Nun war es ja nicht so, dass der Chefredakteur der durchaus erfolgreichen Computerzeitschrift Data Welt einfach so zu den wichtigen Messen reisen durfte: Gut, eine Woche CeBIT und drei Tage Systems waren auch schon 1985/86 drin, aber zu den wichtigen internationalen Events reise dann doch, bitteschön, der Herausgeber himself. Aber letztlich macht Erfolg unverzichtbar, und so durfte der nämliche Chefred tatsächlich zur Comdex 1987 nach Las Vegas düsen. Wow. Und zwar allein und auf Basis wirklich schlechter Reisevorbereitungen, für die, ähem, jemand anderes im Hause zuständig war. Sagen wir so: Bis zur Landung auf dem McCarran-Airport lief noch alles glatt. Beim Mietwagen ging’s dann schon los: We haven’t received any reservation, sir. Aus lauter Mitleid überließen mir die Mietwagenleute einen leicht ranzigen Mitsubishi Colt mit Automatik. Auf ein Dosenbier mit Bill Gates. Oder: Windows schlägt GEM weiterlesen
Wie Microsoft den Mac wieder entdeckte
Microsoft und Apple – eine klassische On-Off-Beziehung, wie sie in jeder Comedy-Serie vorkommt. Man liebt einander, trennt sich, findet wieder zurück. Penny und Leonard, Jess und Nick, Ted und Robin. Ok, wir gucken zu viele Comedy-Serien.
Aber das mit Microsoft und Apple ist real. Denn seit einigen Jahren haben die beiden Liebenden ein einigermaßen stabiles Auskommen miteinander erreicht. Uns Digisaurier freut’s. Denn so gibt es zumindest die wichtigsten Microsoft-Anwendungen auch auf dem Mac. Mit fast demselben Funktionsumfang und größtenteils identischer Bedienung – aber halt auch ein paar spezifischen Unterschieden.
Wie Microsoft den Mac wieder entdeckte weiterlesenWas zur Hölle… Muss ich jetzt auch noch whatsappen?
Vor einiger Zeit meinte die Tochter (29) so ganz nebenbei: „Können uns ja über WhatsApp verabreden…“ als es darum ging, einen gemeinsamen Hundespaziergang anzustimmen.“ Was zur Hölle…“ dachte ich, „muss ich jetzt auf meine alten Tage auch noch whatsappen?“ Denn bis dahin war mir nicht nur die Quassel-App mit der grünen Sprechblase fremd geblieben, sondern alle diese sogenannten „Messenger“. Als Alt-Hippie dachte ich bis neulich immer nur an die legendäre Psychedelisch-Band „Quicksilver Messenger Service“ oder erinnerte mich an mehrfach gescheiterte ICQ-Versuche und den Widerwillen dagegen, Skype ohne Bild und Ton zu nutzen. Selbst mit der SMS als Textnachricht auf dem Handy hatte ich mich immer schwer getan – vermutlich die Folge meiner Wurstfinger, die beim Tippen auf dem Mobiltelefon durchschnittlich drei Anläufe pro Buchstabe brauchte. Damit hat die jüngere Generation – also alles unter Fuffzich – kein Problem; deren Daumen sind ja schon genetisch verformt. Außerdem war die SMS der Kids die natürlich Vorstufe für WhatsApp. Denn bei dieser enorm gefragten App, die immer unter den Top 3 der App-Charts zu finden ist, handelt es sich um den Messenger für die SMS-Generation. Aber brauch ich als Silver Surfer so etwas auch noch? Was zur Hölle… Muss ich jetzt auch noch whatsappen? weiterlesen
Das Dilemma der IT-Journalisten
„Fragt sich nur noch, wer das brauchen kann“, murmelte die Kollegin neben mir, als wir beim CeBit-Presserundgang einen Stand verließen. Erst habe ich mich ein klein wenig aufgeregt – innerlich selbstverständlich – über diese typische „ich bin kritisch, ich verhindere das“-Haltung.
