Mein digitaler Alltag (1): Zuhause

Ja, meinen Kaffee koche ich immer noch analog. Obwohl ich schon überlegt habe… Im Ernst: In den vergangenen Wochen ist mir aufgefallen, in welch hohem Maße mein Alltag bereits digitalisiert ist. Als fortschritts-affiner Digisaurier mach ich da ja gern und freiwillig mit. Zumindest, wenn mir erscheint, die Digitalisierung einer Tätigkeit könnte meine Lebensqualität steigern. Oder die meiner Haustiere. Das Licht am Aquarium sollte beispielsweise immer zur selben Zeit ein- und wieder ausgeschaltet werden. Okay, dafür gibt’s schon seit langem Zeitschaltuhren für die Steckdose. Aber eine digitalisierte IP-Steckdose kann ja viel mehr! Die kann ich von unterwegs per App in Gang setzen! Das ist cool! Ja, ich stehe total auf den ganzen Smarthome-Kram und bin bisschen traurig, dass wir eine Fußbodenheizung haben, die nur mit überdimensionalem Aufwand in die Wohnungsdigitalisierung eingebunden werden kann. Mein digitaler Alltag (1): Zuhause weiterlesen

Was zur Hölle… ist denn Google Wifi?

Nein, es folgt keine Unpacking-Story. Nur die Bemerkung der Dame des Hauses, das seien aber komische Cremedosen, die gerade ausgepackt wurden. Die rundlichen Dinger, die sich Google Wifi nennen, sehen nicht besonders wertig aus und fühlen sich auch nicht so an. Immerhin verschandeln sie das stylische Wohnzimmer nicht in dem Maße wie so mancher High-Tech-Router. Apropos: Technisch betrachtet handelt es sich bei der Cremedose um einen Wlan-Router… Allerdings ohne Modem. Und erfunden hat’s Google auch nicht, weil es sogenannte „Mesh-Systeme“ schon länger gibt und die ganz ähnlichen Systeme von Netgear (Orbi) und Linksys (Velop) bereits einige Monate länger auf dem Markt sind. Was ist also an Google Wifi (außer dem geringfügig günstigeren Preis) besser als bei der Konkurrenz? Was zur Hölle… ist denn Google Wifi? weiterlesen

Computerhelden (8): Jugi Tandon, der Erfinder der doppelseitigen Floppy

So mancher Digisaurier-Fan könnte schon an der Überschrift dieses Artikels scheitern – wer weiß denn noch, was eine „Floppy“ ist? Und was an der Doppelseitigkeit so besonders war… Jedenfalls hat Dr. Sirjang Lal Tandon, den sie alle „Jugi“ nennen, einen nicht unerheblichen Anteil am gigantischen Erfolg des IBM PC und seiner Klone in den Achtzigerjahren. Wie so viele der frühen Computerhelden hatte er zum richtigen Zeitpunkt das richtige Näschen. Als gelernter Elektromechaniker wirkte er bei IBM in der Entwicklungsabteilung für magnetische Massenspeicher, also Disketten- und Festplattenlaufwerke. Und so um 1974 herum hatte er die Idee, man könne die Speicherkapazität der weichen Scheiben (daher der Begriff „Floppy“) verdoppeln, indem man eben beide Seiten nutzt. Gedacht, getan: In seiner Garage in Chatsworth, einem LA-Stadtteil ganz im Norden, bastelte er ein Diskettenlaufwerk mit zwei Schreib-Lese-Köpfen – eins oben, eins unten. Und das war eine Revolution. Computerhelden (8): Jugi Tandon, der Erfinder der doppelseitigen Floppy weiterlesen

Die Zukunft betrachtet mit dem Wissen der Vergangenheit. Die Vergangenheit betrachtet mit dem Blick auf die Zukunft.