Alle Beiträge von Rainer Bartel

Was zur Hölle… Macht Basteln mit einem Raspberry Pi wirklich Spaß?

Viele Digisaurier haben sich eine gewisse Affinität zu Platinen bewahrt und immer noch keine Angst vorm Lötkolben. Wer sich in den Neunzigern vielleicht einen eigenen PC aus zusammengekauften Teilen gebaut oder höchstpersönlich EPROMs gebrannt hat, traut sich auch heute noch, mal ein Device aufzuschrauben und nach dem Rechten zu sehen. Der Nachfolgegeneration ist derlei Mut fast vollständig abhanden gekommen. Dabei ist jede Form von Computerbastelei – die softwareseitige eingeschlossen – der Königsweg zum Verständnis des Wie und Weshalb der ganzen Digitalität.
Tatsächlich waren es Pädagogen aus Großbritannien, die schon vor vielen, vielen Jahren die Idee hatten, einen Computer zu entwickeln, die von Schülerhänden erst einmal montiert und anschließend programmiert werden müssten, um nutzbar zu sein. Mit dem BBC Micro wurde diese Idee zu Anfang der Achtziger Wirklichkeit. Gleichzeitig hielten hierzulande die Herren vom WDR Computerclub das Bastelfähnchen bis 2003 hoch. Was zur Hölle… Macht Basteln mit einem Raspberry Pi wirklich Spaß? weiterlesen

Alan Kays Dynabook – die Mutter aller Laptops, Notebooks und Tablets

[Aufmacherbild: (c) Marcin Wichary via Wikimedia und Flickr]

Wer so um 1980 herum prophezeit hätte, dass im Jahr 2016 zig Millionen Menschen auf dem Globus herumwandern und dabei winzige Computer bei sich trügen, den hätte man wohl eingewiesen. Das höchste der tragbaren Gefühlen waren „intelligente“ Taschenrechner, bei denen die Ergebnisse auf einem Display angezeigt wurden. Die gab es ab Ende der Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, und ab etwa 1972 wurden sie dank Casio und Konsorten für fast jedermann erschwinglich. Ob ein gewisser Alan Kay, damals Doktorand der Ingenieurwissenschaften in Utah, von diesen Pocket Calculators, die er als Student natürlich kennengelernt hatte, inspiriert war, ist nicht überliefert. Jedenfalls entwickelte der junge Mann die Idee eines kleinen Computers für „Kinder jeden Alters“, bei dem Tastatur und Display miteinander verbunden in einem Gehäuse untergebracht sind. Man kann es drehen und wenden wie man will: das „Dynabook“ getaufte Gerät IST die Mutter aller Laptops, Notebooks und Tablets und eigentlich auch aller Smartphones. Als 1972, also vier Jahre später, am legendären Palo Alto Research Center (PARC) des damaligen Fotokopierermonopolisten XEROX ein Prototyp gebaut wurde, war schnell klar, dass Kay selbst etwas anderes im Sinn hatte als die Erfindung eines Form-Faktors. Alan Kays Dynabook – die Mutter aller Laptops, Notebooks und Tablets weiterlesen

Lieblings-Apps: Komoot – So finden Sie immer den anstrengendsten Weg

Ist ja nicht das erste Mal, dass hier von Komoot die Rede ist. Die Mit-Digisaurier Christian und Martin haben ja von diesem wunderbaren Werkzeug bei ihrer Radtour von Neuland nach Digitalien reichlich Gebrauch gemacht – mehr oder weniger erfolgreich bzw. anstrengend. Aber Komoot ist nicht nur ein prima Portal und eine affenstarke App für Velotrampler, sondern auch für Fußgänger. Weil ich persönlich es nicht so sehr mit den Bergen habe und das Rad vor allem innerstädtisches Verkehrsmittel ist, kommt Komoot hauptsächlich bei Wanderungen mit dem Hund zum Einsatz. Um es kurz zu machen: Komoot ist für Radler und Gänger praktisch das, was Google Maps oder Apps wie Navigon für Autofahrer sind: ein perfekter Routenplaner. Lieblings-Apps: Komoot – So finden Sie immer den anstrengendsten Weg weiterlesen