Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

Online-Leben (3): Die kurze Ära Compuserve

Mit der zweiten Folge unserer Serie „Online leben“ führte uns der Zeitzeuge Bernhard W. in die geheimnisvolle Welt der Hacker. Heute redet er von der Zeit, in der mit Compuserve die E-Mail, der Chat und der Datenaustausch als Dienstleistung aufkamen und dieser ganze DFÜ-Kram plötzlich seriös wurde.

F: Deine Zeit als Hacker dauerte nicht sehr lange, oder? Online-Leben (3): Die kurze Ära Compuserve weiterlesen

Die Datev und das Didgeridoo

„Webmontage? Was ist eine Webmontage?“ Nein, nein, es geht nicht um das Montieren von Web-Seiten. Es handelt sich um Montage – also Tage, die am Anfang der Woche stehen.

Die Teilnehmer des Webmontag am 2. Februar 2015 warten auf den ersten Vortrag
Die Teilnehmer des Webmontag am 2. Februar 2015 warten auf den ersten Vortrag

Web-Montage bringen Menschen zusammen, die sich für IT im weitesten Sinne und das Internet im speziellen interessieren. Ich gehe da seit Jahren gerne hin und kann sagen: Die Web-Montage haben sich seit 2008 enorm verändert. Die Datev und das Didgeridoo weiterlesen

Online-Leben (2) – Alles nur was für Hacker

In der ersten Folge von „Online leben“ gab unser anonymer Online-Saurier, den wir Bernhard W. nennen, Auskunft über die Anfänge, also über Btx und die ersten Spuren von Online-Sex. Wir fragten nach, was als nächstes kam – hier seine Berichte über den Ärger mit der Bundespost, über BBSe und Mailboxen und wie er einmal dem legendären Hacker Karl Koch aka Hagbard Celine begegnete. Online-Leben (2) – Alles nur was für Hacker weiterlesen

Online-Leben (1) – Am Anfang war der Bildschirmtext

Bekanntlich beginnt für einen Großteil der Bevölkerung die Weltgeschichte mit dem Tag der eigenen Geburt. Was davor war, wird maximal als Fantasy begriffen oder soll endlich mal einen Schlussstrich bekommen. Dabei lässt sich nur aus Vergangenem herleiten, weshalb die Dinge sind wie sie sind. Bernhard W. lebt seit mehr als 30 Jahren auch online. Er zählt zu den Menschen, die schon Ende 1981 für den Testbetrieb des Online-Systems der Deutschen Post namens Bildschirmtext (kurz: Btx) ausgewählt wurde. Seinerzeit gab’s vom Gilb (…so nannten Spötter die Postbehörde damals) kostenlos ein sogenanntes Btx-Terminal, das eigentlich ein Telefon mit Bildschirm und Tastatur war. Damit fing’s bei Bernhard an. Und ging weiter mit diversen Mailboxen und BBSsen, die per C64 (später Amiga) und Akustikkoppler angesteuert wurden. Dort konnten die wenigen Onliner der Ära vor dem Internet mit anderen Onlinern Nachrichten austauschen. Später kam dann Compuserve und das Prinzip E-Mail. Online-Leben (1) – Am Anfang war der Bildschirmtext weiterlesen

Ja – gibt´s denn auch an Podcast?

Tim ColeAuch wir Digisaurier wissen: es gibt mehr als nur geschriebene Worte. Nicht zuletzt, weil wir ganz erheblich daran mitgewirkt haben, dass alles was bei Drei nicht auf dem Baum war digitalisiert wurde. Und das gilt auch für Audio und Video. Ob ihr das folgende nun einen Podcast nennen wollt oder ein Telefon-Interview ist keine Frage der guten Erziehung, sondern von Lust und Laune.

