Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Warum es keine Computerhelden mehr gibt…

Die New-Wave- und Punk-Band The Stranglers sang 1977 „No More Heroes“ und listet im Text eine Reihe von Helden auf, die möglicherweise gar keine Helden waren. In unserer Serie „Computerhelden“ haben wir Personen vorgestellt, die wir für wahre Helden dieser Industrie halten. Schaut man genauer hin, wird man feststellen, dass keiner dieser Leute später als etwa 1995 seine Heldentaten vollbracht hat. Das legt den Schluss nahe, dass sei über 20 Jahre keine neuen Computerhelden mehr am Werk waren. Verrückt genug fällt das Ende der Ära der Computerhelden mit dem Beginn des Internet-Zeitalters zusammen – was bedeuten kann, dass die Heroen des WWW die Größen der Computerindustrie Mitte der Neunzigerjahre abgelöst haben. Weil dafür eine Menge spricht, beenden wir unsere Serie an dieser Stelle… Warum es keine Computerhelden mehr gibt… weiterlesen

Comdex ’87: Wie mich die Beastie Boys auf dem Strip überholten

Nein, nein, wir Computerschreiberlinge der Achtzigerjahre waren weder Superhelden, noch Weltreisende. Besonders dann, wenn wir bei Data Becker in Lohn und Brot standen. Reisen zu den großen Messen oder gar Besuchstouren in fernen Ländern waren dem Doc vorbehalten, denn ein bisschen verstand sich Dr. Achim Becker auch als Journalist. Natürlich „mussten“ wir zur CeBIT, zur Systems und zur Orgatec (Wer kennt die noch?), aber schon ein Besuch bei einer Computermesse im Vereinigten Königreich galt als Incentive. Wir sehr freute mich deshalb darüber, dass ich im November 1987 eine Dienstreise nach Las Vegas zur legendären Comdex antreten durfte. Wie ich dort Bill Gates mehr oder weniger persönlich kennenlernte, habe ich andernorts ja schon geschildert. Aber auch der Rest der fünf Tage war deutlich skurril – z.B. die Begegnung mit den Beastie Boys. Comdex ’87: Wie mich die Beastie Boys auf dem Strip überholten weiterlesen

Vom Flusi bis zu FIFA 18: Computersimulationen, die wir nie vergessen werden

Vor gut 25 Jahren besuchte ich einen Freund. Nach dem Abendessen führte er mich in seinen Hobbykeller. Ich beinahe erschrocken, denn dort hatte er sich ein Abteil aus Rigips-Platten gezimmert – seine persönliche Flugzeugkanzel. Über drei große Monitore hatte man einen Blick auf die Welt wie ein Pilot. Davor gab es einen Steuerknüppel, aus den Lautsprechern kam ein sanftes Brummen. Außerdem hatte er einen Bildschirm so in der Arbeitsplatte versenkt, dass dessen Inhalt wirkte wie eine Instrumententafel. „Das,“ begann er, „ist mein persönlicher Leitstand.“ Er sei schon immer in die Fliegerei vernarrt gewesen, aber zu einem Pilotenschein habe es nie gereicht. Da war die Ankunft des Microsoft Flugsimulators für ihn eine wahre Offenbarung. Vom Flusi bis zu FIFA 18: Computersimulationen, die wir nie vergessen werden weiterlesen

Die 10 wichtigsten tragbaren Computer aller Zeiten

Wir haben ja bereits darüber geschrieben: Dir Uridee vom tragbaren Computer stammt vom Digitalhelden Alan Kay aus den frühen(!) Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Es dauerte über zehn Jahre bis tatsächlich der erste transportable Rechner für Geld zu kaufen war. Seitdem haben Portables, Laptop, Notebooks und Tablets eine tiefgreifende Evolution durchlaufen. Wir möchten heute 10 wichtige Stationen auf dem Weg bis heute vorstellen. Die 10 wichtigsten tragbaren Computer aller Zeiten weiterlesen

