Archiv der Kategorie: Ge-schichte

Historisches & Vergangenes rund um Computer und Co: Computergeschichte und Computergeschichten finden sich hier.

12 PC-Programme, die mal ganz wichtig waren

Ganz ehrlich: In den Achtziger- und Neunzigerjahren haben wir uns wenig Gedanken darüber gemacht, welche Software man noch im dritten Jahrtausend auf dem PC nutzen würde. Wir haben uns, um auch das zu gestehen, überhaupt recht wenig darum gekümmert, was bleibt, was geht, was ist und was wird. Und plötzlich schrieb man das Jahr 2016, und der Verfasser dieses kleinen Listicals fragte sich eines Tages: Gibt’s eigentlich den Pagemaker noch? Worauf ihm insgesamt ein Dutzend Programme einfiel, die mal ganz schrecklich wichtig waren. Hier sind sie:

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Sensation 1969: Der erste Computer-Mann des Jahres war… eine Frau!

In dem Jahr, als Neil Armstrong den Mond betrat, das ARPANET als Vorläufer des Internets startete und Bill Gates in seiner Schule den ersten Kontakt mit einem Computerterminal hatte, war eine Frau vielen männlichen Kollegen weit voraus: Grace Hopper gewann den „Computer Science Man-of-the-Year Award“, den ersten überhaupt! Ihr wie auch weiteren Frauen hat die IT-Welt viel zu verdanken, und doch kennen heute nur wenige ihre Namen. Ohne Hopper zum Beispiel wären Computer vielleicht viel komplizierter zu bedienen. Deshalb würdigen wir die „Queen of Code“ – zwar nicht mit einem eigenen Doodle wie hier im Titelbild, aber mit einem Beitrag der Reihe „Computerfrauen“.
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Hundert Jahre vor dem Computer: Der erste Programmierer war… eine Frau!

Man nehme: viele dänische Klötzchen und einen Raspberry Pi – fertig ist die moderne Heimversion der mechanischen Rechenmaschine von Charles Babbage. Schon 9000 LEGO-Fans wünschen sich die legendäre „Analytical Engine“ als Set zum Nachbauen, und die Chancen für einen Marktstart stehen gut. Doch das Set wäre kein Set, wenn die wahre IT-Heldin fehlen würde: Etwa 100 Jahre, bevor der erste echte Computer erfunden wurde, brachte Ada Lovelace Notizen zu Papier, die sie zum ersten Programmierer der Welt machten.
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Der Drucker war mal der schlimmste Feind der Menschheit…

Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Drucker ähnelt der Ko-Evolution von Mensch und Hund: Am Anfang standen sich die beiden Spezies eher misstrauisch gegenüber, aber je näher der Canis an den Homo Sapiens rückte, desto mehr wurde er zum besten Freund des Menschen. Dazwischen stand der lange, schwierige Weg der Domestizierung. Darunter versteht man bekanntlich den Prozess, während dessen das halbwilde Vieh nach und nach gezähmt wird, sodass es am Ende tut, was der Mensch will – meistens… Wer noch lebendige Erinnerungen an Matrixdrucker der frühen Achtzigerjahre hat, darf sich als Pionier fühlen, der sich in diesen harten Kampf mit der Kiste begeben hat und am Ende siegreich hervorging. Denn die heutigen Tintenstrahl- und Laserdrucker sind ganz lammfromme Hausgenossen, die genau das tun, was sie sollen – meistens… Der Drucker war mal der schlimmste Feind der Menschheit… weiterlesen

Emulatoren sparen Platz

Emulatoren sind kleine Programme für Windows oder Mac, die alte Hardware nachbilden. Digisaurier Martin hat sich damit beschäftigt.

Das Klacken des Netzschalters. Der Röhrenmonitor springt mit einem „Pleng“ an, knistert leise und entfaltet ein flimmerndes Bild in 50 Hertz. Es riecht nach altem Plastik. Jetzt die Diskettenbox öffnen, eine handgelochte Diskette heraus nehmen, in die Floppy stecken, verriegeln und den Computer starten.

Herrje, wie umständlich! Das ist ja schlimmer, als der Vinylfetischismus der analogen Audiofreunde!

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Apple nervt! Mein Leben mit und ohne Mac (2)

Im ersten Teil habe ich ausgebreitet, wie sehr ich in Macs verliebt war und wie sehr enttäuscht vom Newton und Apple selbst. Das quietschbunte Fisher-Price-Activity-Center aber, das als iBook unter die Leute geworfen wurde, hat mich regelrecht empört. Plötzlich saßen scheinbar seriöse Geschäftsreisende in den Flughafen-Terminals und hackten auf diesen rundlichen Dingern herum als seien es Computer. „Translucent“ hieß das Buzzword – farbig getönter, durchsichtiger Kunststoff; Apple schien ganz verrückt danach zu sein. Als dann der iMac kam, sah es in vielen Büros aus wie im Kinderzimmer. Steve war back, aber er regierte nicht so wie es die geschönte Biografie (verfilmt mit Ashton Kutcher, der Jobs gab wie eine Karikatur) glauben machen will. Weil der Herr der Äpfel technisch ja eher so der Laie war, arbeitete er sich zunächst in der Design-Abteilung ab und befahl zudem die komplette Übernahme seines NeXT-Betriebssystems als OS X. Apple nervt! Mein Leben mit und ohne Mac (2) weiterlesen

Apple nervt! Oder: Mein Leben mit und ohne Mac (1)

Da stand der knuffige Würfel und lächelte mich an. Mein erster Macintosh. Ja, Macintosh, denn 1984 sprach und schrieb man den Namen noch aus. Und wer auf sich hielt, wusste, dass dies der Name einer Apfelsorte ist. Der Weg zu meinem ersten Macintosh war, nun, ungewöhnlich und begann mit dem Besuch eines Vertreters in der PR-Agentur, in der ich in den späten Achtzigerjahren wirkte. Wir hatten IBM-Kugelkopfschreibmaschinen im Einsatz. Aber meine Chefs waren fortschrittsgläubig und technik-affin und wollten mit der Zeit gehen. So forderten sie bei allen möglichen Bürotechnik-Läden Angebote an. Um es vorweg zu nehmen: Am Ende kam eine Speicherschreibmaschine von Triumph-Adler dabei heraus, eine… Spannend war aber dieser Vertreter, der im Besprechungsraum einen Apple II aufbaute und vorführte. Wir alle verstanden Bahnhof, und der gute Mann zog unverrichteter Dinge wieder ab. Und kam Anfang 1983 wieder, um uns Lisa vorzustellen. Ich gestehe, ich fiel in Liebe mit Lisa. Ich wollte eine haben, haben, haben… Apple nervt! Oder: Mein Leben mit und ohne Mac (1) weiterlesen