Aber inhaltlich geht es wirklich um die „Netiquette“. Mein Mit-Digisaurier Tim Cole hat sich vor kurzem sehr über Facebook „Freunde“ geärgert, die sich auf seiner Party (FB-Seite) eingeladen haben und dann fröhlich seine eigentlichen Freunde schanghaiten und sie mit Angeboten bombardierten. Und darüber habe ich mit ihm gesprochen… Ja – gibt´s denn auch an Podcast? weiterlesen

Der erste Kölner Handystörer…

Handys und Smartphones können enorm stören. Thomas Kuhn erinnert sich an die ersten Handystörer.

Thomas Kuhn (2 von 2)
Das Haar war länger und die Technik überraschender… Thomas Kuhn damals beim ZDF

Bald  23 Jahre ist es inzwischen her, dass die digitalen Mobilfunknetze D1 und D2 in Deutschland an den Start gegangen sind. WirtschaftsWoche-Technik-Experte Thomas Kuhn erinnert sich an peinliche Überraschungen, ungewohnten Komfort und die ersten Vorboten einer kommunikativen Pest. Der erste Kölner Handystörer… weiterlesen

Es muss nicht immer eine Garage sein…

Vor einigen Wochen zerstörte Apple-Mitbegründer Steve Wozniak einen Mythos – oder stutzte ihn zumindest kräftig zurecht: Die Garage, in der Apple angeblich gegründet wurde, hätte damals tatsächlich gar keine so große Rolle gespielt. Sie diente mehr oder weniger als Lager für die teilmontierten ersten Apple-Computer, und hin und wieder hingen die ersten Apple-Mitarbeiter dort herum, wenn sie gerade nichts Besseres zu tun hatten. Die Entwicklung der Apple-I-Computer fand andernorts statt – in erster Linie in Wozniaks Büro bei Hewlett-Packard.

Schade um die schöne Geschichte! Viel wichtiger als der Wirkungsort dürfte für den gemeinsamen Erfolg aber ohnehin die Rollenverteilung der Gründer gewesen sein: Begabter Elektronikbastler (Steve Wozniak) trifft auf Kommunikations- und Marketing-Genie (Steve Jobs). Allein hätte es keiner von beiden geschafft – Wozniak hätte sich und seine Computer allein nicht vermarkten können, Jobs hätte allein keinen Computer entwickeln und zusammenlöten können.

Apple-Garage
Hannes vor der original Apple-Garage in der Nähe von Cupertino, Kalifornien – 2001 durfte er im Rahmen einer Pressereise die vermeintliche Geburtsstätte der Apfel-Company besuchen.

Dasselbe Prinzip, ein paar Nummern kleiner, kam Anfang der Achtziger auch in Würzburg zur Wirkung, wo Christian Spanik und meine Wenigkeit aufeinandertrafen.

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Wie Günther Schabowski mir mein erstes Handy verschaffte…

Mit einem Ziegelstein jenseits der Mauer –  Wie Günther Schabowski mir mein erstes Handy verschaffte

Eine Mobil-Telefon-Erinnerung von Udo Eling

Udo Eling (1 von 1)
Radpartner und meist erstaunter Betrachter meiner Technikverliebtheit: Udo Eling

Okay, die Sache mit dem Handy, das eigentlich auch gar kein Handy war, hatte nur mittelbar mit dem SED-Genossen zu tun, der ganz analog durch Ablesen eines Zettels die DDR Grenze zum Einsturz brachte.

Immerhin: durch seinen verschusselten Auftritt und die anschließende voraussetzungsfreie Öffnung des eisernen Vorhangs lernte ich ausgerechnet im fernen Köln ein Mädchen aus Ostberlin kennen.

Und kurz darauf…Ostberlin selber. Mit zwei Koffern in der Hand und westlichen Vorstellungen einer halbwegs entwickelten Kommunikationsgesellschaft im Kopf wechselte ich meinen ständigen Wohnsitz kurz nach dem Ende der real existierenden DDR – in die Prenzlauer Allee, Berlin –Ost. Wie Günther Schabowski mir mein erstes Handy verschaffte… weiterlesen