Smartwatches konkret: Man gewöhnt sich an alles

LG G Watch R
Von einer stinknormalen Armbanduhr mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich mit dem Tragen von Armbanduhren aufgehört, nachdem mein aktuelles Handy auch im Ruhemodus die Uhrzeit zeigte. Das muss so um 2002 herum gewesen sein. Ich hatte es aber auch nie so mit mobilen Zeitmessern und konnte den Spruch vom „einzigen Schmuck, den ein Mann tragen darf“ nie recht nachvollziehen; schon gar nicht das Sammeln von Armbanduhren. Deshalb haben überhaupt nur zwei solche Dinger in meinem Leben eine Rolle gespielt: eine superleichte Uhr aus Titan mit Titanarmband, die ich noch heute besitze, und eine der allerersten Junghans-Funkuhren. Ja, genau, so ein fettes Teil mit Knubbel, in dem die Antenne saß.
Und nun Smartwatches. Tatsächlich fiel mir in den vergangenen rund acht Wochen die Gewöhnung daran, wieder täglich eine Uhr am Gelenk zu haben, am schwersten. Ganz abgesehen davon, die Intelligenzzwiebel morgens nicht auf der Ladeschale zu vergessen und immer schön am Mann zu tragen. Zunächst war es eine eher schlichte LG G Watch der ersten Generation, seit Weihnachten ist es der runde Nachfolger mit dem R im Namen. Während ich auf das eckige Gerät stellenweise noch angesprochen wurde („Ist das ne Smartwatch?“ – „Nein, das ist mein Herzschrittmacher…“), fällt die R-Watch niemandem mehr auf. Smartwatches konkret: Man gewöhnt sich an alles weiterlesen

Der erste Kölner Handystörer…

Handys und Smartphones können enorm stören. Thomas Kuhn erinnert sich an die ersten Handystörer.

Thomas Kuhn (2 von 2)
Das Haar war länger und die Technik überraschender… Thomas Kuhn damals beim ZDF

Bald  23 Jahre ist es inzwischen her, dass die digitalen Mobilfunknetze D1 und D2 in Deutschland an den Start gegangen sind. WirtschaftsWoche-Technik-Experte Thomas Kuhn erinnert sich an peinliche Überraschungen, ungewohnten Komfort und die ersten Vorboten einer kommunikativen Pest. Der erste Kölner Handystörer… weiterlesen

Die Glotze ist tot. Es lebe das Streaming!

kinokinoMit viel Prominenz aus Film, Funk und Fernsehen beging der US-amerikanische Streaming-Dienst Netflix Mitte September 2014 seinen Deutschlandstart. Auch die Medien griffen dieses Ereignis auf und taten teilweise so, als sei es völlig neu, dass man sich Filme und Serien auf den Computer, das Tablet oder das Smart-TV streamen lassen könnte. Denn schon seit mehr als drei Jahren gibt es Anbieter, die dem linearen Fernsehen von gestern mit einer echten Alternative beikommen. Das Prinzip ist simpel: Im Web (oder einer entsprechenden) App sucht man sich aus, was man sehen möchte und bestellt den entsprechenden Film oder die gewünschte Serienfolge. Dann bezahlt man und kann sich das Wunschvideo anschauen. Das bieten in Deutschland u.a. Videoload (Angebot der Telekom), Maxdome, Watchever, Sky Snap, Amazon Instant Video (ehemals Lovefilms) und ungefähr acht speziellere Dienste (z.B. Alleskino). Während man aber z.B. bei Videoload immer nur einzelne Filme buchen kann, lassen sich Netflix, Maxdome, Watchever, Sky Snap und Prime Instant Video (Amazon) per Monats-Flatrate und im Abo nutzen.
Flatrate bedeutet hier: Wer eine solche Monatspauschale gebucht hat, kann in diesem Zeitraum so viele Filme anschauen wie er/sie will. Dies immer in Form eines Abos – Laufzeiten und Kündigungsfristen unterscheiden sich dabei genauso wie die Preise. Die Glotze ist tot. Es lebe das Streaming! weiterlesen

Es muss nicht immer eine Garage sein…

Vor einigen Wochen zerstörte Apple-Mitbegründer Steve Wozniak einen Mythos – oder stutzte ihn zumindest kräftig zurecht: Die Garage, in der Apple angeblich gegründet wurde, hätte damals tatsächlich gar keine so große Rolle gespielt. Sie diente mehr oder weniger als Lager für die teilmontierten ersten Apple-Computer, und hin und wieder hingen die ersten Apple-Mitarbeiter dort herum, wenn sie gerade nichts Besseres zu tun hatten. Die Entwicklung der Apple-I-Computer fand andernorts statt – in erster Linie in Wozniaks Büro bei Hewlett-Packard.