Computerhelden (13): Jay Miner, der Urvater des Amiga

Nur 62 Jahre wurde er alt, Jay Miner, der als Urvater des Amiga gilt. Zeit seines Lebens litt er an Problemen mit den Nieren; die letzte Jahre lebte er mit einer Spenderniere seines Schwester, und 1994 starb er dann an seiner chronischen Krankheit. Wie man leicht nachrechnen kann, stand er altersmäßig näher an Jack Tramiel als beispielsweise an Chuck Peddle, einem anderen Computerhelden. Wie der war aber das Chip-Design sein Handwerk und seine Kunst. Und auch wenn er weltweit bis heute wegen seiner Arbeit an den Custom-Chips des Amiga verehrt wird – seine Methode, Chip-Sätze zu entwickeln, hat die Computerindustrie mehr verändert als seine Mitgliedschaft im Amiga-Team. Computerhelden (13): Jay Miner, der Urvater des Amiga weiterlesen

Ein Wunder namens USB

Die Geschichte der Computerei lehrt uns: Nicht das technisch Bessere hat sich immer durchgesetzt, sondern nur der Standard. Der IBM PC mit seinen Komponenten ist das beste Beispiel dafür. Das müssen die Mütter und Väter des Universal Serial Bus (kurz: USB) geahnt haben, als sie anfangs der Neunzigerjahre begannen, ein wirklich universelles Schnittstellensystem zu entwickeln. Also einen Standard, der es ermöglichen sollte, alles mit allem zu verbinden. Damit würde, so ihre Annahme, eine der größten Unbequemlichkeiten im Bereich der digitalen Geräte bereinigt. Um ehrlich zu sein: Noch etwa 1999 oder 2000 haben wir Digisaurier nicht wirklich daran geglaubt, dass sich USB auf breiter Front durchsetzen könnte. Ein Wunder namens USB weiterlesen

Computerhelden (12): Edmund C. Berkeley – der Vater von Simon, dem allerersten Homecomputer

Ach, es fängt ja schon mit den Definitionen an: Was ist denn ein persönlicher und was ein Homecomputer? Funktioniert nur in der Abgrenzung zu dem, was man nach dem zweiten Weltkrieg „Elektronenhirne“ nannte. Wir digital gebildeten Menschen kennen diese Monster auch unter dem Namen „Großrechner“. Deren vordringlichste Eigenschaft ist und war, dass sie überhaupt nur von Eingeweihten bedient werden konnten und durften. Man kennt die Bilder: Ingenieure in weißen Kitteln schleichen um blinkende Schränke, Bandlaufwerke und Tasten-Terminals herum. Wer nun denkt, das Zeitalter der Computer für den Rest von uns begann irgendwann in den 70er, ist schief gewickelt. Es war der heutzutage fast völlig in Vergessenheit geratene Edmund C. Berkeley, der den ersten Homecomputer entwarf – gestatten: Simon, der erste Rechner für zuhause… Computerhelden (12): Edmund C. Berkeley – der Vater von Simon, dem allerersten Homecomputer weiterlesen

Die 5 skurrilsten PC-Klone aller Zeiten

Größer konnten die Unterschiede nicht sein als zwischen den kommenden Digitalgiganten Apple und IBM und ihren ersten Computern für den Massenmarkt. Sowohl der IBM PC von 1981, als auch der Ur-Macintosh aus dem Jahr 1984 revolutionierten auf ihre Weise die Industrie. Während der Mac völlig neue Standards in Sachen Benutzerfreundlichkeit setzte, war der PC von vornherein auf Offenheit hin konzipiert. Wo der Mac mit einem proprietären Betriebssystem auf einer hermetischen Hardware lief, da kam IBM mit einer offenen Systemarchitektur und einem Betriebssystem, das jedermann kaufen konnte. Es war der IBM PC, der die ganze Branche der persönlichen Computer auf Jahrzehnte prägte. Und das lag an den Klonen. So nannte man die Computer, die mit denselben CPUs liefen wie die IBM-PC- und AT-Modelle (und später auch 286er und 386er), die dasselbe Bussystem aufwiesen und auch sonst hardwareseitig mit vielen Komponenten antraten, die auch IBM nutzte. Hauptsache, das BIOS war so gestaltet, dass auf der Kiste MS-DOS lief… Die 5 skurrilsten PC-Klone aller Zeiten weiterlesen