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Hans Guckindieluft – Apps für den Himmel

Es gibt so viele unnütze Apps fürs Smartphone oder Tablet, aber manche von ihnen machen einfach Spaß oder liefern interessante Informationen. Zum Beispiel über den Himmel über uns. Benutzer von Android-Geräten kennen vor allem Google Sky Map, die App, die aus dem Service Google Sky entstanden ist, aber natürlich auf einem beweglichen Gerät viel interessanter ist. Das Display bildet exakt den Ausschnitt des Himmelsgewölbes ab, den man vom aktuellen Standard aus sehen könnte – wenn der Erdball nicht im Wege wäre; zur Orientierung wird der Horizont eingeblendet. Und dann schaut man in die Tiefen des Weltraum, denn die App zeigt alle Himmelskörper, die ein gutes Teleskop zeigen würde, also auch ziemlich weit entfernte Sterne und Galaxien. Das ist faszinierend und bringt Suchtgefahr mit sich. Vor allem aber gibt es endlich und zuverlässig Antwort auf die Frage: Welcher Stern ist das denn da? Ja, der helle knapp über dem Horizont…

skymapNatürlich kann man sich Informationen zu den Objekten anzeigen lassen. Und um die Sache übersichtlicher zu gestalten, lassen sich Klassen von Himmelskörpern auch abschalten. Nettes Feature am Rande ist die sogenannte „Zeitreise“, bei der man sich die Veränderungen am Sternenhimmel, also die Bewegung der Erde relativ zum Raum, über ein einstellbare Zeitspanne hinweg präsentieren lassen kann. Diese App ist kostenlos. Eine deutlich leistungsfähigere App zum Thema stellt der „Sternatlas“ für 5,99 Euro dar, der alle Anforderungen für den Astronomie-Unterricht erfüllt. Ebenfalls empfehlenswert sind „StarWalk2“ (2,73 Euro) und „StarTracker„. Diese Apps gibt es – ausgenommen natürlich die Google Sky Map – auch für iOS.

Wo fliegen sie denn?
flightradarEs soll ja Menschen geben, die fühlen sich belästigt, wenn Verkehrsflugzeuge knapp über dem Schonrstein ihres Eigenheims hinweg donnern. Und dann gern wüssten, welche Maschine welcher Airline ihnen dieses zweifelhafte Vergnügen bereitet hat. Kein Problem: Mit dem Flightradar24 kann sich jeder den weltweiten Flugverkehr anschauen. Als Service gibt es den Flightradar24 als browser-basierte Web-App. Für mobile Geräte wird eine App in Versionen für alle gängigen Mobilsysteme angeboten. Die Android-Variante kostet um die 3 Euro, die IOS-Version ebenfalls. Dabei zapft die App das ADS-B-System an, über das weltweit die GPS-Positionen von Flugzeugen erfasst und zusammen mit den Daten des Fluges weitergegeben werden.

Der aktuelle Standort wird als Ausgangspunkt genommen, eine entsprechende Karte angezeigt. Und auf dieser Karte bewegen sich kleine Flugzeugsymbole, wobei jeder Miniflieger einem echten Flug entspricht. Tappt man ein solche Ding an, werden alle verfügbaren Informationen zu Flug und Maschine eingeblendet. Also woher das Flugzeug kommt, wohin es fliegt, seine Kennung und sein Typ, dazu die Flughöhe und Geschwindigkeit. Mit der 3D-Funktion kann man sich ins Cockpit beamen und den Flug aus dieser Perspektive „erleben“ – quasi ein Augmented-Reality-Flug. Und wenn man weiß, auf welchem Flug Freunde und Verwandte unterwegs sind, dann kann man mit deren Reise mit dieser App live verfolgen.

Auf der Raumstation
issonAuch für Freunde der Raumfahrt gibt es ein paar nette Apps – allen voran „ISS onLive“ (1,30 Euro für die werbefreie Version). Dieser Service zeigt die jeweilige Position der internationalen Raumstation ISS über der Erde an und – sofern technisch gerade verfügbar – live, was die Insassen der Station von dort aus sehen können. Wer Blicke auf unseren blauen Planeten aus großer Höhe mag, kommt hier auf seine Kosten.

Mit dem „ISS Detector“ bekommt der Interessierte dann ein Tool, mit dem er nicht nur jederzeit erfährt, wo die Station gerade ist, sondern wann sie vom aktuellen Standort aus mit bloßem Auge zu sehen ist. In unseren Breitengraden ist das allerdings eher selten der Fall…

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