Mimikama.at - nie waren sie so wertvoll wie heute

Fake News bekämpfen – Mimikama nutzen!

Wann immer ich in den sozialen Medien auf irgendetwas Obskures stoße – besonders, wenn dies aus dubiosen Quellen stammt – gehe ich auf Mimikama und suche nach dem jeweiligen Thema. Und beinahe immer stellt sich heraus, dass das angebliche Gewinnspiel eine Phishing-Falle ist, dass ein Zitierter das Zitierte nie gesagt hat, dass die verwendete Illustration gefälscht ist oder dass es sich um den gequirlten Quark irgendwelcher Verschwörungsideologen handelt. Denn Fake News sind nicht harmlos – wie der YouTuber Rezo in seinem Video “Zerstörung der Presse” schlüssig erklärt.

Die Mimikama-Macher bei der Arbeit
Die Mimikama-Macher bei der Arbeit
Man muss sich nicht am noch amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten und seinen unsäglichen Tweets abarbeiten, um feststellen zu können, dass Fake News vor allem für eine Spaltung der Gesellschaft sorgen, Angst schüren, Hass verbreiten und Gewalt zu fördern. Wenn also einer meiner Freunde auf Facebook, Twitter oder Instagram ein solches Stück Fake News, das ich dank Mimikama als solches identifiziert habe, verbreitet, setze ich schnellstmöglich den Link auf den entsprechenden Mimikama-Beitrag darunter.

So kann jeder selbst Fake News zur Überprüfung melden
So kann jeder selbst Fake News zur Überprüfung melden
Nur sehr wenige reagieren negativ auf meine Kommentare. Die meisten informieren sich dann selbst auf Mimikama, und nicht wenige bedanken sich dafür, dass ich ihnen den Link mit auf den Weg gegeben habe. Weil diese österreichische Wundertruppe mittlerweile sei fast zehn Jahren am Start sind, hat sich auf mimikama.at ein breites und tiefes Archiv aller möglicher Hoaxes, Urban Legends, Betrugsversuche und Propaganda gebildet. Immer wieder bin ich erstaunt, dass Sachen von vor fünf, sechs Jahren wieder in den Timelines auftauchen, wo ich doch dachte, jeder wisse inzwischen Bescheid.

Hinter diesem extrem wertvollen Projekt steckt der “Mimikama®-Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch“, der viel mehr ist als bloß ein Haufen Social-Media-Schnüffler:

Seit September 2019 sind wir Teil des internationalen europäischen Recherchenetzwerks zur Bekämpfung von Desinformation „SOMA„. SOMA selbst unterstützt die „European Observatory against Disinformation“ und bekämpft Falschmeldungen und Desinformation im Internet. Es handelt sich hierbei um ein unabhängiges Netzwerk von Faktenprüfern mit dem Ziel, die Verbreitung und die Auswirkungen von Online-Desinformationen in Europa zu bekämpfen. Dies dient zur Sicherstellung des Schutzes der europäischen Werte und demokratischen Systeme.[Quelle: mimikama.at]

ZDDK - die Facebook-Seite von Mimikama
ZDDK – die Facebook-Seite von Mimikama
Die Leute von Mimikama recherchieren nicht nur selbst. Jeder User kann per Meldeformular auf mögliche Fake News hinweisen; die Leute vom Verein prüfen den Sachverhalt und posten dann einen entsprechenden Beitrag – übrigens auch dann, wenn sich bei einer schier unglaublichen Geschichte herausstellt, dass sie den Tatsachen entspricht. Während die Website vor allem zu eingereichten Fragen Stellung nimmt, veröffentlicht der Verein auf seinem Facebook-Account “ZDDK” (“Zuerst denken – dann klicken”) aktiv Falschmeldungen, auf die man bei der Recherche gestoßen ist.

Weil diese Arbeit gerade in diesen Zeiten von Corona und dem Mord an George Floyd so wertvoll ist, rufe ich dazu auf, Mimikama mit Spenden zu unterstützen.

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