Wenn man sich die Entwicklung der Programmiersprache C seit den frühen Siebzigern bis heute anschaut, kann man ermessen, wie sehr sich das Programmieren selbst verändert hat. Bis weit in die Neunziger haben viele Auguren der IT-Szene noch damit gerechnet, dass Kodieren irgendwann eine Kulturtechnik würde wie das Lesen und Schreiben. Weit gefehlt! Heutzutage wird Software überwiegend industriell gefertigt. Da sitzen keine mehr oder weniger geniale Nerds mit geröteten Augen und Pizzaresten an der Kleidung nächtelang vor Monitoren, um eigene oder ihnen zugetragene Ideen in Applikationen zu verwandeln. Programmieren ist spätestens seit der schnellen und umfassenden Verbreitung von C++ ein arbeitsteiliger Prozess – das Arbeiten mit Skriptsprachen wie PHP und JavaScript einmal ausgenommen. Die entscheidenden Begriffe der Veränderung heißen „Bibliotheken“ (Libraries) und „Entwicklungsumgebung“ (IDE). Kleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (4): von C bis Q# weiterlesen
Kategoriearchiv: Ge-schichte
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Kleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (3): von Java, PHP und den anderen
Da hat uns dieser Tim Berners-Lee ja schön was eingebrockt: Mit seiner Erfindung des weltweiten Webs hat er die gesamte Programmiererei auf den Kopf gestellt. Denn plötzlich musste man HTML lernen, um Webseiten bauen zu können. Und man musste absolut firm mit dem Client-Server-Prinzip sein. Das hatten wir Computer-Freaks der Achtzigerjahre doch ganz anders gelernt. Wir schrieben einen Programmcode und warfen ihm dem passenden, lokalen Interpreter vor und – schwupps – lief das Ding (oder auch nicht). Die Fortgeschrittenen schmissen ihre Listings dagegen in einen Compiler, der aus dem Code ein ausführbares Programm machte (oder auch nicht). In Sachen WWW hatte man nun weder einen Interpreter, noch einen Compiler auf dem heimischen Computer am Start, sondern musste den Erguss irgendwie übers Internet an einen Server schicken. Kleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (3): von Java, PHP und den anderen weiterlesen
Internethelden (11): Rasmus Lerdorf – der PHP-Erfinder
Programmierer können dermaßen elitär und überheblich sein! Besonders wenn sie Programmiersprachen beurteilen. Das kennen wir ja alle vom ewigen Basic-Bashing. Und das kennt sicher auch Rasmus Lerdorf, wenn gewisse Kollegen über PHP herziehen. Es muss daran liegen, das Kodierprofis es nicht vertragen können, wenn Amateure ein Werkzeug in die Hand bekommen, mit dem sie ohne fremde Hilfe Skripte, Snippets oder ganze Anwendungen stricken können. Das ist das Erfolgsgeheimnis von PHP: Die Sprache ist sehr reduziert, recht tolerant und deshalb leicht zu erlernen. So hat Lerdorfs Erfindungen Perl – der eigentlich fürs Web vorgesehenen Sprache – weitgehend das Wasser abgegraben. Internethelden (11): Rasmus Lerdorf – der PHP-Erfinder weiterlesen
Kleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (2): Von Lisp bis Pascal
Eigentlich schien der Rasen der Programmiersprachen spätestens um 1960 herum gemäht – denn im Grunde hatte man alles, was man für die zur Verfügung stehende Hardware brauchte. Aber mit dem, was vor allem Grace Hopper erfunden und inspiriert hatte, war das Programmieren auch zu einer Wissenschaft mit der zugehörigen Metaebene geworden. Es ging nun nicht mehr darum, pragmatisch Dialekte für neue Maschinen zu entwickeln, sondern das Programmieren an sich zu erforschen. Das führte einerseits zu der für ihre Zeit revolutionären Sprache Lisp, andererseits dazu, Programmiersprachen unabhängig von Hardware und Betriebssystemen zu machen. Erst dieser Schritt machte es möglich, dass ab Mitte der Siebzigerjahre plötzlich die Idee aufkam, jeder Besitzer eines Homecomputers könne sich seinen eigenen Kram programmieren. Kleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (2): Von Lisp bis Pascal weiterlesen
Internethelden (10): Jimmy Wales – die schillernde Persönlichkeit, die uns Wikipedia gab
Hierzulande kennen wir Jimmy „Jimbo“ Wales vor allem, wenn nicht ausschließlich als Wikipedia-Erfinder. Und nur Menschen, die selbst zur Mitmach-Enzyklopädie beitragen oder sich intensiver für Internethelden interessieren, wissen, dass es sich um eine ziemlich schillernde Persönlichkeit handelt. Nachdem er sich offiziell erheblich aus der Wikipedia-Organisation zurückgezogen hat, ist er vor allem als Sprecher auf allen möglichen Veranstaltungen unterwegs, der die Idee vom freien Internet predigt. Dass er das tut, ist Beleg dafür, dass es sich bei der Forderung nach der Freiheit des Internets um eine irgendwie linke oder gar antikapitalistische handelt – im Gegenteil.
