Alle Beiträge von Rainer Bartel

Was zur Hölle… Sind drahtlose Headsets wirklich praktisch?

Das Gehör wird mit dem Alter schlechter. Das ist unausweichlich und beginnt schon im Alter von unter dreißig Jahren. Überhaupt haben nach einer Studie von 2001 rund 19 Prozent der Bevölkerung keine normale Hörschwelle – früher hätte man diese Gruppe als „schwerhörig“ bezeichnet. Nun prägen sich Einschränkungen der Hörfähigkeit ganz unterschiedlich aus. Manche Betroffene können beispielsweise einzelne Stimmen in einer Gesprächsrunde nicht oder schlecht verfolgen, andere hören Geräusche jeder Frequenz leiser als der Durchschnitt, und ältere Menschen nehmen höhe Frequenzen kaum noch wahr. Letzteres führt dazu, dass Musikfreunde jenseits der 50 bei Live-Konzerten im Bereich von Pop, Rock und Jazz oft enttäuscht sind, weil sich für sie der Sound vor allem dumpf anhört. Aber praktisch alle Personen mit Einschränkungen des Gehörs klagen darüber, dass ihnen das Telefonieren Schwierigkeiten macht – zumal mit dem Handy. Das liegt natürlich auch daran, dass die Frequenzbilder der Lautsprecher von Telefonen auf den Durchschnitt der User ausgerichtet sind. Was bei Kopfhörern nicht der Fall ist, die ohnehin in der Lage sind, ein wesentlich breiteres Spektrum an Tönen sauber wiederzugeben. Und hier liegt der Schlüssel für den Nutzen von Headsets beim Telefonieren. Was zur Hölle… Sind drahtlose Headsets wirklich praktisch? weiterlesen

Weißt du, was dein Hund macht, wenn du nicht da bist? Oder: Drei Wege das Hausvieh zu überwachen

Vor einigen Jahren sah ich einer dieser Hundetrainer-lösen-Probleme-Sendungen, wie der Hundeflüsterer eine ferngesteuerte Kamera in der Küche montierte, die regelmäßig von den Kötern umdekoriert wurde. „Jetzt zeige ich Ihnen mal, was die Hunde in ihrer Abwesenheit treiben“, sagte er zu den ratlosen Besitzern. Die Bilder waren eindrucksvoll: Nachdem die Herrschaft das Haus verlassen hatte, warteten die Tölen eine Weile, checkten dann genau ab, ob ihre Menschen wirklich weg waren, und legten dann richtig los. Aber so richtig. Denn über die Zeit hatten die herausgefunden, wie man Schubladen und Schranktüren, ja, sogar den Kühlschrank mit den Pfoten öffnen kann. Der Kleine analysierte derweil den Tisch mit den Frühstücksresten. Und weil sie nichts Fressbares fanden, haben sie dann mal eben die Einrichtung zerlegt. Das alles schön sichtbar mit einer Weitwinkeloptik, wenn auch ohne Ton, nach draußen in den Kamerawagen übertragen. Als wir dann unseren Hund die ersten Male alleine ließen, hätte ich gerne eine solche Überwachungskamera gehabt, weil ich sehen wollte, ob es ihm gut ging oder keine Panik schob von wegen „Waldi allein zuhaus“. Gab’s aber so nicht. Heute im Zeitalter der IP-Kameras und der app-gesteuerten Digi- und Action-Cams kann jeder Haustierhalter seine Lieblinge aus der Ferne überwachen. Weißt du, was dein Hund macht, wenn du nicht da bist? Oder: Drei Wege das Hausvieh zu überwachen weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Touch-Bedienung (2)

Aufmacherbild: (c) Wikimedia Commons

Im ersten Teil dieses historischen Abrisses haben wir ja gesehen, dass die mittlerweile durchgehend angewöhnte Touch-Bedienung überhaupt erst in den menschlichen Denkkreis kam, weil sich Doug Engelbart die grafische Benutzeroberfläche und die zugehörige Maus erfunden hat. Und dass das Grafiktablett mit dem Stift die zweite Wurzel dieser Sache ist. Grundsätzlich ging es mit dem Siegeszug der GUIs (Graphical User Interface) immer darum, einen Zeiger auf das Objekt der Begierde zu bewegen und es durch eine zweite Aktion auszuwählen, zu markieren, zu öffnen und wasauchimmer. Eigentlich ein Wunder, dass Milliarden Menschen die Auge-Hand-Koordination hinbekommen, einen Pfeil auf einer vertikal angebrachten Fläche (Display) durch bewegen eines Gerätes auf einer horizontalen Fläche (Mousepad) mehr oder weniger fehlerfrei hinbekommen. Aber die Maus wurde innerhalb von nicht einmal zehn Jahren zum Standardzubehör fast aller Computer. Als dann aber auch transportable Rechner mausbedürftig wurden und die Nutzer der Kisten und Klappdinger ein weiteres Zubehör mitschleppen mussten, da dachten die Ingenieure mal wieder nach – heraus kam dabei der Trackball. Kleine Weltgeschichte der Touch-Bedienung (2) weiterlesen