Da stand der knuffige Würfel und lächelte mich an. Mein erster Macintosh. Ja, Macintosh, denn 1984 sprach und schrieb man den Namen noch aus. Und wer auf sich hielt, wusste, dass dies der Name einer Apfelsorte ist. Der Weg zu meinem ersten Macintosh war, nun, ungewöhnlich und begann mit dem Besuch eines Vertreters in der PR-Agentur, in der ich in den späten Achtzigerjahren wirkte. Wir hatten IBM-Kugelkopfschreibmaschinen im Einsatz. Aber meine Chefs waren fortschrittsgläubig und technik-affin und wollten mit der Zeit gehen. So forderten sie bei allen möglichen Bürotechnik-Läden Angebote an. Um es vorweg zu nehmen: Am Ende kam eine Speicherschreibmaschine von Triumph-Adler dabei heraus, eine… Spannend war aber dieser Vertreter, der im Besprechungsraum einen Apple II aufbaute und vorführte. Wir alle verstanden Bahnhof, und der gute Mann zog unverrichteter Dinge wieder ab. Und kam Anfang 1983 wieder, um uns Lisa vorzustellen. Ich gestehe, ich fiel in Liebe mit Lisa. Ich wollte eine haben, haben, haben… Apple nervt! Oder: Mein Leben mit und ohne Mac (1) weiterlesen
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Linux schon tot? Warum kaum noch einer vom einzig wahren Betriebssystem für kleine Computer redet…
[Titelbild: Richard Dawson via Wikimedia]
Dass der finnische Programmierer Linus Torvalds ab 1991 quasi im Alleingang den Kernel eines neuen Unix-Betriebssystems für kleine Computer schrieb, gehört zu den vielen historischen Meilensteinen, die in der Computerei an Personen gebunden sind. Wer aber den sympathischen Typen, der zur schwedischsprachigen Minderheit in Finnland zählt, als „Erfinder“ von Linux apostrophiert, irrt. Denn der Entstehung dieses Systems ging eine Bewegung voraus, die sich quer durch die globale Nerd-Szene der Achtzigerjahre zog: Die Experten hatten von den aus ihrer Sicht üblen Betriebssystemen à la MS-DOS oder Schlimmerem die Nase voll. UNIX galt ihnen als das perfekte Betriebssystem, das allerdings so ohne weiteres nicht auf kleine Computer übertragbar war. Außerdem war in jenen Jahren die Frage nach dem OS eine politische Frage. In den Universitäten weltweit herrschte die Meinung vor, Information müsse frei sein, Computer seien für jedermann, und kein Unternehmen dürfe auch nur ansatzweise ein Monopol auf irgendetwas haben – schon gar nicht Microsoft. Linux schon tot? Warum kaum noch einer vom einzig wahren Betriebssystem für kleine Computer redet… weiterlesen
#NeuDig: Von Neuland nach Digitalien – wir wollen es wirklich tun!
2016 ist ein besonderes Jahr für mich. Vor genau 20 Jahren habe ich mich für kommende Generationen zur Lachnummer gemacht. Im Fernsehen. Bundesweit. Im ZDF. Ohne es zu ahnen… Und das hat Folgen bis heute. Zum Beispiel die Idee zu dieser besonderen Reise: von Neuland nach Digitalien – kurz: #NeuDig. Eine Reise durch Deutschlands digitale Geschichte. Nur mit dem Rad und der Bahn. Denn es soll nicht zu schnell gehen, auf der digitalen Spurensuche. Und euch bitte ich, dabei zu sein und mitzuhelfen. #NeuDig: Von Neuland nach Digitalien – wir wollen es wirklich tun! weiterlesen
Was zur Hölle… ist denn nun schon wieder High Resolution Audio?