Internethelden (10): Jimmy Wales – die schillernde Persönlichkeit, die uns Wikipedia gab weiterlesenKleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (1): Von A-0 bis COBOL
Ja, ja, wissen wir doch alle: Der Computer versteht nur Nullen und Einsen. Der Mensch aber verständigt sich lieber mit der gesprochenen oder geschriebenen Sprache. Sogenannte „höhere“ Programmiersprachen stellen den Versuch dar, dem Menschen ein Sprachwerkzeug an die Hand zu geben, das seine Wünsche dem Computer mit Hilfe eines ihm halbwegs verständlichen Vokabulars und einer für ihn nachvollziehbaren Grammatik mitteilt. Im selben Maße wie sich die Computertechnik als solche fortentwickelt hat, sind auch Programmiersprachen immer mächtiger und – im Prinzip – leichter beherrschbar geworden. Wie sich diese Entwicklung vollzogen hat, wollen wir uns einmal am Wesen der berühmtesten Programmiersprachen anschauen. Kleine Weltgeschichte der Programmiersprachen (1): Von A-0 bis COBOL weiterlesen
Die weltweit wichtigsten Websites (2): Wikipedia – das fröhliche Mitmachlexikon
Eher durch Zufall stieß ich im Herbst 2001 auf eine Website namens „Wikipedia“ – und war sofort elektrisiert. Denn ähnlich wie der Erfinder des Mitmachlexikons im Internet zählte das Konversationslexikon im Bücherschrank meiner Eltern früh zu meiner Lieblingslektüre. Außerdem nennen mich viele Verwandte und Freunde einen Klugsch…, ähem, einen Besserwissen. Schließlich glaube ich an den Satz „Wissen ist Macht“. Und weil Wikipedia das Versprechen machte, das Wissen in den Köpfen von Millionen Menschen für jedermann verfügbar zu machen, sah ich das Projekt als geradezu typisch für die utopischen Verheißungen des Worldwide Web.
Die weltweit wichtigsten Websites (2): Wikipedia – das fröhliche Mitmachlexikon weiterlesenAutonomes Fahren gestern, heute, morgen
Autonomes Fahren ist ein Zukunftsthema. Das stimmt – dennoch reichen die ersten Experimente bis 1968 zurück. Heute bieten Assistenzsysteme bereits Teilautomatisierung in bestimmten Fahrsituationen – und die Hersteller testen intensiv das hochautomatisierte und vollautonome Fahren. Wo stehen wir heute, wie sieht die weitere Entwicklung aus – und welche Rolle spielt bei alledem das künftige Mobilfunknetz 5G?
Lieber zuschauen oder lieber lesen? Sie haben die Wahl. Schauen Sie sich hier den rund 50-minütigen Mitschnitt unserer Sendung zum Schwerpunkt-Thema Autonomes Fahren an – oder lesen Sie den Artikel darunter: