Kategoriearchiv: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Alle meine Computer – Phase IV (1994 – heute)

Wie jetzt – nachdem wir anfangs immer nur über drei, vier, fünf Jahre gesprochen haben, sollen jetzt 27 Jahre am Stück abgehandelt werden? Ja, so ist es, denn Mitte der Neunzigerjahre war es mit den ganz großen Innovationen in Sachen Computerhardware weitestgehend vorbei. Jedenfalls, was mein digitales Leben angeht. Ab 1996 wurde das Internet wichtiger als jede Kiste, und mit der Ankunft des Smartphones war auch die ewige Suche nach dem ultimativen Handheld vorbei. Eigentlich hätte die Phase IV auch nur die Jahre von 1994 bis 2007 umfassen können, denn danach waren die Rechner an sich nur noch Convenience. Aber, greifen wir nicht vor, sondern beginnen wir mit meinem langsamen Abschied von der Firma Apple. Alle meine Computer – Phase IV (1994 – heute) weiterlesen →

Alle meine Computer – Phase III (1988 – 1993)

Nachdem das Jahr 1985 eine Art Zeitenwende bei den Computern für den persönlichen Gebrauch darstellte, bog der Markt ab 1988 in Richtung Convenience ab. Gleichzeitig spaltete sich die Szene weiter in die „Freaks“ und diejenigen, denen die Arbeit am PC (oder Apple Mac) zum täglichen Brot wurde – besonders bei Selbstständigen und Freiberuflern. Denn denen boten die Computer die Möglichkeit, sich von A bis Z selbst zu organisieren und mit Hilfe der „kleinen“ Rechner Geld zu verdienen. Das betraf mich persönlich nach meinem Abschied von DATA BECKER in ganz besonderem Maße. Und dabei spielte ein Mac II eine spezielle Rolle. Alle meine Computer – Phase III (1988 – 1993) weiterlesen →

Alle meine Computer – Phase II (1985 – 1987)

Um es ganz milde auszudrücken: 1985 war ein aufregendes Jahr für die Homecomputerei. Gleich drei wegweisende Innovationen veränderten die Branche für immer. Mit dem Atari ST und dem Commodore Amiga begann die 16-Bit-Ära, mit Microsoft Windows und GEM von Digital Research wurden grafische Benutzeroberflächen populär, und mit den IBM-PC-Kompatiblen begann die Digitalisierung des Mittelstandes. Bei DATA BECKER stand man sofort fest an der Seite des ST, schließlich war Dr. Achim Becker eng mit dem Commodore-Gründer und Atari-Käufer Jack Tramiel befreundet. So eng, dass er im Sommer 1985 im Sommerhaus der Tramiel-Familie am Lake Tahoe ein langes Interviel mit Tramiel führte… Alle meine Computer – Phase II (1985 – 1987) weiterlesen →

Alle meine Computer – Phase 1 (1982 – 1985)

Aus heutiger Sicht waren die Achtzigerjahre des „vergangenen Jahrhunderts“ die heißeste Phase der ganzen Computergeschichte. Weil wir ein Teil davon waren. Über die Historie der elektronischen Datenverarbeitung machten wir uns wenig Gedanken. Wir wollten aktiv sein. Und das hieß: Natürlich mit möglichst vielen Kisten persönliche Erfahrungen zu machen. Ein alter Freund, der damals der TRS-80-Fraktion angehörte, brachte mich drauf: Die Liste der Homecomputer und PCs, die man besessen und/oder genutzt hat, sagt viel über diese glorreiche Zeit und die eigene Digitalerfahrung aus. Deshalb hier die dreiteilige Serie über alle MEINE Computer. In der Hoffnung, dass viele, viele Menschen, die damals auch dabei waren, ihre Geschichte hier in den Kommentaren erzählen. Alle meine Computer – Phase 1 (1982 – 1985) weiterlesen →

