Da hat der gute Jaroslaw Goncharow (Link nicht mehr verfügbar) 2016 im schönen St. Petersburg in seinem feinen Entwicklungslabor mit dem lustigen Namen Wireless eine fröhliche App namens FaceApp gebastelt und im Januar bzw. Februar 2017 in die App-Stores für iOS und Android gestellt. Wer drauf stieß, hatte entweder Spaß an der Bildspielerei … oder nicht. Größere Downloadzahlen fanden erst einmal nicht statt. Und ganz plötzlich, quasi aus heiterem Himmel, wimmelte es auf Instagram und Facebook von Promifotos, auf denen die Berühmtheiten ganz schön alt aussahen. Hinterfragt: Wie böse ist FaceApp eigentlich? weiterlesen
Archiv der Kategorie: Ge-meint
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Ist Twittern bloß das Leserbriefschreiben der Jetztzeit?
Das Ding, das in der Wikipedia immer noch „Mikrobloggingdienst“ heißt, ist seit Januar 2017 und vielleicht für alle Zeiten untrennbar mit dem Namen des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika verbunden: Donald Trump ist vermutlich der Größte Twitterer aller Zeiten. Nun hat der GröTwaZ dem armen Twitter seinen kurz angebundenen Stempel aufgedrückt und den Dienst nachhaltig verändert – zum Beispiel in Sachen Wirkung. Denn im größten anzunehmenden Unglücksfall könnte er mit zwei, drei Tweets einen Atomkrieg auslösen. Ist Twittern bloß das Leserbriefschreiben der Jetztzeit? weiterlesen
Was zur Hölle… Soll ich wirklich kontaktlos mit Google Pay zahlen?
Im Sommer 2018 poppte kurz, aber heftig das Thema „Kontaktlos bezahlen mit dem Smartphone“ auf, getrieben vor allem durch die massive PR rund um Apple Pay. Als dann Google mit seiner Payment-Lösung nachzog, brachte das deutlich weniger Medienecho. Und die deutschen Verbraucher stiegen auch nicht wirklich massenhaft auf den Pay-Zug auf. Das lag vor allem daran, dass beide Systeme anfangs nur von relativ wenig Banken unterstützt wurden und man nur teilnehmen konnte, wenn man im Besitz einer der unterstützten Kreditkarten war. Das ist bei Apple Pay immer noch so. Bei Google Pay liegt der Fall anders, denn dieses kontaktlose Bezahlsystem kann man seit einiger Zeit auch nutzen, wenn man einen PayPal-Account hat. Was zur Hölle… Soll ich wirklich kontaktlos mit Google Pay zahlen? weiterlesen
Internethelden (11): Rasmus Lerdorf – der PHP-Erfinder
Programmierer können dermaßen elitär und überheblich sein! Besonders wenn sie Programmiersprachen beurteilen. Das kennen wir ja alle vom ewigen Basic-Bashing. Und das kennt sicher auch Rasmus Lerdorf, wenn gewisse Kollegen über PHP herziehen. Es muss daran liegen, das Kodierprofis es nicht vertragen können, wenn Amateure ein Werkzeug in die Hand bekommen, mit dem sie ohne fremde Hilfe Skripte, Snippets oder ganze Anwendungen stricken können. Das ist das Erfolgsgeheimnis von PHP: Die Sprache ist sehr reduziert, recht tolerant und deshalb leicht zu erlernen. So hat Lerdorfs Erfindungen Perl – der eigentlich fürs Web vorgesehenen Sprache – weitgehend das Wasser abgegraben. Internethelden (11): Rasmus Lerdorf – der PHP-Erfinder weiterlesen
Was zur Hölle… sind eigentlich diese Influencer?
[Glosse zum aktuellen Social-Media-Zustand]Ja, genau, der nicht mehr ganz taufrische Begriff ähnelt nicht nur dem lateinischen Lehnwort für Erkältung, er meint eigentlich genau dasselbe wie „Influenza„. Außerdem sprechen Insider das englische Wort grundsätzlich mit einem „A“ am Ende aus. Das hat alles einen Sinn, denn es geht um Ansteckung. Nicht umsonst heißt es heute, ein Video „geht viral„. Wobei dieser zweite Fachbegriff auf das Wort „Virus“ zurückgeht. Und da schließt sich der Kreis: Influencer sind Personen, die anderen mit ihrem Lifestyle anstecken. Der Lebensstil von Influencern aber besteht vor allem aus allem, was sie konsumieren – sowie einer bunten Mischung aus allerlei Schmierölpsychologie und altmodischem Gesellschaftsbild. Weil Influencer ein Beruf ist, müssen diese vorwiegend jungen Menschen damit ihr Geld verdienen. Weil aber kein Follower auch nur einen Cent ausgibt, um sich die Videos und Fotos von Influencern angucken zu dürfen, muss die Kohle per Schleichwerbung reinkommen. Was zur Hölle… sind eigentlich diese Influencer? weiterlesen
Internethelden (10): Jimmy Wales – die schillernde Persönlichkeit, die uns Wikipedia gab
Hierzulande kennen wir Jimmy „Jimbo“ Wales vor allem, wenn nicht ausschließlich als Wikipedia-Erfinder. Und nur Menschen, die selbst zur Mitmach-Enzyklopädie beitragen oder sich intensiver für Internethelden interessieren, wissen, dass es sich um eine ziemlich schillernde Persönlichkeit handelt. Nachdem er sich offiziell erheblich aus der Wikipedia-Organisation zurückgezogen hat, ist er vor allem als Sprecher auf allen möglichen Veranstaltungen unterwegs, der die Idee vom freien Internet predigt. Dass er das tut, ist Beleg dafür, dass es sich bei der Forderung nach der Freiheit des Internets um eine irgendwie linke oder gar antikapitalistische handelt – im Gegenteil.
Internethelden (10): Jimmy Wales – die schillernde Persönlichkeit, die uns Wikipedia gab weiterlesenWas zur Hölle… ist Tinder für Singles ein Muss?
Liebe Leserin, lieber Leser, ja, wir wissen: Nicht alle Singles sind einsam. Wer aber gerade keinen Partner bzw. keine Partnerin hat und einsam ist, kann ja heutzutage im Internet ganz schnell was Neues finden. Das ist jedenfalls das Versprechen der sogenannten „Dating-Plattformen“ und auch der ständig medial behandelten Tinder-App. Die ist so simpel gestrickt, dass Menschen, die seit über 40 Jahren viel, viel Gehirnschmalz in die Partnervermittlung per Computer stecken, sehr, sehr traurig sind. Was zur Hölle… ist Tinder für Singles ein Muss? weiterlesen
Sprachassistenten: OK, Google, du hast gewonnen…
Wir Digisaurier wissen: In der Geschichte der Computerei hat sich fast nie das technisch Bessere durchgesetzt, sondern das, was zum Standard wurde. Das gilt für Prozessoren genauso wie für Betriebssysteme, aber auch für schnöde Dinge wie Stecker und Kabel. Spannend wird’s immer dann, wenn ein Thema zum Hype wird und sich gleich mehrere große Unternehmen in Konkurrent zueinander begeben. Nun wohnen bei uns schon seit Längerem die Damen Siri, Alexa und Cortana sowie der gendermäßig nicht näher definierte Google Assistant. Gewonnen hat jetzt Letzterer – weil er bei uns den Standard darstellt. Sprachassistenten: OK, Google, du hast gewonnen… weiterlesen