Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Computerhelden (12): Edmund C. Berkeley – der Vater von Simon, dem allerersten Homecomputer

Ach, es fängt ja schon mit den Definitionen an: Was ist denn ein persönlicher und was ein Homecomputer? Funktioniert nur in der Abgrenzung zu dem, was man nach dem zweiten Weltkrieg „Elektronenhirne“ nannte. Wir digital gebildeten Menschen kennen diese Monster auch unter dem Namen „Großrechner“. Deren vordringlichste Eigenschaft ist und war, dass sie überhaupt nur von Eingeweihten bedient werden konnten und durften. Man kennt die Bilder: Ingenieure in weißen Kitteln schleichen um blinkende Schränke, Bandlaufwerke und Tasten-Terminals herum. Wer nun denkt, das Zeitalter der Computer für den Rest von uns begann irgendwann in den 70er, ist schief gewickelt. Es war der heutzutage fast völlig in Vergessenheit geratene Edmund C. Berkeley, der den ersten Homecomputer entwarf – gestatten: Simon, der erste Rechner für zuhause… Computerhelden (12): Edmund C. Berkeley – der Vater von Simon, dem allerersten Homecomputer weiterlesen

Die 5 skurrilsten PC-Klone aller Zeiten

Größer konnten die Unterschiede nicht sein als zwischen den kommenden Digitalgiganten Apple und IBM und ihren ersten Computern für den Massenmarkt. Sowohl der IBM PC von 1981, als auch der Ur-Macintosh aus dem Jahr 1984 revolutionierten auf ihre Weise die Industrie. Während der Mac völlig neue Standards in Sachen Benutzerfreundlichkeit setzte, war der PC von vornherein auf Offenheit hin konzipiert. Wo der Mac mit einem proprietären Betriebssystem auf einer hermetischen Hardware lief, da kam IBM mit einer offenen Systemarchitektur und einem Betriebssystem, das jedermann kaufen konnte. Es war der IBM PC, der die ganze Branche der persönlichen Computer auf Jahrzehnte prägte. Und das lag an den Klonen. So nannte man die Computer, die mit denselben CPUs liefen wie die IBM-PC- und AT-Modelle (und später auch 286er und 386er), die dasselbe Bussystem aufwiesen und auch sonst hardwareseitig mit vielen Komponenten antraten, die auch IBM nutzte. Hauptsache, das BIOS war so gestaltet, dass auf der Kiste MS-DOS lief… Die 5 skurrilsten PC-Klone aller Zeiten weiterlesen

Die Digisaurier sagen danke – und erzählen was im Dezember kommt

Wir müssen uns bedanken, bei all denen, die Anfang Dezember geholfen haben, dass wir einen sehr wichtigen Test machen konnten. Denn da ging es um einen lang geäußerten Zuschauerwunsch: Livesendungen nicht nur bei Facebook sondern auch bei Youtube. Also: ein Youtube Livestream und ein Facebook Livestream gleichzeitig. Inklusive Kommentiermöglichkeiten versteht sich. Und hier erfahrt ihr wie es gelaufen ist. Die Digisaurier sagen danke – und erzählen was im Dezember kommt weiterlesen

Früher oder später krieg ich sie alle – Joerg Droege der Interview-Star der Retroszene

„Wie macht er das nur?“ Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Er ist mit seinem Scene World Magazine für mich einer der Stars der Retro-Computer Szene: und zwar deshalb weil er all die Stars dieser Szene zum Interview kriegt. Joerg Droege vom Scene World Magazine schafft, wovon andere nur träumen. Er redet mit denen, die weltweit diese Branche zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Hier erzählen wir wie der Hobby-Medienmacher das schafft. Und wer ihn besonders beeindruckt hat. Früher oder später krieg ich sie alle – Joerg Droege der Interview-Star der Retroszene weiterlesen

Die 5 heißesten PDAs aller Zeiten (also bevor es Smartphones gab)