Gibt’s DTP eigentlich noch? Kleine Weltgeschichte des Desktop-Publishing

Der flachste Witz rund ums Thema stammt vom Anfang der Nullerjahre und ging so: „DTP? Das ist doch Quark.“ Gemeint war natürlich das Desktop-Publishing-Programm QuarkXPress, das damals marktbeherrschend war. Dessen überwältigender Erfolg hat ursächlich mit dem grandiosen Weg aus der Krise der Firma Apple dank Steve Jobs zu tun. Denn nachdem his Steveness den Laden auf links gedreht hatte, trat der Mac ab etwa 1998 seinen Siegeszug durch die Welt der Grafik-Designer an. Wer in der Werbebranche bis dahin noch nicht oder nicht mehr auf die Rechner mit dem MacOS gesetzt hatte, der stieg um. Und weil Desktop-Publishing da den Kinderschuhen längst entwachsen war, griffen die Apple-Fans unter den Gestaltern zu der DTP-Software, die am besten zum Mac passte: QuarkXPress eben. Gibt’s DTP eigentlich noch? Kleine Weltgeschichte des Desktop-Publishing weiterlesen →

Computerhelden (18): Bob Noyce – der Bürgermeister des Silicon Valley

Als ich kürzlich eine ausgezeichnete, wenn auch aus streng US-amerikanischer Sicht gezeichnete Dokumentation über die Geschichte des Silicon Valley sah, fiel mir auf, dass in unserer Serie über die Computerhelden viel zu wenig Hardware-Magier vorkommen. Dass die Wahl dann auf Robert Norton Noyce, den alle nur Bob nannten, fiel, war logisch. Denn der Mann, der 1990 mit 62 Jahren viel zu früh von uns ging, hatte auf die Geschichte der Computer-Hardware vielleicht mehr Einfluss als irgendein anderer. Das hat vor allem damit zu tun, dass der gute Bob nicht bloß ein zerstreuter Professor im weißen Kittel war, sondern auch der Erfinder der speziellen Wirtschaftsweise des Silicon Valley. Computerhelden (18): Bob Noyce – der Bürgermeister des Silicon Valley weiterlesen →

Computerhelden (17): Alan Turing, der Vordenker der Informatik

Eigentlich gehört der britische Mathematiker Alan Turing zusammen mit der Computerprophetin Ada Lovelace in die erste Reihe der Informatik-Ruhmeshalle – beide sind die wahren Vordenker*innen all dessen, was wir heutzutage mit Computern anstellen können. Neben diesen beiden Gigant*innen erscheinen Charles Babbage und auch Konrad Zuse lediglich wie Bastler. Denn Turing und Lovelace haben die theoretischen Grundlagen für die Digitalisierung gelegt. Beide haben aufregende Leben gelebt, für Alan Turing mit einem tragischen Ende. Computerhelden (17): Alan Turing, der Vordenker der Informatik weiterlesen →

Kleine Weltgeschichte der Computermusik – vom Oszillator bis zur Beatbox-App

Möglicherweise zählen die Erfindungen von Mikrofon und Lautsprechers zu den fundamentalsten Innovationen in der Kulturgeschichte. Genauer: die Entwicklung der Schallwandlung im Umfeld des Telefons nach Alexander Graham Bell. Verrückt genügt liegt diese Epoche gerade einmal 120 Jahre zurück, in der jemand auf die Idee kam, Schall in elektrische Impulse zu verwandeln und umgekehrt. Kaum klappte das, kam 1874 ein gewisser Elisha Gray mit seinem „Musikalischen Telegraphen“ um die Ecke, in dem Oszillatoren Schwingungen erzeugten, die dann nach dem Verfahren der Schallwandlung in Musik umgesetzt werden konnten. Der Weg zum Telharmonium, dem ersten elektrischen Musikinstrument von 1897, war dann nicht mehr weit. Kleine Weltgeschichte der Computermusik – vom Oszillator bis zur Beatbox-App weiterlesen →