Der Kollege Thomas Jungbluth trägt die Hauptschuld. Denn bei dem stieß ich irgendwann Mitte 2002 auf ein Blog. Das hieß damals noch „Weblog“ – und zwar DAS Weblog. Star in der Manege war die Open-Source-Community Antville mit ihrer eigenen Blog-Hosting-Plattform, und der besagte Kollege betrieb dort ein Blog namens „beidrt.antville“, was man als Rheinländer leicht als Umschreibung von „Bei der Tante“ dechiffrieren kann. Ich war sofort – wie sagt man? – angefixt, denn im Internet, genauer: im weltweiten Web zu publizieren, das war schon seit ich 1995 auf dieses Globalnetz gekommen war, mein Traum. Wochenlang recherchierte ich rund um dieses Thema und kam dann auf eine andere Blog-Plattform – blogger.com; damals noch selbstständig, heute eingemeindet in den Google-Kosmos. Mit wenigen Klicks konnte man dort sein eigenes Weblog einrichten und gleich losschreiben. Faszinierend! Mein Leben als Blogger – Anekdoten aus 13 Jahren Online-Schreiberei weiterlesen
Der neue digitale Verstärker, bei dem alles ganz anders kam
In Geschichten ist es immer so: Man erwartet das eine, und doch geschieht das andere, das Unerwartete. Genauso ging es mir letzte Woche. Denn als ich unseren neuen TV-Hifi-Dolby-Wasweißich-Verstärker mit 7.2 statt 5.1 anschließen wollte, habe ich mich auf einen harten Samstag eingerichtet.
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Hoppla jetzt komm ich…Self Publishing aus Digisaurier Sicht
Als ich 16 war und zum ersten Mal auf die Buchmesse ging, da dachte ich: da kommen Autoren hin und zeigen den Buchmachern, die Verleger heißen, ihre Manuskripte. Und dann entsteht ein Buch. Ich brauchte ein paar Jahre um zu verstehen, dass Autoren da eigentlich gar nicht so gern gesehen waren. Außer natürlich die berühmten, die Lesungen hatten oder Interviews und Autogramme gaben. Self Publishing, eBook & Co bringen die Branche aber gerade irgendwie durcheinander. Doch Vorsicht: es ist nicht alles Gold, was da für Autoren scheinbar glänzt. Und hinter den Kulissen sieht es sogar ein wenig armselig aus… Hoppla jetzt komm ich…Self Publishing aus Digisaurier Sicht weiterlesen
Der Fluch des Science Museum
Es muss ein Fluch sein. Wo immer ich hinkomme, stürzen Computer ab, verabschiedet sich Software, geht das WLAN kaputt. So auch auf der Digisaurier-Radreise im August 2015. Als wir am ersten Reisetag spätnachmittags im Scheinfelder Hotel einchecken, gibt es noch ein schwaches WLAN und einen Gastzugang für uns. Aber am Abend: Funkstille. Das WLAN hat sich verabschiedet und damit auch der Zugang zum Netz. Prima, wenn man online über eine Reise schreiben will.
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Hans Guckindieluft – Apps für den Himmel
Es gibt so viele unnütze Apps fürs Smartphone oder Tablet, aber manche von ihnen machen einfach Spaß oder liefern interessante Informationen. Zum Beispiel über den Himmel über uns. Benutzer von Android-Geräten kennen vor allem Google Sky Map, die App, die aus dem Service Google Sky entstanden ist, aber natürlich auf einem beweglichen Gerät viel interessanter ist. Das Display bildet exakt den Ausschnitt des Himmelsgewölbes ab, den man vom aktuellen Standard aus sehen könnte – wenn der Erdball nicht im Wege wäre; zur Orientierung wird der Horizont eingeblendet. Und dann schaut man in die Tiefen des Weltraum, denn die App zeigt alle Himmelskörper, die ein gutes Teleskop zeigen würde, also auch ziemlich weit entfernte Sterne und Galaxien. Das ist faszinierend und bringt Suchtgefahr mit sich. Vor allem aber gibt es endlich und zuverlässig Antwort auf die Frage: Welcher Stern ist das denn da? Ja, der helle knapp über dem Horizont…
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Was zur Hölle… Brauch ich eine Dropbox?
