Archiv der Kategorie: Ge-nutzt

Sowas wie Tests – nicht im Labor, keine Messwerte. Einfach nur genutzt. Und dabei erfolgreich gewesen oder auch nicht…

Fast vergessen (25): Der kurze Sommer von WAP und i-Mode – Websites für Handys

Als Ende 1999 ein Kollege von WAP schwärmte, dachte nicht nur ich: „Ha, ha, ha – das Internet auf dem Handy…“ Wo Mobiltelefone doch – nach, was wohl? – zum Telefonieren unterwegs unabhängig von der Telefonzelle da waren. Und ob sich dieses Internet durchsetzen würde, war ja auch noch nicht ganz klar. Immerhin nutzten wir, die wir heute Digisaurier sind, das World Wide Web doch schon sei etwa 1997 ziemlich oft und gern; es war die Netscape-Ära, und Bill Gates dachte darüber nach, sein eigenes WWW zum Standard zu machen. Und dann kam WAP und ein bisschen später i-mode. Fast vergessen (25): Der kurze Sommer von WAP und i-Mode – Websites für Handys weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (4): Roh oder entwickelt – die Dateiformate

Wenn Fotoprofis die RAW-Daten aus ihrer Kamera mit einem geeigneten Programm bearbeiten und dann als TIFF– oder JPEG-Datei speichern, sprechen sie gern davon, dass sie das Bild „entwickelt“ haben. Der Begriff stammt aus der analogen Fotografie. Da fällt das Licht bekanntlich durch das Objektiv auf einen mit einer lichtempfindlichen Substanz beschichteten Film und löst dort eine chemische Reaktion aus. Diese erzeugt das negative Abbild des Motivs. Aber: Die Negative auf dem Film müssen vor der Weiterverarbeitung entwickelt werden; d.h. die aufgezeichneten Bilder müssen chemisch so behandelt werden, dass erneuter Lichteinfall nichts mehr verändert. Erst von einem entwickelten Film können sogenannte Abzüge gemacht werden, also positive Bilder, die dem aufgenommenen Motiv entsprechen. Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (4): Roh oder entwickelt – die Dateiformate weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (3): Vom Fotografierkästchen zur DSLR – die Formatfaktoren

War die Sony Mavica noch als Fotoapparat erkennbar, scheinen einige Anbieter in den Neunzigerjahren nicht so recht gewusst haben, wie denn eine digitale Kamera aussehen soll. Da kamen Dinger raus wie Apples Quicktake oder die Chinon ES-3000 (beide von 1995), die eher Fotografierkästchen waren. Das waren die Geräte für den „Massenmarkt“, also für uns Endverbraucher:innen. Kameras, die auf Profis zielten, sahen dagegen genau aus wie ihre analogen Vorbilder. Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (3): Vom Fotografierkästchen zur DSLR – die Formatfaktoren weiterlesen

Praxis: Warum zur Hölle will Google seine Dienste verknüpfen? Und soll ich das tun?

Seit kurzem fragt Google auf dem Smartphone oder dem PC, ob der Nutzer die verschiedenen Google-Dienste verknüpfen will oder nicht. Wer die IT-Nachrichtenlage ein wenig verfolgt, weiß vermutlich: Damit reagiert Google auf den „Digital Markets Act“ („DMA“) der EU-Kommission. Aber die Digisaurier fragen sich umso mehr: Wie soll man sich denn nun konkret entscheiden? Die eigenen Benutzerdaten verknüpfen oder die Google-Dienste lieber voneinander getrennt halten?

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Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (2): Ohne Flash kein Knips – ein Hoch auf Fujio Masuoka!

Nein, Fujio Masuoka hat im Gegensatz zu Willard Boyle und George E. Smith keinen Nobelpreis bekommen. Dabei hat dieser japanische Ingenieur die Speichertechnologie erfunden, die der digitalen Fotografie zum Durchbruch verhalf: den Flash-Speicher, also das Speichermedium, das es überhaupt erst möglich machte, die großen Datenmengen, die beim Knipsen entstehen, zu sichern. Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (2): Ohne Flash kein Knips – ein Hoch auf Fujio Masuoka! weiterlesen

Fast vergessen (23): Ping, ping, ping, ping, fiiieeep, fieeep, biep – der Akustikkoppler

Ja, da wollten wir alle rein, in die DFÜ, die Datenfernübertragung. Aber, der Gilb (Link nicht mehr verfügbar) hatte es verboten. Also ließ ich mir, der ich löttechnisch nicht so begabt bin so gegen Ende 1985 von einem mir persönlichen bekannten, ähem, Hacker ein Datenklo nach dem Rezept der Hackerbibel bauen. Schwupps, ich war schon drin. Denn mit einem handelsüblichen, an das Telefonnetz der Deutschen Bundespost angeschlossenem Fernsprechapparat und diesem illegalen Akustikkoppler hatte ich Zugang zu dieser digitalen Welt da draußen, zu den BBSen und Mailboxen und all den fast vergessenen Datenaustauschplattformen der frühen Jahre. Fast vergessen (23): Ping, ping, ping, ping, fiiieeep, fieeep, biep – der Akustikkoppler weiterlesen

Fast vergessen (22): CP/M – Die Mutter aller Betriebssysteme für persönliche Computer

Es ist ja immer so eine Sache mit dem Begriff „Erfinder“ im Zusammenhang mit der Computertechnik. Gerade auf dem Gebiet der Software hat es nur ganz selten dieses eine, einsame Genie gegeben, der das Programm mutterseelenallein kodiert hat. In der Regel gibt es immer irgendetwas, auf das dieser „Erfinder“ aufbaut. Das war beim ersten brauchbaren Betriebssystem für kleine Computer auch nicht anders. Eigentlich war Gary Kildall beim Chip-Riesen Intel für die Weiterentwicklung des hauseigenen Betriebssystems ISIS zur Hochsprache PL/M. Im Team von Hank Smith bei Intel bastelte er halbwegs erfolgreich daran, hatte dann aber die Idee, aus diesem ganzen Komplex ein Betriebssystem werden zu lassen. Weil der Gary bei Intel unzufrieden war (und übrigens auch kein ganz einfacher Typ), verließ er den Konzern, gründete seine eigene Company namens Digital Research und bastelte weiter auf der Basis von PL/M das legendäre Betriebssystem CP/M. Fast vergessen (22): CP/M – Die Mutter aller Betriebssysteme für persönliche Computer weiterlesen

Praxis: Heißes Eisen Elektronikschrott

Laut einer Statistik von 2019 wurden in Deutschland 12,1 Kilo Elektroschrott pro Kopf(!) gesammelt. Nicht erfasst wurde, wie viele elektronische Geräte die Konsument:innen in den Schubladen aufbewahren. Stellt man die Zahl der seit 2007 hierzulande verkauften Smartphones der aktuell nachweisbar in Betrieb befindlichen Geräte gegenüber, reden wir von mindestens 80, eher 120 Millionen Multifunktionshandys, die nicht (mehr) in Gebrauch sind. Hinzu kommen Hundertausende, wenn nicht Millionen ebenfalls nicht mehr genutzter Computer, Laptops, Notebooks, Tablets sowie der zugehörigen Peripherie – von den Bildschirmen über die Drucker bis hin zu allem, was man sonst an diese Devices anschließen kann. Vermutlich haben allerdings nur wenige derart viel Elektronik im Ruhestand herumliegen wie der Verfasser dieses Beitrags. Praxis: Heißes Eisen Elektronikschrott weiterlesen