Die NFC-Technologie zeigt sich immer wieder als kaum bekannte Schönheit, wird ignoriert, unterschätzt und nicht selten missverstanden. Dabei hat sie sich spätestens seit 2015 als alltagstaugliche Lösung durchgesetzt – vor allem beim kontaktlosen Zahlen mit dem Smartphone. Die Schönheit liegt hier – wie so oft – im Schlichten. Das beginnt schon beim Namen: Near Field Communication – nix da mit irgendwelchen Wikingerkönigen oder Anklängen an High Fidelity, sondern einfach ausgedrückt, was es ist. Und so wurde NFC auch von Beginn an präsentiert – zum Beispiel in einem grandiosen Vortrag auf der Google I/O im Jahr 2011 (siehe Videoclip ganz unten im Text). Und doch ist diese Schönheit eine den Anwendern kaum bekannt. Wer weiß beispielsweise, dass man NFC-Tags mühelos selbst programmieren kann? Und genau darum geht es im folgenden Text. Was zur Hölle… bringt es, selbst NFC-Tags zu programmieren? weiterlesen
Alle Beiträge von Rainer Bartel
Geniale Gadgets (6): Klinke an Bluetooth, bitte melden!
Da hat man nun diese hippen und schicken Bluetooth-Ohrhörer angeschafft, und dann kann man damit die Musik vom High-Resolution-Player gar nicht hören. Denn der kann leider kein Bluetooth. Der so geschilderte Anwendungsfall weist schon daraufhin, dass der Kundenkreis für dieses geniale Gadget eher – sagen wir einmal vorsichtig – begrenzt ist. Das ändert aber nichts daran, dass das Kästchen, das man per Klinke mit einem Gerät verbindet und das man dann per Bluetooth mit Kopfhörern und Boxen verbinden kann, ziemlich genial ist. Geniale Gadgets (6): Klinke an Bluetooth, bitte melden! weiterlesen
Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (2)
[Hier geht’s zum ersten Teil der kleinen Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer.] Auch wenn bei der Entwicklung der ersten Hifi-Stereo-Kopfhörer im Vordergrund gestanden haben mag, die Musik möglichst nah am Hirn zu präsentieren, so zeigt die Darstellung in Filmen und auf Fotos in den späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahren, dass Kopfhörer schon auch als Mittel der individuellen Abschottung eingesetzt wurden; also zum Ausblenden der bösen akustischen Welt da draußen. Wieder aufgegriffen haben das Thema erst vor wenigen Jahren Hörakustiker. Die Idee war, Kopf- oder auch Ohrhörer nicht dazu zu verwenden, Musik an den Mann bzw. die Frau zu bringen, sondern unerwünschte Geräusche auszusperren, sodass eine beinahe lautlose Entspannung möglich wird. Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (2) weiterlesen
Was zur Hölle… ist Telegram ein empfehlenswerter Messenger?
Als das weltweite Web auch für Otto Normalverbraucher und seine Gattin eröffnet wurde, war auch schon der Messenger da. Also die Sorte Programm, mit dem zwei und mehr Leute miteinander chatten konnten. Denn dieses Miteinanderquatschen per Computer hat eine lange Tradition, die bis zu den Anfängen der Netzwerksysteme zurückreicht. Ja, das zeitnahe Austauschen von schriftlichen Nachrichten war eine der ersten Anwendungen der Network-Technologie überhaupt. Mit dem WWW kamen ICQ & Konsorten, und eigentlich waren alle zufrieden. Was zur Hölle… ist Telegram ein empfehlenswerter Messenger? weiterlesen
Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (1)
Ich gestehe: Als ich die ersten Apple-Fan-Boys und -Girls mit den abgesägten Zahnbürstenköpfen in den Ohren rumlaufen sah, musste ich regelmäßig grinsen. Inzwischen gehört ein Paar Melanomania-1-Earbuds von Cambridge Audio zu meinem Lieblings-Gadgets. So wie vorher mein erstes Bluetooth-Headset vom Typ Sony WH-CH500. Und davor ein ebenfalls drahtloser Soundblaster Jam von Creative. Und davor ein feines AKG-Teil … und so weiter. Denn mehr als bei wohl allen anderen Mensch-Maschine-Schnittstellen ist bei Kopf- und Ohrhörern das Bessere des Guten Feind. Kleine Weltgeschichte der Ohr- und Kopfhörer (1) weiterlesen
Fast vergessen (4): ESCOM – Computer vom Orgelschmitt
Zufälle gibt’s… Das englische Wort für Tastatur ist bekanntlich „keyboard“, wobei es im englischen nicht nur die Eingabeeinheit eines Computers meint, sondern auch die Tasten eines Pianos oder einer Orgel. Der Zufall will es, dass zwei Männer, die beide die deutsche Computerszene der Achtziger- und Neunzigerjahre entscheidend geprägt haben, beide von den Tasteninstrumenten kamen. Während VOBIS-Boss Theo Lieven zeit seines Lebens ambitionierter Amateur am Flügel blieb, war ein gewisser Manfred Schmitt auf dem Weg Konzertpianist zu werden als ihn die Aussichten auf möglicherweise brotlose Kunst zu den Ingenieurwissenschaften brachten. Was als Orgelschmitt begann, mauserte sich über die Jahre als ESCOM und war kurz davor zu den fünf umsatzstärksten PC-Hersteller der Welt zu werden. Fast vergessen (4): ESCOM – Computer vom Orgelschmitt weiterlesen
Fake News bekämpfen – Mimikama nutzen!
Wann immer ich in den sozialen Medien auf irgendetwas Obskures stoße – besonders, wenn dies aus dubiosen Quellen stammt – gehe ich auf (Links nicht mehr verfügbar) und suche nach dem jeweiligen Thema. Und beinahe immer stellt sich heraus, dass das angebliche Gewinnspiel eine Phishing-Falle ist, dass ein Zitierter das Zitierte nie gesagt hat, dass die verwendete Illustration gefälscht ist oder dass es sich um den gequirlten Quark irgendwelcher Verschwörungsideologen handelt. Denn Fake News sind nicht harmlos – wie der YouTuber Rezo in seinem Video „Zerstörung der Presse“ schlüssig erklärt.
Fake News bekämpfen – Mimikama nutzen! weiterlesenInternethelden (13): Kim Schmitz aka Kimble aka Kim Dotcom
Manchmal sind vermeintliche Schurken in Wirklichkeit Helden. Und manchmal ist es umgekehrt. Über das wirkliche Leben des schweren Kerls, der nachweislich 1974 in Kiel geboren wurden, wissen wir nicht viel. Dass man ihn gemein hin eher als Schurken denn als Helden sieht, hat er selbst zu verantworten, denn das öffentliche Bild als Bad Boy hat er eigenhändig und methodisch geprägt. Ich hatte nur einmal bei irgendeinem Web-Kongress anfangs der Nullerjahre die Gelegenheit, ihm persönlich zu begegnen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Dabei lernte ich ihn als freundliche, höflichen jungen Mann kennen. Internethelden (13): Kim Schmitz aka Kimble aka Kim Dotcom weiterlesen