die US-amerikanischen Kette RadioShack eine Filiale eröffnete. Fasziniert stand er vor dem Schaufenster und verstand nur Bahnhof. Das änderte sich nach wenigen Wochen, denn plötzlich präsentierte man dort einen Computer: den Tandy TRS-80. Fast vergessen (5): Tandy TRS-80 und die deutschen RadioShack-Filialen weiterlesen

Stillstand: Warum kommt Smarthome nicht in die Puschen?

Als Bill Gates seiner Melinda 1998 ein Haus namens Xanadu 2.0 in Medina, gleich gegenüber von Seattle am Lake Washington baute, hieß es, dies sei das erste vollvernetzte Haus der Welt. Anfangs war der gute Bill so stolz darauf, dass er seinem Buch „The Road Ahead“ eine CD-ROM mit einem virtuellen Rundgang durch das Anwesen beilegte. Da zeigte er persönlich die diversen eingebauten Hard- und Softwarekomponenten und erklärte ihre Wirkungsweise. Uns digitalen Pionieren war klar: Das ist die Zukunft des Wohnens! Das Thema Smarthome war geboren. Stillstand: Warum kommt Smarthome nicht in die Puschen? weiterlesen