Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Computerhelden (2): Shiraz Shivji – der Mann, der uns den Atari ST schenkte

Er liebte schnelle Autos. Und deshalb liebte er die deutsche Autobahn. Wann immer er bei Data Becker in Düsseldorf zu Besuch war, bat Shiraz Shivji darum, mit einem möglichst schnellen Wagen ein bisschen über deutsche Autobahnen rasen zu dürfen. Natürlich tat ihm Dr. Achim Becker, immerhin Sohn von Auto Becker mit Zugriff auf so ziemlich die heißesten Karren, die es damals gab den Wunsch. Schließlich wäscht eine Hand die andere, und so kam es, dass die Data Welt, deren Chefredakteur zu sein ich in jenen Jahren die Ehre hatte, viele Informationen rund um den Atari ST ein bisschen früher hatte als die anderen Computerzeitschriften. Das lag nicht nur an Shiraz‘ Vorliebe für viel PS, sondern am besonders innigen Verhältnis zwischen dem „Doc“ und Atari-Boss Jack Tramiel. Den zu interviewen behielt sich Dr. Becker immer selbst vor. Uns blieben die Entwickler, und ich hatte mehrfach das Vergnügen, mich mit Shiraz Shivji unterhalten zu dürfen. Computerhelden (2): Shiraz Shivji – der Mann, der uns den Atari ST schenkte weiterlesen

„Digisaurier: History“ Live rund ums Thema Data Becker, Sybex & Co

In dieser Sendung „Digisaurier: History“ ging es rund um Düsseldorf. Das war einer der wichtigen Verlags-Standorte in Deutschland in der goldenen Computerbuch-Ära. Zusammen mit Rainer M. Bartel reden wir in dieser weiteren Test-Livestream Sendung der Digisaurier über Data Becker, Sybex, GFA & Co.

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Computerhelden (1): Chuck Peddle – der Nichterfinder des Mikroprozessors

Es wird während der Computermesse Systems in München im Jahr 1987 gewesen sein. Mein Herausgeber, Dr. Achim Becker, hatte Termine mit prominenten Computerleuten im Dutzend vereinbart, und ich begleitete ihn, um Interviews anzufertigen. Viele sind es nicht geworden, denn wenn Dr. Becker loslegte, kam kaum noch der Gesprächspartner zu Wort. Und trotzdem war es für mich spannend, die wichtigsten Helden der frühen Jahre kennenzulernen. Natürlich hatte ich dazu auch zwischen 1983 und 1988 immer Gelegenheit, und einige traf ich jedes Jahr auf der CeBIT oder der Comdex oder auf irgendeiner anderen IT-Messe. Nur Chuck Peddle begegnete ich lediglich ein einziges Mal. Und er beeindruckte mich sehr – auch weil bei ihm mein Herausgeber kaum zu Wort kam. Immer noch wird der 1937 geborene ehemaligen US-Marine fälschlicherweise als „Erfinder des Mikroprozessors“ bezeichnet. Dabei hat er bloß solche legendären Prozessoren wie den Motorola 6800 und den MOS Technology 6502 entwickelt. Letzter war es, der den preiswerten Homecomputer überhaupt erst möglich machte. Computerhelden (1): Chuck Peddle – der Nichterfinder des Mikroprozessors weiterlesen

Wie viele Schnittstellen kommen denn noch?

Das ging ja gut los, damals. Mit dem Atari 800XL. Ich wollte Texte drucken, aber es gab keine Möglichkeit, einen Standard-Drucker an den XL anzuschließen.  Also: Zusatzmodul kaufen und jemanden finden, der mir das Modul in das Diskettenlaufwerk lötet. Aus dem Laufwerk heraus kam dann das Druckerkabel. Schräge Lösung, aber es funktionierte. Auch heute noch braucht man schräge Lösungen für Schnittstellenprobleme, oder?

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5 Drucker, die wir geliebt haben…

Machen wir uns nichts vor: Bis vor wenigen Jahren war der Drucker der natürliche Feind des Users. Heutzutage ist es beinahe langweilig, einen neuen Printer in Betrieb zu nehmen – früher war das ein Job für abgebrühte Computer-Freaks. Denn auch nach erfolgter Verbindung per Parallelschnittstelle tat es das Ding noch lange nicht. Nicht einmal die Installation des empfohlenen bzw. mitgelieferten Treibers brachte die Kiste zum Drucken. Und wenn das Teil dann Farbe aufs Papier brachte, war noch lange nicht gesagt, dass das Ergebnis etwas mit dem Input zu tun hatte – denken wir nur an Begriffe wie „Zeichensatz“ und „Codierung“… Aus der Maße der feindlichen Printer ragen nur wenige Kandidaten hervor, die wir Digisaurier auf Anhieb geliebt haben. Dabei geht es um die wilden Jahre der Kleincomputerei zwischen etwa 1982 und 1992. 5 Drucker, die wir geliebt haben… weiterlesen

Hedy Lamarr – Die Hollywood-Diva, ohne die es Mobiltelefone nicht gäbe

Hedwig Kiesler, die im November 1914 geborene Wienerin, spielte als Neunzehnjährige die Eva im tschechisch-österreichischen Film „Ekstase“ und löste einen Riesenskandal aus. Denn dies war der erste seriöse Kinofilm, in der eine Schauspielerin nackt zu sehen war und zu allem Überfluss auch noch einen Orgasmus vor der Kamera mimte. Hedy, wie sie schon damals genannt wurde, war schön, aber vor allem schlau. Sie wurde vom Fleck weg nach Hollywood geholt und avancierte zu einer echten Diva zu Zeiten der großen Studios. Was die hochbegabte junge Frau von diesem Geschäft hielt, illustriert dieses Zitat: „Any girl can be glamorous. All you have to do is stand still and look stupid.“ Und während sie so ihren Beruf auffasste und sich mit den guten Gage ein recht vielfätliges Liebesleben finanzierte, machte sie sich Gedanken. Hedy Lamarr – Die Hollywood-Diva, ohne die es Mobiltelefone nicht gäbe weiterlesen

Mission virtuelle Menschen: Einer der ersten Computergrafik-Pioniere war… eine Frau

Ohne eine wichtige Computerfrau der Geschichte wären Filme, Games und auch wissenschaftliche Simulationen wohl längst nicht so überzeugend: Die heute 68-jährige Computergrafik-Pionierin Nadia Magnenat-Thalmann hat die Fachwelt immer wieder mit neuen virtuellen Menschen überrascht – und baut jetzt sogar „echte künstliche“. Ihr Roboter Nadine ist so humanoid wie kaum ein anderer.
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