Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

35 Jahre IBM PC – oder: Wie aus Versehen Standards entstanden

Mal ehrlich: Von der Vorstellung des IBM PC am 12. August 1981 in New York haben seinerzeit hierzulande doch nur die IT-Experten und einige wenige Fachjournalisten etwas mitbekommen. Der Rest von uns träumte von einem Commodore PET, einem Tandy TRS oder natürlich von einem Apple II. International Business Machines, das war das Reich des Bösen, das schmeckte nach Großrechnern, nach Lochkarten und all dem Zeug, das nur merkwürdige Männer in weißen Kitteln beherrschten. Die Vorstellung, man können einen persönlichen Computer von IBM kaufen, um ihn in der eigenen Firma oder gar im heimischen Arbeitszimmer aufzubauen, klang in diesen Jahren mehr als absurd. Und doch sollte die Ankunft des IBM PC die Welt der kleinen Computer nachhaltiger verändern als die Existenz jeden anderen Rechners. Dabei war an der Kiste, die sich mit einer separaten Tastatur und einem dezidierten Monitor ziemlich von der Konkurrent abhob, technisch nur wenig wirklich Nennenswertes. 35 Jahre IBM PC – oder: Wie aus Versehen Standards entstanden weiterlesen

Ohne diese Computerfrau hätte es bei Steve Jobs wohl nie „klick“ gemacht

Behandelt man so eine IT-Legende? Nein, lieber Steve Jobs, das war damals nicht sehr Gentleman-like! Und hey, Bill Gates, auch Sie ein Raubkopierer? Zumindest diesen Eindruck müssen die beiden in den 1970er-Jahren gemacht haben, nachdem Adele Goldberg, eine wichtige „Computerfrau“ der Geschichte, zahlreiche visionäre Entwicklungen präsentiert hatte. Die grafische Benutzeroberfläche, die Bedienung per Maus, soziale Medien, der Vorläufer des iPad – alles stammt von der heute 70-jährigen Pionierin. Dabei wollte sie ihre Ideen gar nicht vorführen. Was war passiert?
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NeXT: Wie Steve Jobs mal den vielleicht besten Computer aller Zeiten bauen ließ

Es soll ja Apple-Fanboys und -girls geben, die nicht wissen, dass His Jobness nicht immer bei Apple wirkte. Und wer aus dieser Zielgruppe es weiß, weiß vielleicht nicht, was Steve während der elf Jahre bis zu seiner triumphalen Rückkehr im Jahr 1996 getan hat. Die Antwort: Steve Jobs ließ mal eben den vielleicht besten Computer aller Zeiten bauen. Sein Baby hieß NeXT und war für Otto Normaluser so gut wie unerschwinglich. Das lag daran, dass Mister Jobs die Hardware aus allem komponieren ließ, was damals so richtig gut, aber auch so richtig teuer war. Aber eigentlich war solch ein NeXT zunächst gar nicht für Otto N. gedacht, sondern für das, was die damalige Marketingabteilung „Bildungseinrichtungen“ nannte. Das erste Modell, der mehr als legendäre NeXT Cube, fand so den Weg in die Hackstuben diverser US-amerikanischer Hightech-Unis. Also, NUR in diese Sorte Hochschulen. Das war so um 1989 herum, und die Computerwelt nahm so gut wie keine Notiz davon. NeXT: Wie Steve Jobs mal den vielleicht besten Computer aller Zeiten bauen ließ weiterlesen

Am ersten Homecomputer der Welt arbeitete… eine Frau

„Ich wette, dass Sie keinen Computer in Ihrem Wohnzimmer stehen haben“, soll der stolze Vater einer berühmten „Computerfrau“ unzähligen Bekannten gesagt haben. Mary Allen Wilkes hatte ihn – schon seit 1965. Den Namen kennen Sie nicht? Sollten Sie aber: Die studierte Philosophin und Theologin forschte Tag und Nacht an dem wohl ersten „persönlichen Computer“ überhaupt und entwickelte dafür auch gleich mehrere Betriebssysteme. Grund genug, die Dame die nun eine 8 vor der Altersangabe stehen hat als wichtige „IT-Heldin der Geschichte“ zu porträtieren. Ein Original-Exemplar ihres kühlschrankgroßen Rechners war in einer Ausstellung in Paderborn zu sehen.
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12 PC-Programme, die mal ganz wichtig waren

Ganz ehrlich: In den Achtziger- und Neunzigerjahren haben wir uns wenig Gedanken darüber gemacht, welche Software man noch im dritten Jahrtausend auf dem PC nutzen würde. Wir haben uns, um auch das zu gestehen, überhaupt recht wenig darum gekümmert, was bleibt, was geht, was ist und was wird. Und plötzlich schrieb man das Jahr 2016, und der Verfasser dieses kleinen Listicals fragte sich eines Tages: Gibt’s eigentlich den Pagemaker noch? Worauf ihm insgesamt ein Dutzend Programme einfiel, die mal ganz schrecklich wichtig waren. Hier sind sie:

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Sensation 1969: Der erste Computer-Mann des Jahres war… eine Frau!

In dem Jahr, als Neil Armstrong den Mond betrat, das ARPANET als Vorläufer des Internets startete und Bill Gates in seiner Schule den ersten Kontakt mit einem Computerterminal hatte, war eine Frau vielen männlichen Kollegen weit voraus: Grace Hopper gewann den „Computer Science Man-of-the-Year Award“, den ersten überhaupt! Ihr wie auch weiteren Frauen hat die IT-Welt viel zu verdanken, und doch kennen heute nur wenige ihre Namen. Ohne Hopper zum Beispiel wären Computer vielleicht viel komplizierter zu bedienen. Deshalb würdigen wir die „Queen of Code“ – zwar nicht mit einem eigenen Doodle wie hier im Titelbild, aber mit einem Beitrag der Reihe „Computerfrauen“.
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Hundert Jahre vor dem Computer: Der erste Programmierer war… eine Frau!

Man nehme: viele dänische Klötzchen und einen Raspberry Pi – fertig ist die moderne Heimversion der mechanischen Rechenmaschine von Charles Babbage. Schon 9000 LEGO-Fans wünschen sich die legendäre „Analytical Engine“ als Set zum Nachbauen, und die Chancen für einen Marktstart stehen gut. Doch das Set wäre kein Set, wenn die wahre IT-Heldin fehlen würde: Etwa 100 Jahre, bevor der erste echte Computer erfunden wurde, brachte Ada Lovelace Notizen zu Papier, die sie zum ersten Programmierer der Welt machten.
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