Sachen on demand – 3D-Druck ganz praktisch

Der MIT-Professor Neil Gershenfeld prophezeit eine industrielle Revolution. Und zwar durch den 3D-Druck. Er muss das prophezeien, weil er sich auf das Thema spezialisiert und eine „Free-Hardware“-Bewegung begründet hat. Seine These: Weil jeder Haushalt sich mit einem sogenannten „Fabber“ seinen eigenen Kram drucken kann, wird das Transportwesen unnötig, und die Sachen kommen üer Internet als Daten ins Haus. Mir persönlich ist das einen Hauch zu spinnert, aber dieser 3D-Druck, der hat mich von Anfang an fasziniert. So bin ich einmal bei einem hiesigen Dienstleister vorstellig geworden, um mir anzuschauen, wie aus Daten Dinge werden. Aber irgendwie gab’s für einen Bedarf keinen Killer-Gegenstand. Die Praxis musste warten. Bis ich einen neuen Bumper für mein Fairphone brauchte. Sachen on demand – 3D-Druck ganz praktisch weiterlesen
Online-Leben (4): Bin ich schon drin?
Und plötzlich wollten alle rein – in dieses Internet, das ja bis heute noch mancher Bundeskanzlerin Neuland ist. Warum, wieso – keine Ahnung. Aber ein Unternehmen machte mit Macht den Weg frei und nervte unterwegs Millionen Konsumenten. AOL (America Online) hatte inzwischen Compuserve übernommen und auch den Entwickler des einzig wahren Webbrowser: Netscape bekam das nicht gut, wurde rasch vom Microsoft Internet Explorer (IE) überholt, überlebte aber bis heute in den Engines verschiedener Browser. Bernhard W. kann seinen Widerwillen gegen AOL bis heute nicht ganz unterdrücken und erzählt in dieser Folge, wie er die Kommunikation der alten BBS-Tage im Internet wiederentdeckte.
F: Du warst 1999 schon drin; Boris Becker aber noch nicht.. Online-Leben (4): Bin ich schon drin? weiterlesen
Außer Kontrolle: Wie mich ein WLan Problem dick machte…

Ich bin ein Kind der Digitalisierung. Ein wohlgenährtes Kind – um genau zu sein. Einfach gesagt: ich neige zur Moppeligkeit und habe vor einigen Jahren (präzise wie mein elektronischer Trainingskalender weiß am 19.10 im Jahre des Bauches 2002) angefangen dem Thema Übergewicht mit der Hilfe von digitaler Technik im wahrsten Sinne des Wortes zu Leibe zu rücken. Das Radbild ganz oben zeigt es schon: Herzfrequenz-Uhr, GPS bei allen Outdoor-Aktivitäten. Aber auch Sport-Ergometer am Computer angeschlossen, schließlich ein elektronisches Online-Ernährungstagebuch und – eine WLan Waage… Ich war damit wohl einer der ganz frühen Selbstvermesser. Aber erst ein kaputter WLan Extender hat mir klar gemacht: man gewöhnt sich an digitale Werte über sich selbst. Und das ist gar nicht mal schlecht so. Selbst-Vermessung ist kein digitaler Quatsch sondern ein ordentliches Stück Bewußtsein schaffend. Wie die Waage die mich letztes Jahr dick gemacht hat beweist… Außer Kontrolle: Wie mich ein WLan Problem dick machte… weiterlesen
Online-Leben (3): Die kurze Ära Compuserve
Mit der zweiten Folge unserer Serie „Online leben“ führte uns der Zeitzeuge Bernhard W. in die geheimnisvolle Welt der Hacker. Heute redet er von der Zeit, in der mit Compuserve die E-Mail, der Chat und der Datenaustausch als Dienstleistung aufkamen und dieser ganze DFÜ-Kram plötzlich seriös wurde.
F: Deine Zeit als Hacker dauerte nicht sehr lange, oder? Online-Leben (3): Die kurze Ära Compuserve weiterlesen