Ich hab’s getan! Ich habe mein Gehör vermessen lassen! Bei der netten Frau Rosemann in ihrem gemütlichen Brillen-und-Hörgeräte-Laden. Da macht der gute Mario Adorf nämlich auf mehreren Aufstellern Reklame für diese Dinger, die einem schwerhörigen Opa helfen, wieder am akustischen Leben teilzunehmen. Warum ich das Tat? Weil ich seit meiner Kindheit immer wieder gesagt bekommen habe, ich können schlecht hören. Und wie das so ist: Irgendwann erfüllt sich die Prophezeiung selbst, und ich glaubte dran. Da hatte ich dann aber auch eine gute Ausrede, dass „meine Anlage“ immer viel schlechter war als die von Peter oder Kalle. Ich behauptete einfach immer: Ich hör eh keinen Unterschied. Zuletzt wollte ich so argumentieren, als der verehrte Mit-Dino Michael Kausch eine Entgegnung auf meinen Radio-Artikel verfasste. Aber so ganz en passant öffnete er mir die Ohren(sic!) für High Resolution Audio – mit einem Beitrag auf seinem eigenen Blog. Und deshalb ließ ich bei Frau Rosemann mein Gehör durchmessen. Was zur Hölle… ist denn nun schon wieder High Resolution Audio? weiterlesen
Alles auf Anfang – wie uns eine Woche veränderte
Wir hatten eine Woche lang soviel Spaß, wie schon lange nicht mehr. Wir wurden so oft wie nie komisch angeguckt, wir wurden auch mal ausgelacht – aber wir haben auf eine Art gearbeitet, die wir schon fast vergessen hatten. Ärmel hochkrempeln, nehmen was man kriegen kann und daraus digitale Geschichten machen. Ein paar davon wollen wir jetzt erzählen. Alles auf Anfang – wie uns eine Woche veränderte weiterlesen
Das Ende ist nah!
Es ist das Wochenfazit eines Digisauriers. Zufälligerweise war das die CeBIT Woche, sodass ich viele Menschen und Erlebnisse hatte, die zu diesem Fazit beigetragen haben. Zufälligerweise weiß ich, dass die meisten sich am Ende der Woche nur mehr einen feuchten Kehrricht für die Messe interessieren. Zufälligerweise habe ich aber entdeckt, dass das Ende naht. Also: vielleicht mögt ihr mich doch begleiten… Das Ende ist nah! weiterlesen
Wieviel Update braucht der Mensch?
Heute wollte ich ein Tool herunterladen, um meine alten Word-Dateien so zu konvertieren, dass ich sie auch noch mit Word 2016 auf dem Mac lesen kann. Aber es kam anders als geplant. Ganz anders. Und der Grund hieß Windows.
Liebling, ich habe den AdBlocker ausgeschaltet! Hat überhaupt nicht wehgetan…
Und das kam so. Nachdem die aktuellen Versionen meines Leib-und-Magen-Browsers Firefox (der schon in seiner ersten Inkarnation als „Phoenix“ ins Haus kam) sich mit meinem Desktop-PC und Windows 10 nicht so recht vertragen wollen, bin ich auf Google Chrome umgestiegen. Und dort habe ich erst gar nicht damit angefangen, diese ganzen Add-Ons und Plugins und Erweiterungen und Tools zu installieren. Chrome läuft quasi pur. Und eben auch ohne AdBlocker. Ich gestehe: Ich bin ein Reklameallergiker. Mir geht Werbung jeglicher Art auf die Nerven. In schönen digitalen Zeiten, in denen ich mich jederzeit selbst über das Angebot an Produkten, die ich brauche oder möchte, informieren kann und nullkommanull auf die Anpreisungen der Anbieter angewiesen bin, halte ich die altmodische Werbung in Gestalt von Plakaten, Anzeigen (print und online) und TV-Spots für anachronistischen Kram. Unternehmen, die heutzutage noch so werben, haben meiner Meinung nach den digitalen Knall nicht gehört. Noch bescheuerter wird dieser ganze Werbeunfug dadurch, dass es für ein ganz normales Geschäftsmodell gehalten wird, Online-Content werbefinanziert anzubieten. Aber das sehen Betreiber solcher Geschäftsmodelle, allen voran die verstaubten Totholzverlage, natürlich völlig anders. Sollen sie doch, denn wer wie ich Reklame auch und gerade im Web hasst, der hat ja immer noch den AdBlocker. Und den habe ich nun abgeschafft, also: vorübergehend. Liebling, ich habe den AdBlocker ausgeschaltet! Hat überhaupt nicht wehgetan… weiterlesen