Amazon Echo nach dem Auspacken

Amazon Echo – die schwarze Säule im Wohnzimmer

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die es leichter machen. Zum Beispiel Amazon Echo. Seit wir den intelligenten Lautsprecher gekauft haben, sparen wir eine Menge Zeit – und unsere Tochter profitiert.

Seit Mitte Januar steht eine kleine, schwarze Säule im Wohnzimmer und wartet auf Spracheingaben. In den meisten Fällen dreht sich die Konversation mit Amazon Echo um Kinderlieder für Lina, die Tochter. Das ist unglaublich bequem.

Bevor Alexa zu lauschen begann, mussten wir jedes Mal

  • den Fernseher einschalten
  • Fire TV aktivieren
  • Amazon Prime Music öffnen
  • Linas Lieblingslieder heraussuchen

Heute heißt das:

„Alexa, spiele meine Playlist Linalotta.“

Schon trällern Simone Sommerland und Karsten Glück ihre Lieder für Lina.  (Ich habe den starken Verdacht, dass das Künstlernamen sind).

Amazon Echo auf einem Regal.
Aufgestellt: Das Amazon Echo hat seinen Platz im Wohnzimmer gefunden.

Die Installation

Die Installation des Echo geht fix mit Hilfe des iPhones. Zunächst muss ich mich das Telefon in das vom Echo bereit gestellte WLAN einloggen.

Danach richte ich Benutzer- und Netz-Zugriff ein. Nach fünf Minuten ist Alexa online.

Smartphone-Installation von Amazon Echo
Mit einer App auf dem Smartphone ist Amazon Echo schnell eingerichtet.

App und Skills

Die Alexa-App auf dem Smartphone ist nicht nur für das Einbinden von des Echo ins WLAN zuständig, sondern auch für die Konfiguration. Hier deaktiviere ich vorerst die Einkaufsfunktion . Die ist  unnötig, wenn eh zwei Computer in der Nähe stehen, über die wir bei Amazon kaufen.

Spannend ist die App, wenn es um Erweiterungen für Alexa geht. Die „Skills“ bauen zwischen Alexa und Netzdiensten oder Smarthome-Erweiterungen Brücken. Ich kann zum Beispiel Innogy Smarthome mit Alexa steuern und die Raumtemperatur per Sprachbefehl anpassen.

Die Auswahl

Wenn es um Musik geht, bedient sich Amazon Echo im Prime Music Account – wir haben die Unlimited-Variante. Doch auch für Spotify ist eine Verbindung vorhanden. Hörbücher spielt das Echo über den Audible Account ab.

Praktisch ist die Anbindung an den Podcast-Dienst Tunein. Die Anmeldung dort ist gratis und eröffnet nicht nur Zugriff auf Podcasts aller Art, sondern auch auf Live-Radio. So höre ich mit Alexa auch Bayern 5 aktuell.

Amazon Echo und Verpackung
Das Amazon Echo vor seiner Verpackung.

Die Spracherkennung

Der Fehler, den wir anfangs gemacht haben, war mit Alexa zu sprechen, wie mit einer Maschine: Jedes Wort betonen, zu laut, ohne Melodie. Das scheint bei dem Gerät nicht so gut anzukommen wie normal gesprochene Anweisungen.

Nach den ersten Testkonversationen darf Alexa ihren neuen Platz ihm Wohnzimmerregal beziehen. Die weiteren Spracheingaben funktionieren gut. Lediglich vom Nebenzimmer aus gibt es ein paar Verständigungsschwierigkeiten.

Ich habe bei weitem noch nicht das Potenzial von Alexa erschlossen. In der Regel beschränken sich meine Anfragen auf den Verkehr Richtung Büro („Alexa, wie ist der Verkehr“), auf das Wetter („Alexa, wie ist das Wetter“) und auf Kinderlieder (siehe oben). Timer und Wecker gehören auch noch zu meinem Auftragsrepertoire.

Dass Alexa aber noch wesentlich mehr auf der Pfanne hat, zeigen Blog-Posts wie dieser: http://www.susay.de/alexa-easter-eggs/

Der Sound

Klanglich ist Amazon Echo überraschend gut. Speziell in kleinen Räumen hat der Lautsprecher genügend Wumms, um das Zimmer zu beschallen.

Im großen Wohnzimmer geht der kleinen Alexa allerdings die Puste aus. Da hat die Stereo-Anlage deutlich die Nase vorn. Aber Kinderlieder sind auch aus einem kleinen Lautsprecher lustig. Das reicht uns.

Was ich vermisse

Was aktuell fehlt, ist die Möglichkeit, mein Fire TV über Alexa zu steuern. Klar, das Ding hat auch eine Sprachfunktion. Aber da muss ich wieder auf einen Knopf an der Fernbedienung drücken und dort hinein sprechen. Mir zu unbequem.

Amazon hat aktuell einen neuen Fire TV Stick mit Alexa-Funktionen angekündigt. Allerdings scheint es sich dabei um Funktionen zu handeln, die vom TV Stick aus abgerufen werden. Inwiefern sich das neue Device auch von Amazon Echo aus steuern lässt, bleibt vorerst offen.

Außerdem fehlen mir beim Echo Anschlüsse für die Stereo-Anlage. Auch per Bluetooth kann ich Echo nur als Lautsprecher einbinden, nicht jedoch andere Geräte zum Abspielen erreichen. (Update: Das soll sich inzwischen geändert haben. Seit März 2017 soll Alexa auch Bluetooth-Empfänger erreichen, um Musik abzuspielen.) So etwas funktioniert nur mit dem kleineren Dot. Schätze, so einen werde ich auch noch kaufen. Dann bleibt der Dot im Wohnzimmer und das Echo wandert nach oben ins Bad.

Bedenken und Gedanken

Bevor Sie fragen: Nein, ich habe keine Datenschutzbedenken wegen Amazon Echo. So weit reicht mein Vertrauen in ein Unternehmen, bei dem ich seit über einem Jahrzehnt einkaufe. Leichtsinnig? Mag sein. Aber für den Komfort gehe ich gerne das meiner Ansicht nach kleine Risiko ein.

Amazon Echo gefällt mir so gut weil ich die Spracherkennung allgemein faszinierend finde. Abgesehen von der grauslichen Sprachbedienung meines Auto-Navis haben sich hier in den letzten Jahren enorme Fortschritte ergeben – ich kann Texte diktieren, mich erinnern lassen und jetzt eben auch Musik spielen lassen.

Bin gespannt, was da noch kommt.

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