Alle Beiträge von Rainer Bartel

Aktivitäten außerhalb – Facebook und die Transparenz

Gut, über das Geschäftsmodell von Facebook gibt es ja schon seit Längerem keine Zweifel: Der Laden verdient Kohle mit Reklame. Und zwar mit solcher, die jedem User nach seinem Verhalten zielgenau serviert wird. Technisch betrachtet sind die Algorithmen schon sehr ausgefeilt, auch wenn es immer wieder vorkommt, dass man sich fragt, warum in drei Zuckerbergs Namen man genau diese Anzeige präsentiert bekommt, obwohl einen das Beworbene genau Null interessiert. Schon lange reicht es Facebook nicht mehr, nur die Spuren zu verwerten, die Anwender innerhalb des FB-Kosmos‘ (zudem auch Instagram und WhatsApp gehören) hinterlässt. Wann immer sich jemand per Facebook-Account auf irgendeiner Seite angemeldet oder einem Webservice die Verbindung zu Facebook explizit genehmigt hat, fließen dort entstandene Daten auch an das soziale Netz – es handelt sich um die sogenannten „Aktivitäten außerhalb von Facebook“. Und die macht ein FB-Tool nun endlich transparent. Aktivitäten außerhalb – Facebook und die Transparenz weiterlesen

Was zur Hölle… taugen Mini-PCs?

Als Apple vor 15 Jahren den Mac mini auf den Markt brachte, sorgte der quadratische Winzling noch für ein wenig Verwirrung. Natürlich erschien der extrem geringe Formfaktor zunächst attraktiv, aber eingefleischte Mac-User zweifelten an der Leistungsfähigkeit. Einen Trend zum kleinen Desktopcomputer setzte der Mini jedenfalls nicht. Da mussten gut sieben Jahre ins Land gehen bis einige der namhaften Hersteller von Windows-PCs in dieselbe Richtung dachten. Heute ist das Angebot an Mini-PCs groß, ja, beinahe überschaubar – aber nicht sonderlich erfolgreich. Was vor allem daran liegt, dass die Nutzer mehrheitlich zu Notebooks auch für den stationären Gebrauch greifen. 2012 aber betrat mit Intel ein Gigant diese Nische und prägte den Begriff „Next Unit of Computing“ (kurz: NUC) für diese Gattung. Was zur Hölle… taugen Mini-PCs? weiterlesen

Fast vergessen (3): Der Joystick – Rührstab für den Computer

Jeder, der einen Homecomputer besaß und gelegentlich daran zockte, hatte einen. Die Rede ist vom Joystick, diesem merkwürdigen Ding zum Steuern eines Rechners. Mit dem großen Umbruch der Computergame-Szene in den Neunzigern geriet er fast in Vergessenheit. Aber jetzt erlebt er bei den Zockern aller Alters- und Gewichtsklassen eine Renaissance. Wobei: Weg war er nie, und die ganz Harten schwören auf klassische Modelle mit digitaler Vierachsenabtastung und zwei Knöpfen. Fast vergessen (3): Der Joystick – Rührstab für den Computer weiterlesen

Die Zwanzigerjahre: Was wird anders in der digitalen Welt?

“Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen”, heißt es in einem Zitat, das wir schon vor anderthalb Jahren brachten als es um Googles inzwischen fast vergessene Datenbrille (siehe Titelbild) ging. Und weil Vorhersagen so schwierig sind, wollen wir in dieser Vorschau eben nicht prognostizieren, was im Jahr 2030 in einem Rückblick auf die Zwanzigerjahre stehen würde, sondern einfach ein paar offensichtliche Trends weiterstricken. Beginnen wir mit dem schnöden Mammon. Die Zwanzigerjahre: Was wird anders in der digitalen Welt? weiterlesen

Rückblick auf die Zehnerjahre: Die erste volldigitale Dekade

Zum Weihnachtessen 2007 erschien ein Gast mit einem brandneuen Gerät, das er uns stolz vorführte. Es handelte sich um eines der ersten Apple iPhones. Um ehrlich zu sein: Ich war nur mäßig begeistert, und auch andere Anwesende fragten, wozu das Ding gut sein sollte. Ja, argumentierte der stolze Besitzer, mit diesem Handy könne man überall ins Internet gehen. Was die Frage aufwarf, wer denn das wollen sollte. Der Mann mit dem iPhone aber war sich sicher, bald würden viele Leute unterwegs surfen wollen. Tja, und ziemlich genau zum Beginn der Zehnerjahre schaffte ich das erste Android-Smartphone an – ohne natürlich zu ahnen, dass auch für mich damit die erste volldigitale Dekade begonnen hatte. Rückblick auf die Zehnerjahre: Die erste volldigitale Dekade weiterlesen

5 coole digitale Weihnachtsgeschenke – ein Ratgeber

Natürlich schenken Digisaurier ihren Lieben zum Fest was Digitales. Nun wird sich der eine oder die eine andere über einen USB-Hub freuen, weil USB-Anschlüsse kann man nie genug haben. Allerdings ist etwas derart Nützliches nicht besonders cool. Andererseits ist ein Apple iPad im Werte von 1.000 Euro zwar cool, wirkt aber als Geschenk angeberisch. Und wer freut sich schon über superduper Gadgets, die zu nichts nütze sind? Weil perfekte digitale Weihnachtsgeschenke irgendwo dazwischen liegen, sind wir auf die Pirsch gegangen und schlagen die folgenden fünf wahrhaft coolen Dinge zum Verschenken vor: 5 coole digitale Weihnachtsgeschenke – ein Ratgeber weiterlesen

Kleine Weltgeschichte des Spam und der Junk-Mail

Ach, wär das schön, man könnte ans Mail-Postfach einen Zettel kleben, der sagt: Keine Werbung! So wie man das beim heimischen Briefkasten tut und dann weitestgehend von unverlangt eingeworfenem Papierkram verschont bleibt. Natürlich verfügt heute jedes halbwegs ordentliche Mailprogramm über einen automatischen Filter für Junk, den man manuell auch noch verschärfen kann – aber trotzdem schaffen es immer noch endlos viele Spam-Mails ins Eingangskörbchen. Außerdem ist Mail-Spam ja inzwischen auch nicht mehr die einzige digitale Belästigung. Dabei hat alles so harmlos angefangen… Kleine Weltgeschichte des Spam und der Junk-Mail weiterlesen

Was zur Hölle … soll ich mit TOR surfen und dadurch anonym bleiben?

Seien wir ehrlich: Vermutlich sind sich 90 Prozent der Internet-User nicht im Klaren darüber, dass sie beim Surfen jederzeit abgehört werden können. Und von denjenigen, die es wissen, ist es weiteren 50 bis 60 Prozent egal. „Ich hab nix zu verbergen,“ sagt diese Gruppe gern, wundert sich aber gleichzeitig darüber, dass diverse Suchmaschinen und Social-Media-Dienste ihnen immer die passende Reklame servieren. Das mag in demokratischen Systemen noch halbwegs okay sein. Wenn aber der Staat – wie in China und Russland – das Internet kontrolliert und abhört, dann können die Spuren, die jeder im Netz hinterlässt, irgendwann zu sehr unangenehmen Folgen führen. Deshalb ist anonymes Surfen für Milliarden Menschen auf der Welt nichts anderes als Selbstverteidigung. Was zur Hölle … soll ich mit TOR surfen und dadurch anonym bleiben? weiterlesen