Wir Digisaurier waren nicht nur die ersten, die am Computer spielten und Bilder malten, sondern die ihr Leben mit Maschinenhilfe organisieren wollten. Bis das möglich war, verging erstaunlich viel Zeit in der Ära der persönlichen Computer. Es lag an der mangelnden Software und damit an mangelnden Paradigmen; denn, dass man nicht einfach Terminkalender und To-Do-Liste auf dem Bildschirm nachahmen wollte, war klar… Nicht wirklich: Denn genau das brachte Lotus mit seinem nicht besonders erfolgreichen Programm Agenda: Der Tischkalender als 1:1-Darstellung auf dem Monitor. Erfolglos waren dieses und andere PC-Organiser auch, weil man in den mittleren Achtzigerjahren eher selten seinen persönlichen Computer dabei hatte – im Gegensatz zur Time-Systems-Kladde oder dem Filofax. Der Traum aller sich selbst organisierenden Digitalfreunde war: ein elektronisches Gadget, das in die Hosentasche passt und den ganzen Kram speichern kann. Die 5 heißesten PDAs aller Zeiten (also bevor es Smartphones gab) weiterlesen

Digitale Verleger-Geschichten: Ralph Möllers ein Multimedia Pionier

„Wenn wir daran pleite gehen, ist es dann immer noch gut?“ Diese Frage stellte Verleger Ralph Möllers gerne in der Runde seiner Mitarbeiter, wenn es darum ging neue Produkte auf den Markt zu bringen. Vom Buch in der Dose ( der MS Dose) bis zu Multimedia CD-ROMs – mit seinen Verlagen (denn es war mehr als einer) brachte Möllers Innovation in die Verlagswelt. Ob bei Systhema oder bei Terzio… Er wollte Qualität, er wollte besondere Produkte und er wollte damit Erfolg haben. Auf unserer #NeuDig Rad-Reise durch die Geschichte der Digitalisierung in Deutschland begleitete er uns ein Stück und erzählte von seinem Weg von Neuland nach Digitalien. Heute würde man sagen: eine Startup Geschichte.

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Computerhelden (11): Andy Hertzfeld, der Software-Magier des Macintosh-Teams

Als ich kürzlich – zugegeben mit einem unguten Vorgefühl – den Film über Steve Jobs sah, den Regisseur Danny Boyle als schwer erträgliches Psychodrama angelegt hat, fiel mir angesichts der Rolle des Andy Hertzfeld, dass ich 1985 oder 1987 eine leicht skurrile Begegnung mit diesem Kerl meines Alters, der sich selbst Software-Magier nennt. hatte. Und zwar auf der Münchner Computermesse Systems. Da war Hertzfeld schon nicht mehr Apple-Mitarbeiter, sondern Mitgründer des Hardwareschuppens Radius. Irgendeine PR-Agentur hatte es geschafft, mich an irgendeinen Gemeinschaftsstand zu locken, um mich für die Produkte des Unternehmens zu begeistern. Computerhelden (11): Andy Hertzfeld, der Software-Magier des Macintosh-Teams weiterlesen

Computerhelden (10): Frank Ostrowski – der Schöpfer des legendären GFA-Basic

Frank Ostrowski war ein scheuer Mensch. Er starb, von seinen Fans unvergessen, 2011 mit nur 50 Jahren. Verrückt genug, dass von ihm nur eine Handvoll Fotos existieren, die allesamt aus den Jahren 1985 und 1986 stammen. Darauf ist er so gut wie nie allein zu sehen. Denn sein Sprachrohr war der GFA-Geschäftsführer Rolf Hilchner – bis heute eine schillernde Persönlichkeit in der manchmal schillernden Welt der Digitalisierung. In die Geschichte dieser Digitalisierung wird Frank Ostrowski als Schöpfer des GFA-Basic eingehen, einer zu seiner Zeit hochmodernen Variante der bei Amateuren beliebten Programmiersprache. Modern war nicht nur der Verzicht auf Zeilennummern (bzw. deren rigides Verbot). Dieses Basic bestach zudem durch eine Fülle an Befehlen, die den vollständigen Zugriff auf das GUI des ST und seine Grafik- und Musikfähigkeiten erlaubte. Und das war bereits Franks zweiter Streich. Computerhelden (10): Frank Ostrowski – der Schöpfer des legendären GFA-Basic weiterlesen