Manchmal kommen wir Digisaurier nicht mehr so richtig mit. Da poppen gerade im sozialen Netz plötzlich Hypes auf, bei denen wir uns fragen: Braucht das wer? Und dann lesen wir, dass die Generation X oder Y oder Z diese oder jene Plattform zum neuen Mitmachding erkoren hat. Wobei es uns ja manchmal schon schleierhaft ist, wie das alles mit diesen Influencern eigentlich funktioniert. Jetzt also OnlyFans. Dieses Social-Media-Dingsbums wurde, obwohl schon seit 2016 am Start, ab Ende 2020 durchs mediale Dorf gejagt … und größer gemacht als es in Wahrheit ist. Was zur Hölle … ist denn dieses OnlyFans? weiterlesen
Archiv der Kategorie: Ge-meint
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Was zur Hölle … TikTok jetzt auch für Senioren?
Die sogenannten „sozialen Medien“ haben gerade bei Digisauriern keinen besonders guten Ruf – Facebook, vielleicht, eventuell noch Twitter und Instagram, aber von TikTok lassen Senior:innen meist die Finger … sollte man meinen. Tatsächlich aber machen User:innen im Alter von 50+ immerhin 11 Prozent der registrierten TikTok-Gemeinde aus. Seit Kurzem umwirbt TikTok diese Zielgruppe, und eine ganze Reihe von Tutorials, die sich besonders an den älteren Teil der Menschheit wenden, sind nun im Angebot. Grund genug, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob und was Senior:innen mit TikTok anfangen können (und wie das alles funktioniert). Was zur Hölle … TikTok jetzt auch für Senioren? weiterlesen
Gibt es die c’t eigentlich noch? – eine Hommage
Vor mir liegt die Ausgabe 20/2022 der vielleicht einflussreichsten deutschsprachigen Computerzeitschrift aller Zeiten. Als wir 1983 aus dem Katalog des Hauses Data Becker die DATA WELT machten, schauten wir mit maximalem Respekt zu genau zwei Publikationen auf: zur CHIP und eben zur c’t. Schauen wir auf die heutige Landschaft der Printmagazine zu digitalen Themen, sind es genau diese beiden Titel, die überlebt haben. Während die CHIP zu einem Allzweckblatt für allerlei Tests und Themen degeneriert ist, ist die c’t geblieben, was sie immer war: das Magazin für Computertechnik. Gibt es die c’t eigentlich noch? – eine Hommage weiterlesen
Helium, das IoT-Netzwerk: Zukunftstechnologie, Hype oder gar Betrug?
Wenn dieser Tage etwas durch die Medien rauscht, das mit einem ganzen Cocktail an Buzzwords versehen ist, ist zumindest Skepsis angesagt. Bei Helium, das die Macher großspurig „The People’s Network“ nennen, werden Begriffe wie „Internet of Things“ (IoT), 5G, Blockchain und Kryptowährung gleich auf einmal durch die Tasten gejagt. Verschärfend kommt hinzu, dass vor allem die Dutzenden an Websites rund um Krypto, die gelegentlich auch Absender von Spammails sind, die neue Sau am heftigsten durchs Dorf treiben. An seriösen Quellen tun sich lediglich die englischsprachige Wikipedia und das Forbes-Magazin hervor. Dass Shawn Fanning, der Mann, der seinerzeit mit Napster stinkreich geworden ist, zu den Gründern zählt, macht die Sache nicht einfacher. Grund genug, sich dieses funkbasierte, plattformunabhängige Peer-to-Peer-Network einmal genauer anzuschauen. Helium, das IoT-Netzwerk: Zukunftstechnologie, Hype oder gar Betrug? weiterlesen
Die digitale Sorglosigkeit. Oder: Verschlüsselt eure Mails!
