Sechs Errungenschaften, auf die ich als Digisaurier verzichten kann

Letzthin habe ich mich ja über Errungenschaften gefreut, die das Leben als Digisaurier bereichern. Doch da fehlt noch die Kehrseite der Medaille. Die Neuerungen der letzte 30 Jahre nämlich, die mir so richtig auf den Zeiger gehen.

Hier also meine ultimativ subjektive Liste der Errungenschaften, die mich nerven.

1. Spam-Mail

Seit den frühen 90ern flutet Spam die Postfächer. Potenzpillen, Porno, Spielcasinos waren der Anfang. Und bis heute geht es weiter mit dem E-Mail-Müll: Gewinnbenachrichtigungen, Scam, Phishing.  Sogar unerwünschte Pressemitteilungen und Newsletter zählen für mich inzwischen dazu. Die Flut reißt nicht ab, zum Glück jedoch ist der Spam-Knopf nicht weit.

Google Mail filtert zum Glück große Mengen Spam zuverlässig heraus.
Google Mail filtert zum Glück große Mengen Spam zuverlässig heraus.

2. Zeichensatzverwirrung

Der Turmbau von Babel war Kinderkram gegen das, was die IT in den letzten 30 Jahren in Sachen Zeichensätze angestellt hat. ASCII, ISO-Zeichensätze, UTF-8. Alles gut gemeint, aber die Hölle für alle, die irgendwie mit der Entwicklung von Software für das Web in Berührung kommen. Naja, mit UTF-8 wird ja alles besser, oder?

So sehen Umlaute aus, nein, so sahen sie aus, jetzt gibt es schon wieder eine andere Codierung...
So sehen Umlaute aus, nein, so sahen sie aus, jetzt gibt es schon wieder eine andere Codierung…

3. Langsame Software

Ich habe das Gefühl, Excel 2015 auf meinem Mac lädt immer noch so lange wie seinerzeit Excel 2.0 auf dem PC. Woran das liegen mag? Vielleicht am Mac? Vielleicht aber auch daran, dass die Software in den letzten Jahrzehnten immer fetter und überfrachteter wurde. Schnelle Hardware macht Programmierer nachlässig. Die Performance spielt nur noch die zweite Geige, niemand hat es mehr nötig, das letzte aus der Hardware herauszuholen. Na gut, beim Videoschnitt vielleicht. Aber Excel würde ein wenig mehr Performance auch nicht schaden.

4. Insellösungen

Wir leben im Jahr 2016. Alle Computer sind miteinander vernetzt. Es herrscht ein globaler Kommunikations-Standard. Oh, Moment. Halt. Doch nicht. Nehmen wir Amazon Prime – das redet nicht mit meinem Mac. Wäre ja noch schöner, wenn ich über Prime auch meinen TV via Air Play ansteuern könnte. Es ist wie in Zeiten von VHS und Betamax – jeder köchelt sein Süppchen.

Insel-Lösung: Amazon Fire TV unterstützt zum Beispiel kein Airplay.
Insel-Lösung: Amazon Fire TV unterstützt zum Beispiel kein Airplay.

(Übrigens geht das mit Airplay auf Amazon Prime schon – eine kleine App hilft. Dennoch müsste das nicht sein, wenn sich die Unternehmen auf Standards einigen könnten.)

5. iTunes

Dazu muss ich wohl nichts sagen, oder? Ok, ich sage etwas dazu: Wie kann man nur ein so überfrachtetes Stück Software – nein „Stück“ klingt zu klein. Also: Wie kann man nur so einen Byte-Moloch auf Computer loslassen, der alle zwölf Monate auch noch die Benutzerführung ändert… Falls Ihr iTunes nicht kennt: Freut Euch.

6. Unzureichende Hardware

Drahtlose Logitech Maus
Drahtlose Logitech Maus

Huch, diese Maus kennen wir doch schon? Klar, aus dem anderen Posting, in dem ich mich über Mäuse gefreut habe. Doch hier ein dunkles Geheimnis: Diese Maus hat eine Macke. Immer wieder verliert sie die Bluetooth-Verbindung zu meinem Mac. Der Fehler ist inzwischen bekannt und es gibt eine Lösung, die aber nicht funktioniert. Irgendwie müsste die Branche doch inzwischen so weit sein, fehlerfreie Mäuse zu entwickeln, oder?

Mein Fazit

Ich dachte, es würden mehr Ärgernisse werden. Irgendwie scheint es doch so zu sein, dass sich die IT in den letzten 30 Jahren ganz ordentlich entwickelt hat. Was meint Ihr? Schreibt uns in den Kommentaren.

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