Schade um die schöne Geschichte! Viel wichtiger als der Wirkungsort dürfte für den gemeinsamen Erfolg aber ohnehin die Rollenverteilung der Gründer gewesen sein: Begabter Elektronikbastler (Steve Wozniak) trifft auf Kommunikations- und Marketing-Genie (Steve Jobs). Allein hätte es keiner von beiden geschafft – Wozniak hätte sich und seine Computer allein nicht vermarkten können, Jobs hätte allein keinen Computer entwickeln und zusammenlöten können.

Apple-Garage
Hannes vor der original Apple-Garage in der Nähe von Cupertino, Kalifornien – 2001 durfte er im Rahmen einer Pressereise die vermeintliche Geburtsstätte der Apfel-Company besuchen.

Dasselbe Prinzip, ein paar Nummern kleiner, kam Anfang der Achtziger auch in Würzburg zur Wirkung, wo Christian Spanik und meine Wenigkeit aufeinandertrafen.

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Wie Günther Schabowski mir mein erstes Handy verschaffte…

Mit einem Ziegelstein jenseits der Mauer –  Wie Günther Schabowski mir mein erstes Handy verschaffte

Eine Mobil-Telefon-Erinnerung von Udo Eling

Udo Eling (1 von 1)
Radpartner und meist erstaunter Betrachter meiner Technikverliebtheit: Udo Eling

Okay, die Sache mit dem Handy, das eigentlich auch gar kein Handy war, hatte nur mittelbar mit dem SED-Genossen zu tun, der ganz analog durch Ablesen eines Zettels die DDR Grenze zum Einsturz brachte.

Immerhin: durch seinen verschusselten Auftritt und die anschließende voraussetzungsfreie Öffnung des eisernen Vorhangs lernte ich ausgerechnet im fernen Köln ein Mädchen aus Ostberlin kennen.

Und kurz darauf…Ostberlin selber. Mit zwei Koffern in der Hand und westlichen Vorstellungen einer halbwegs entwickelten Kommunikationsgesellschaft im Kopf wechselte ich meinen ständigen Wohnsitz kurz nach dem Ende der real existierenden DDR – in die Prenzlauer Allee, Berlin –Ost. Wie Günther Schabowski mir mein erstes Handy verschaffte… weiterlesen

Hilfe! Meine Steckdose surft im Internet!

Eine intelligente Steckdose von Belkin - Haussteuerung für 50 Euro
Eine intelligente Steckdose von Belkin – Haussteuerung für 50 Euro
Mein Onkel Harald war das, was man heute einen Technik-Freak nennen würde. Weil wir über die späten Fünfziger- und frühen Sechzigerjahre reden und er keinen Führerschein hatte, konnte er diese Leidenschaft nur an einer langen Reihe von immer neuen Fernsehapparaten abarbeiten. Ja, Onkel Harald, kaufte jedes Jahr einen neuen Fernseher – und sein Bruder, mein Vater, bekam die abgelegten Kisten. Weil Onkel Harald zudem leicht gehbehindert war, musste es natürlich sofort eine Fernbedienung sein als es die gab. Die erste ihrer Art bestand aus einem zigarettenschachtelgroßen Kasten mit vier Knöpfen und einem Drehschalter und war mit einem rund zwei Meter langen Kabel mit der Glotze verbunden. So konnte Onkel Harald die Kiste an- und ausschalten, die Lautstärke verändern und zwischen den damals noch gar nicht vorhandenen Programmen hin und her schalten. Denn das Zweite Deutsche Fernsehen startet ja erst 1963 – da hatte der Onkel längst eine drahtlose Fernbedienung. Hilfe! Meine Steckdose surft im Internet! weiterlesen

Press Enter To Save.

Portrait 3Erinnerungen zur Menschlichkeit in der IT
von Raymond Wiseman

Beruf und Freundschaft, das sind zwei verschiedene Welten. Das gilt auch, wenn diese Welten seit 25 Jahren parallel laufen, wenn man also genau die Menschen, mit denen man heute freundschaftlich verbunden ist, auf einer großen Strecke des beruflichen Werdegangs immer wieder getroffen hat. Das gilt für Freunde, Kollegen, ja auch Mitbewerber, vor allem aber für jene Menschen, mit denen man in einem dauerhaften Dialog stand. Press Enter To Save. weiterlesen

Wie der Hund auf´s Handy kam…

Hunde und Handy (3 von 4)
Handyproblem? Welches Handyproblem? Beagle Mike – der Protagonist dieser Geschichte

Hunde und Handys – fängt beides mit H an. Aber ab dann sind es zwei Welten. Auch wenn der eine oder andere Hund probiert, das Handy auch in sein Hundeleben zu integrieren. Zum Entsetzen des Besitzers – wie Petra Kleinwegen in ihrer Handygeschichte zu erzählen weiß. Viel Spaß bei unserer ersten Handy-Story. Und natürlich danke an Petra für´s erzählen und aufschreiben. Und an Mike (links, auf das Handy pfeifend) für´s  mitmachen ;-)

Wie der Hund auf´s Handy kam… weiterlesen

Die Zukunft betrachtet mit dem Wissen der Vergangenheit. Die Vergangenheit betrachtet mit dem Blick auf die Zukunft…