Es ist zum Verzweifeln: Von rund 400 meiner Kontakte verschlüsseln lediglich knapp 20 Leute aktiv ihre Mails. Die restlichen 380 scheinen sich weiterhin in digitaler Sorglosigkeit zu wiegen. Großflächige Aufklärung und zahllose Appelle scheinen wenig genutzt zu haben. Denn dass ganz besonders der eigentlich nur für Eingeweihte gedachte Mailverkehr problemlos abgehört werden kann, sollte selbst der letzte Digitaltrottel inzwischen wissen. Das alles auf dem Hintergrund von mittlerweile über 30 Jahren Verfügbarkeit von Kryptografie für jedermann; den Startpunkt markierte die Veröffentlichung von PGP („Pretty Good Privacy“) im Jahr 1991 durch Phil Zimmermann. Die digitale Sorglosigkeit. Oder: Verschlüsselt eure Mails! weiterlesen
Netflix-Serie: The Billion Dollar Code – Ist Google Earth in Wahrheit Terravision?
Diese vierteilige Netflix-Miniserie aus deutscher Produktion ist eine Sensation. Sie zeigt uns einen Kampf David gegen Goliath, ART+COM gegen Google. Und nach allem, was ich als Aktiver der IT- und Internet-Branche ab 1994 persönlich mitbekommen habe, schildern Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg und Regisseur Robert Thalheim die Sache sehr, sehr realistisch. Kein Wunder: Ziegenbalg und sein Team haben über Jahre intensiv recherchiert, mit Dutzenden Beteiligter gesprochen (was man übrigens in einem grandiosen Making-of nachvollziehen kann) und massenhaft Dokumente und Quellen ausgewertet. Und obwohl die Namen der Protagonisten geändert wurden und eine tragende Figur hinzuerfunden wurde, fällt The Billion Dollar Code eigentlich ins Fach „fact fiction“. Netflix-Serie: The Billion Dollar Code – Ist Google Earth in Wahrheit Terravision? weiterlesen
Gibt’s DTP eigentlich noch? Kleine Weltgeschichte des Desktop-Publishing
Der flachste Witz rund ums Thema stammt vom Anfang der Nullerjahre und ging so: „DTP? Das ist doch Quark.“ Gemeint war natürlich das Desktop-Publishing-Programm QuarkXPress, das damals marktbeherrschend war. Dessen überwältigender Erfolg hat ursächlich mit dem grandiosen Weg aus der Krise der Firma Apple dank Steve Jobs zu tun. Denn nachdem his Steveness den Laden auf links gedreht hatte, trat der Mac ab etwa 1998 seinen Siegeszug durch die Welt der Grafik-Designer an. Wer in der Werbebranche bis dahin noch nicht oder nicht mehr auf die Rechner mit dem MacOS gesetzt hatte, der stieg um. Und weil Desktop-Publishing da den Kinderschuhen längst entwachsen war, griffen die Apple-Fans unter den Gestaltern zu der DTP-Software, die am besten zum Mac passte: QuarkXPress eben. Gibt’s DTP eigentlich noch? Kleine Weltgeschichte des Desktop-Publishing weiterlesen
Bringt ZigBee das Smarthome in Schwung?
Zugegeben: Der Name ZigBee ist deutlich poetischer als die Bezeichnung WLan und weniger martialisch als der Begriff Bluetooth. Und, ja, diese Spezifikation fällt in dieselbe Kategorie. Denn es geht um den Betrieb drahtloser Netzwerke per Funktechnik. Während das Wireless LAN von Beginn an für den Aufbau lokaler Netze für Computer gedacht war und Bluetooth vor allem für die Vermeidung von Kabelverbindungen sorgen sollte, ist ZigBee ein Standard für das Internet der Dinge (IoT) auf lokaler Ebene; es wurde entwickelt für Netzwerke mit geringem Datenaufkommen bei geringem Stromverbrauch. Ob die Entwickler dabei von vornherein an das Thema Smarthome gedacht haben, ist nicht gewiss. Sicher aber ist, dass sich seit etwa 2018 viele große und wichtige Anbieter in diesem Markt auf das ab 2010 entwickelte Protokoll gestürzt haben. Denn: ZigBee könnte der Schlüssel dafür sein, Sensoren und Schalter, LED-Lampen und Kameras verschiedener Hersteller miteinander zu vernetzen. Bringt ZigBee das Smarthome in Schwung? weiterlesen