Alle Beiträge von Rainer Bartel

Fast vergessen (25): Der kurze Sommer von WAP und i-Mode – Websites für Handys

Als Ende 1999 ein Kollege von WAP schwärmte, dachte nicht nur ich: „Ha, ha, ha – das Internet auf dem Handy…“ Wo Mobiltelefone doch – nach, was wohl? – zum Telefonieren unterwegs unabhängig von der Telefonzelle da waren. Und ob sich dieses Internet durchsetzen würde, war ja auch noch nicht ganz klar. Immerhin nutzten wir, die wir heute Digisaurier sind, das World Wide Web doch schon sei etwa 1997 ziemlich oft und gern; es war die Netscape-Ära, und Bill Gates dachte darüber nach, sein eigenes WWW zum Standard zu machen. Und dann kam WAP und ein bisschen später i-mode. Fast vergessen (25): Der kurze Sommer von WAP und i-Mode – Websites für Handys weiterlesen

Fast vergessen (24): Was wurde eigentlich aus dem Computerbuchverlag Sybex?

Dieser Computerbuchverlag war auch mal eine große Nummer. Damals in den goldenen Zeiten der Homecomputerei, als sich in Deutschland drei Verlage bekämpften. Ja, ein anderes Verb passt kaum, denn die Rivalitäten zwischen Markt+Technik, Data Becker und eben Sybex waren oft äußerst emotional geprägt. Zumal es gleichzeitig auch um Animositäten zwischen den Verlagsstandorten München und Düsseldorf ging. Die Bayernmetropole verstand sich als DIE Computerhauptstadt der Bundesrepublik und ließ diese Haltung mit einiger Arroganz raushängen. Diese Sache ging so weit, dass sich in Düsseldorf ein Stammtisch für Computerbuchautoren und -journalisten gründete, der zur Computermesse Systems 1989 in München (mit finanzieller Unterstützung von Vobis-Boss Theo Lieven) die schärfste Party der Messewoche in einer der angesagtesten Clubs in Schwabing veranstaltete. Während sich Data Becker und Markt+Technik ziemlich lautstark duellierten, kam Sybex eher still daher. Fast vergessen (24): Was wurde eigentlich aus dem Computerbuchverlag Sybex? weiterlesen

Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (4): Roh oder entwickelt – die Dateiformate

Wenn Fotoprofis die RAW-Daten aus ihrer Kamera mit einem geeigneten Programm bearbeiten und dann als TIFF– oder JPEG-Datei speichern, sprechen sie gern davon, dass sie das Bild „entwickelt“ haben. Der Begriff stammt aus der analogen Fotografie. Da fällt das Licht bekanntlich durch das Objektiv auf einen mit einer lichtempfindlichen Substanz beschichteten Film und löst dort eine chemische Reaktion aus. Diese erzeugt das negative Abbild des Motivs. Aber: Die Negative auf dem Film müssen vor der Weiterverarbeitung entwickelt werden; d.h. die aufgezeichneten Bilder müssen chemisch so behandelt werden, dass erneuter Lichteinfall nichts mehr verändert. Erst von einem entwickelten Film können sogenannte Abzüge gemacht werden, also positive Bilder, die dem aufgenommenen Motiv entsprechen. Kleine Weltgeschichte der Digitalfotografie (4): Roh oder entwickelt – die Dateiformate weiterlesen