Irgendwann 1984 oder 1985. Ich schwänze die ersten beiden Schulstunden und sitze zuhause vor einem VZ200. Neben mir ein blaues Buch, Din A4, gesetzt mit einem Neunnadel-Drucker. Vom VZ200 führt ein Antennenkabel in einen alten Schwarzweißfernseher, den ich für 5 Mark auf dem Flohmarkt gekauft hatte. Das Buch ist voller Basic-Listings, die ich abtippe, ändere und ergänze. Ich ärgere mich wie blöd, weil mein Programm nicht funktioniert. Und bin doch glücklich.
Archiv der Kategorie: Ge-nutzt
Sowas wie Tests – nicht im Labor, keine Messwerte. Einfach nur genutzt. Und dabei erfolgreich gewesen oder auch nicht…
Lieblings-Apps: Musik nach Lust und Laune mit personal radio von Aupeo
Ja, ja, sagen manche, ist doch auch wieder nur blödes Internet-Radio. Oder: Komischer Streaming-Service, dieses „personal radio“ von Aupeo. Falsch, alles falsch: Dieser Service ist wirklich anders und für jeden, der Musik liebt und sich täglich mit Musik umgeben mag, ein unumgängliches Muss. Okay, die Soundqualität liegt auf MP3-Niveau, was den Musik-Gourmets Grund genug ist, derlei Geräusch zu meiden. Aber dass dieses clevere Ding lernt und weiß, was ich gern höre, ist echt der Hammer. Lieblings-Apps: Musik nach Lust und Laune mit personal radio von Aupeo weiterlesen
Apple nervt! Mein Leben mit und ohne Mac (2)
Im ersten Teil habe ich ausgebreitet, wie sehr ich in Macs verliebt war und wie sehr enttäuscht vom Newton und Apple selbst. Das quietschbunte Fisher-Price-Activity-Center aber, das als iBook unter die Leute geworfen wurde, hat mich regelrecht empört. Plötzlich saßen scheinbar seriöse Geschäftsreisende in den Flughafen-Terminals und hackten auf diesen rundlichen Dingern herum als seien es Computer. „Translucent“ hieß das Buzzword – farbig getönter, durchsichtiger Kunststoff; Apple schien ganz verrückt danach zu sein. Als dann der iMac kam, sah es in vielen Büros aus wie im Kinderzimmer. Steve war back, aber er regierte nicht so wie es die geschönte Biografie (verfilmt mit Ashton Kutcher, der Jobs gab wie eine Karikatur) glauben machen will. Weil der Herr der Äpfel technisch ja eher so der Laie war, arbeitete er sich zunächst in der Design-Abteilung ab und befahl zudem die komplette Übernahme seines NeXT-Betriebssystems als OS X. Apple nervt! Mein Leben mit und ohne Mac (2) weiterlesen
Apple nervt! Oder: Mein Leben mit und ohne Mac (1)
Da stand der knuffige Würfel und lächelte mich an. Mein erster Macintosh. Ja, Macintosh, denn 1984 sprach und schrieb man den Namen noch aus. Und wer auf sich hielt, wusste, dass dies der Name einer Apfelsorte ist. Der Weg zu meinem ersten Macintosh war, nun, ungewöhnlich und begann mit dem Besuch eines Vertreters in der PR-Agentur, in der ich in den späten Achtzigerjahren wirkte. Wir hatten IBM-Kugelkopfschreibmaschinen im Einsatz. Aber meine Chefs waren fortschrittsgläubig und technik-affin und wollten mit der Zeit gehen. So forderten sie bei allen möglichen Bürotechnik-Läden Angebote an. Um es vorweg zu nehmen: Am Ende kam eine Speicherschreibmaschine von Triumph-Adler dabei heraus, eine… Spannend war aber dieser Vertreter, der im Besprechungsraum einen Apple II aufbaute und vorführte. Wir alle verstanden Bahnhof, und der gute Mann zog unverrichteter Dinge wieder ab. Und kam Anfang 1983 wieder, um uns Lisa vorzustellen. Ich gestehe, ich fiel in Liebe mit Lisa. Ich wollte eine haben, haben, haben… Apple nervt! Oder: Mein Leben mit und ohne Mac (1) weiterlesen
Digitalisierung in Tippelschritten
„Krsccccch hat der Bundestag in seiner frpfrpfrp heute Nachmittag shhhhhhchapchap…“. Ich stürze aus meinem Zimmer und schalte das verdammte Radio aus. Franziska findet das gar nicht witzig. „Sorry, ich kann das so nicht hören,“ entschuldige ich mich und versuche ihrem Blick auszuweichen. Ich lasse mich nämlich von solchen Geräuschen ganz leicht aus der Konzentration reißen. Störungen! Tonstörungen! Gruselig.
