Die Digisaurier in Hamburg

„Wenn man einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus“, sagte Fabian Hemmert gestern auf der Navigationskonferenz in Hamburg. Die Digisaurier Christian und Martin haben die Konferenz besucht und aus diesem Satz etwas wichtiges gelernt.

Wir sind ja Nerds der alten Schule. Wenn wir etwas Neues sehen, probieren wir es aus – ob es nun sinnvoll ist oder nicht. Warum? Gerade weil wir wissen wollen, ob eine neue Technik, ein Gadget oder eine Software sinnvoll sind. Das Ausprobieren macht Spaß, bringt aber nicht zwingend Erfolg und kostet viel Zeit.

Wer sich wie wir viel mit Technik beschäftigt, neigt dazu, die Dinge um ihrer selbst willen toll zu finden. Da fallen einem dann zig Dinge ein, die man mit einem Gadget oder eine Technologie machen könnte – jede Menge. Das ist eben die Sache mit dem Hammer und den Nägeln. Wir sehen nur noch Nägel.

Dem entgegen steht die Realität, das was Kunden wollen. Nehmen wir die Indoor Navigation, die auch ein Thema der Navigationskonferenz war. Vor zwei, drei Jahren waren Beacons der heiße Scheiß auf der CeBit. Es gab jede Menge Ideen, wie man sie anwenden könnte. Und heute?

Wer braucht Indoor-Navigation überhaupt?

Heute stellt Marc Schelewsky in einem Workshop zur Indoor-Navigation eine schwere Frage: Brauchen wir überhaupt Indoor-Navigation? Oder würde es nicht ausreichen, Gebäude besser zu beschildern?

Der Nerd in uns ruft „Klar brauchen wir die“ – aber dem entgegen stehen eine Menge Probleme. Neben der Kostenfrage ist es die Standardisierung. Wer will schon zig Apps installieren, um sich auf jedem einzelnen Bahnhof oder Flughafen zu orientieren.

Also, braucht man wirklich Indoor-Navigation? Marc Schelewsky hat eine Antwort:

Was wir wieder einmal gelernt haben: Eine Technologie ist zwar toll, wenn sie entwickelt wird. Aber ob sie nützlich und sinnvoll ist, muss sich erst heraus stellen. Wir sind gespannt, wie das in fünf oder zehn Jahren aussieht. Vielleicht gibt es dann tatsächlich die universelle Indoor-App? Wir bleiben neugierig. Und den Spaß an den Gadgets lassen wir uns auch nicht nehmen. Schließlich wollen wir wissen, was kommt.

2 Gedanken zu „Die Digisaurier in Hamburg“

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