Zauberwörter kommen und gehen in der Computerei. So ist es auch mit dem netten Begriff „Cloud“. Vor vier, fünf Jahren war Cloud-Computing in aller Munde, heute redet kaum noch jemand drüber, aber ein großer Teil der Anwender speichern Daten in einer Cloud und haben sich an die Nutzung gewöhnt. Da fragt sich doch der Silversurfer, ob er auch so etwas braucht und fragt dann konkret nach der Dropbox (es sei denn, er ist Apple-Fan, dann will er wissen, was es mit der iCloud auf sich hat). Schauen wir uns also das Cloud-Prinzip in der Geschmacksrichtung „Dropbox“ etwas genauer an. Eine solche Cloud ist nichts anderes als ein abgegrenzter Speicherplatz irgendwo in einem oder mehreren Rechenzentren irgendwo auf dem Globus. Daten vom eigenen Computer werden automatisch in dieser Cloud gespeichert, wenn man sie in einem bestimmten Verzeichnis auf dem heimischen PC ablegt. Damit die Daten daheim und in der Wolke immer identisch sind, werden sie automatisch synchronisiert. Jede Änderung an einer Datei auf einer der beiden Seiten wird umgehend auf die jeweils andere Seite angewendet. Was zur Hölle… Brauch ich eine Dropbox? weiterlesen
Software-Saurier – Folge 2: Tabellenkalkulation? Laaaangweilig…
Machen wir uns nichts vor: Tabellenkalkulation ist ungefähr so sexy wie mit feuchten Wollsocken im Bett. Das war von Anfang an so. Und weil ich in den Zeiten der glorreichen Data Welt der einzige war, der dem Thema Spreadsheet etwas abgewinnen konnte, wurde ich so etwas wie Experte. Alle anderen Computerfreaks in den frühen Achtzigerjahren kamen entweder von der Textverarbeitung oder vom Videospiel her oder waren Programmier-Nerds. Ein paar Jungs mit Informatikhintergrund interessierten sich auch für Datenbanken, aber eben niemand für die Tabellenkalkulation. Mir als Freiberufler kam diese Geschmacksrichtung der Software aber sehr gelegen, weil ich hoffte, damit die notwendige, aber üble Rechnerei eines Selbstständigen bewältigen zu können. Meine erste Begegnung mit einem solchen Tabellendings war dann VisiCalc auf einem Apple II. Und das Prinzip – an dem sich bis heute nie wirklich etwas Entscheidendes geändert hat – leuchtete mir sofort ein. Und, ja, ich hatte Spaß an VisiCalc! Software-Saurier – Folge 2: Tabellenkalkulation? Laaaangweilig… weiterlesen
Software-Saurier – Folge 1: Textverarbeitung aus der Steinzeit
Wenn wir Digisaurier uns darüber unterhalten, was uns seinerzeit zu den kleinen Computern hingezogen hat, dann sind die Antworten durchaus unterschiedlich. Ich selbst komme von der Speicherschreibmaschine mit Korrekturfunktion. Kennt ihr noch? So etwas wie die Triumph-Adler Gabriele 8008? Christian hat sich auch schon als jemand geoutet, den der unbändige Wunsch Zeitung zu machen auf den Computer gebracht hat. Und, ja, wer so drauf war, der hat mit der Schreibmaschine Textfahnen getippt, in Spalten auf Layoutbögen geklebt und mit Letraset-Überschriften versehen. Übrigens: Die zweite große Fraktion der ganzen frühen Adopters der neuen Technologie anfangs der Achtzigerjahre kam vom Arkadenspiel, die dritte Gruppe waren die Soft- und Hardwarefreaks, die mit dem Computer eigentlich nichts machen wollten. Weil ich so wild aufs Zeitungsmachen und Geschichtenschreiben war, fiel mir ein im Jahr 1981 ein rororo-Taschenbuch in die Hände, in dem sich ein amerikanischer Autor ganz praktisch über Textverarbeitung ausließ. Er nannte die Prinzipien und beschrieb dann die verschiedenen Varianten von der umgebauten Telexmaschine über die bereits erwähnte Speicherschreibmaschine bis zu den Computern jener Zeit und den zugehörigen Textprogrammen. Ich war fasziniert, und um ganz ehrlich zu sein: Außer so richtig ernsthafter Bürosoftware hat mich der ganze Computerkram nie wirklich interessiert.
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