Aber es gibt noch ein größeres Problem als die Tonstörungen: Franziska würde gerne Radio hören und sieht mich immer noch vorwurfsvoll an. Der Hausfrieden steht auf dem Spiel. Was also tun?
Was zur Hölle… ist denn nun schon wieder High Resolution Audio?
Ich hab’s getan! Ich habe mein Gehör vermessen lassen! Bei der netten Frau Rosemann in ihrem gemütlichen Brillen-und-Hörgeräte-Laden. Da macht der gute Mario Adorf nämlich auf mehreren Aufstellern Reklame für diese Dinger, die einem schwerhörigen Opa helfen, wieder am akustischen Leben teilzunehmen. Warum ich das Tat? Weil ich seit meiner Kindheit immer wieder gesagt bekommen habe, ich können schlecht hören. Und wie das so ist: Irgendwann erfüllt sich die Prophezeiung selbst, und ich glaubte dran. Da hatte ich dann aber auch eine gute Ausrede, dass „meine Anlage“ immer viel schlechter war als die von Peter oder Kalle. Ich behauptete einfach immer: Ich hör eh keinen Unterschied. Zuletzt wollte ich so argumentieren, als der verehrte Mit-Dino Michael Kausch eine Entgegnung auf meinen Radio-Artikel verfasste. Aber so ganz en passant öffnete er mir die Ohren(sic!) für High Resolution Audio – mit einem Beitrag auf seinem eigenen Blog. Und deshalb ließ ich bei Frau Rosemann mein Gehör durchmessen. Was zur Hölle… ist denn nun schon wieder High Resolution Audio? weiterlesen
Was zur Hölle… Macht Basteln mit einem Raspberry Pi wirklich Spaß?
Viele Digisaurier haben sich eine gewisse Affinität zu Platinen bewahrt und immer noch keine Angst vorm Lötkolben. Wer sich in den Neunzigern vielleicht einen eigenen PC aus zusammengekauften Teilen gebaut oder höchstpersönlich EPROMs gebrannt hat, traut sich auch heute noch, mal ein Device aufzuschrauben und nach dem Rechten zu sehen. Der Nachfolgegeneration ist derlei Mut fast vollständig abhanden gekommen. Dabei ist jede Form von Computerbastelei – die softwareseitige eingeschlossen – der Königsweg zum Verständnis des Wie und Weshalb der ganzen Digitalität.
Tatsächlich waren es Pädagogen aus Großbritannien, die schon vor vielen, vielen Jahren die Idee hatten, einen Computer zu entwickeln, die von Schülerhänden erst einmal montiert und anschließend programmiert werden müssten, um nutzbar zu sein. Mit dem BBC Micro wurde diese Idee zu Anfang der Achtziger Wirklichkeit. Gleichzeitig hielten hierzulande die Herren vom WDR Computerclub das Bastelfähnchen bis 2003 hoch. Was zur Hölle… Macht Basteln mit einem Raspberry Pi wirklich Spaß? weiterlesen
Lieblings-Apps: Komoot – So finden Sie immer den anstrengendsten Weg
Ist ja nicht das erste Mal, dass hier von Komoot die Rede ist. Die Mit-Digisaurier Christian und Martin haben ja von diesem wunderbaren Werkzeug bei ihrer Radtour von Neuland nach Digitalien reichlich Gebrauch gemacht – mehr oder weniger erfolgreich bzw. anstrengend. Aber Komoot ist nicht nur ein prima Portal und eine affenstarke App für Velotrampler, sondern auch für Fußgänger. Weil ich persönlich es nicht so sehr mit den Bergen habe und das Rad vor allem innerstädtisches Verkehrsmittel ist, kommt Komoot hauptsächlich bei Wanderungen mit dem Hund zum Einsatz. Um es kurz zu machen: Komoot ist für Radler und Gänger praktisch das, was Google Maps oder Apps wie Navigon für Autofahrer sind: ein perfekter Routenplaner. Lieblings-Apps: Komoot – So finden Sie immer den anstrengendsten Weg weiterlesen