Archiv der Kategorie: Ge-meint

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Der tägliche Apptualisierungs-Wahnsinn

Okay, auf meinem Smartphone tummeln sich gut 90 Apps, und auf dem Tablet drängeln sich gar 140 Android-Progrämmchen. Das ist mehr als das Vierfache des Durchschnitts. Aber, ich liebe sie doch alle und kann mich von keinem noch so mauerblümigen Äppchen trennen. Dafür werde ich täglich gestraft, denn selbst ein Ding, das ich maximal einmal im Halbjahr nutze (z.B. die App für die optimale Eierkochzeit) oder nach ein paar Mal völlig vergesse (wie der völlig sinnfreie Zippo-Simulator) wird regelmäßig aktualisiert. Weil ich das Tablet aber fast nur abends als Second Screen nutze, ist es nach dem Einschalten erstmal für um die 20 Minuten lahmgelegt – ich nenne es den täglichen Apptualisierungs-Wahnsinn. Der tägliche Apptualisierungs-Wahnsinn weiterlesen

Online-Leben (5): Alles so vernetzt hier…

Für Bernhard W. war das Abenteuer Online-Leben eigentlich schon mit dem Markteintritt von AOL und auch Yahoo vorbei. Auch wenn er nach der nicht eingetretenen Jahr-2000-Katastrophe bei fast jedem Internet-Trend mitmachte, den es gab. Aber immer mehr ödeten ihn die immergleichen Marketing-Sprüche und die sich wiederholenden Lobpreisungen der verschiedenen Online-Dienste an. Heute hat er sein virtuelles Leben extrem eingeschränkt und ist nur auf Facebook mit einem Profil vertreten. Außerdem betreibt er auch sein – wie er es nennt – “Geheim-Blog”, das er bereits im Jahr 2002 begonnen hat. Aber darüber soll er selbst erzählen:

F: Wie hast du die große Internet-Blase erlebt? Online-Leben (5): Alles so vernetzt hier… weiterlesen

Was zur Hölle… Muss ich jetzt auch noch whatsappen?

Vor einiger Zeit meinte die Tochter (29) so ganz nebenbei: “Können uns ja über WhatsApp verabreden…” als es darum ging, einen gemeinsamen Hundespaziergang anzustimmen.“ Was zur Hölle…” dachte ich, “muss ich jetzt auf meine alten Tage auch noch whatsappen?” Denn bis dahin war mir nicht nur die Quassel-App mit der grünen Sprechblase fremd geblieben, sondern alle diese sogenannten “Messenger”. Als Alt-Hippie dachte ich bis neulich immer nur an die legendäre Psychedelisch-Band “Quicksilver Messenger Service” oder erinnerte mich an mehrfach gescheiterte ICQ-Versuche und den Widerwillen dagegen, Skype ohne Bild und Ton zu nutzen. Selbst mit der SMS als Textnachricht auf dem Handy hatte ich mich immer schwer getan – vermutlich die Folge meiner Wurstfinger, die beim Tippen auf dem Mobiltelefon durchschnittlich drei Anläufe pro Buchstabe brauchte. Damit hat die jüngere Generation – also alles unter Fuffzich – kein Problem; deren Daumen sind ja schon genetisch verformt. Außerdem war die SMS der Kids die natürlich Vorstufe für WhatsApp. Denn bei dieser enorm gefragten App, die immer unter den Top 3 der App-Charts zu finden ist, handelt es sich um den Messenger für die SMS-Generation. Aber brauch ich als Silver Surfer so etwas auch noch? Was zur Hölle… Muss ich jetzt auch noch whatsappen? weiterlesen